Stärkung des ÖPNV

Neue Busanbindungen im Kreisgebiet

Die Verdener Kreisverwaltung plant, neue Busanbindungen im Landkreis einzurichten. Ziel ist es, das Angebot öffentlicher Verkehrsmittel auszubauen und eine Reduzierung des Individualverkehrs zu erreichen.
13.07.2020, 15:10
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Von Antonia Blome
Neue Busanbindungen im Kreisgebiet

Ziel der unterschiedlichen Maßnahmen ist es, den ÖPNV im Landkreis zu stärken.

Björn Hake

Landkreis Verden. Der Landkreises Verden will das Angebot im straßengebundenen Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) verbessern. Dadurch soll eine Verlagerung vom motorisierten Individualverkehr auf den ÖPNV gefördert werden. Um das zu erreichen, wurden in der jüngsten Kreistagssitzung Anfang Juli von der Politik verschiedene Angebotsverbesserungen beschlossen. Die Hälfte der Kosten für die unterschiedlichen Maßnahmen übernimmt laut der Kreisverwaltung der Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) über einen Förderfond, sodass beim Landkreis Verden insgesamt Kosten in Höhe von etwa 100 000 Euro verbleiben werden.

Zu den Vorhaben gehört es unter anderem, eine Buslinie zwischen dem Bahnhof Achim und dem Bahnhof Baden zur Erschließung der Gewerbegebiete Achim-Uesen und Achim-Baden zu errichten. Diese Maßnahme soll etwa 100 000 Euro kosten. „Zu diesem Zweck wurde ein Arbeitskreis aus Vertretern vom ZVBN, der Stadt Achim, dem zuständigen Verkehrsunternehmen Weser-Ems-Bus (WEB) und dem Landkreis Verden eingerichtet“, teilt die Kreisverwaltung mit. Ziel sei es, zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember dieses Jahres an den Start zu gehen.

Außerdem sollen die Ortschaften Hülsen und Westen der Gemeinde Dörverden an den Bahnhof in Dörverden angebunden werden. Auf der Strecke Bremen-Oyten-Fischerhude-Ottersberg (Linien 730 und 745) wird sonntags ein zusätzliches Fahrtenpaar eingerichtet. Die Maßnahme wird etwa 54 000 Euro kosten. Bereits seit Längerem besteht der Arbeitskreis „Verkehrs- und Mobilitätskonzept Südkreis“. Ein Ziel des Arbeitskreises war, die verkehrliche Situation in der Stadt Verden zu verbessern.

Hier bildete auch die Stärkung des ÖPNV einen Schwerpunkt. Dazu beitragen soll nach den jetzigen Plänen auch die bereits beschlossene Optimierung der Linien 713 und 701. Diese hat eine Verminderung des Individualverkehrs aus dem Bereich der Gemeinde Kirchlinteln zum Ziel. Gleiches wurde im Arbeitskreis auch für den Verkehr aus der Gemeinde Dörverden besprochen. „Ein Problem hierbei war, dass für die Ortschaften Hülsen und Westen keine Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln an den Bahnhof in Dörverden bestand. Dies soll nunmehr mit dieser Maßnahme erreicht werden“, heißt es weiter.

Auf der Strecke der Linie 702 (Anbindung der Gemeinden Thedinghausen, Emtinghausen und Riede an den Bahnhof in Achim am Wochenende) soll außerdem für 36 000 Euro eine Nachtlinie eingerichtet werden. Fast aus dem gesamten Kreisgebiet bestehe am Wochenende ein gutes ÖPNV-Angebot in den Abend- und Nachtstunden zum Oberzentrum Bremen und zurück. Lediglich die Samtgemeinde Thedinghausen sei in dieser Hinsicht unterversorgt. Durch die Einrichtung der Nachtlinie soll die Lücke nun geschlossen werden.

Hierzu wird der Linienverlauf der Linie 702 genutzt. Diese verbindet die Gemeinden Thedinghausen, Emtinghausen und Riede mit der Stadt Achim. Es soll eine Vertaktung der Linie mit dem Bahnhof Achim und den dort verkehrenden Zügen von und nach Bremen geben. Dadurch wird laut Landkreis gewährleistet, dass die Einwohnerinnen und Einwohner aus diesen Gemeinden das kulturelle Angebot des Oberzentrums Bremen auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen können.

Ein zusätzliches Fahrtenpaar wird am Sonntag auf der Strecke Bremen-Oyten-Fischerhude-Ottersberg (Linien 730 und 745) eingerichtet. Dieses Vorhaben kostet etwa 5000 Euro. Hierbei handelt es sich um die Umsetzung einer Maßnahme aus dem aktuellen Nahverkehrsplan. Dort ist geplant, dass es auf der Linie 730 (Bremen-Oyten-Ottersberg) an Sonn- und Feiertagen je vier statt nur drei Fahrten pro Richtung geben soll.

Bei der Umsetzung der Pläne ist vorgesehen, eine Verknüpfung mit der Linie 745 (Achim-Oyten-Fischerhude-Ottersberg) vorzunehmen. „Damit soll erreicht werden, dass das touristisch attraktive Fischerhude, zu dem bisher an Sonn- und Feiertagen lediglich eine Fahrt in beide Richtungen bestand, zusätzlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist“, informiert die Kreisverwaltung. Es ist daher geplant, die zusätzliche Fahrt auf der Linie 730 lediglich bis Oyten laufen zu lassen und sie von dort als Linie 745 über Fischerhude nach Ottersberg zu führen.

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