Landtagswahl Natur schützen, Gerechtigkeit stärken

Der Achimer Lennart Quiring tritt bei der Landtagswahl in Niedersachsen für Bündnis 90/Die Grünen als Direktkandidat an.
05.10.2022, 13:49
Lesedauer: 2 Min
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Natur schützen, Gerechtigkeit stärken
Von Marie Lührs

Seine Begeisterung für die Natur entdeckte Lennart Quiring schon früh. Doch mit den Grünen, für die er nun im Landtagswahlkampf antritt, wurde er erst beim zweiten Anlauf richtig warm. Aufgewachsen ist der 43-Jährige in Wolfsburg. Jahre später tourte er als freiberuflicher Liedermacher durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Inzwischen ist er in Achim sesshaft geworden. 

Mit fünf Jahren sei er im Landkreis Gifhorn durch den Wald spaziert und habe die Schäden gesehen, die ein Waldbrand dort hinterlassen hatte. Vielleicht sei schon da sein Interesse für den Naturschutz geweckt worden, überlegt er. Als Pfadfinder beschäftigte er sich über mehrere Jahre mit der Natur, übernahm mit 16 schließlich auch die Führungspositionen im Verein. Die Grundregeln der Pfadfinder, die er mit elf Jahren verinnerlicht habe, befolge er noch heute. Eine davon sei, die Natur zu erhalten. 

Nicht nur seine Begeisterung für Wald und Wiesen hat er sich aus Kindheit und Jugend bewahrt, auch seine Freude an Musik und Segelsport, auch wenn Letzteres inzwischen ein wenig kurz komme, sagt er. Gitarre, Schlagzeug und Klarinette spiele er unter anderem. "Musikmachen war ein großer Teil meiner Kindheit."

Nach dem Abitur absolvierte er seinen Zivildienst als Rettungssanitäter. Anschließend begann er, Elektrotechnikingenieurwesen zu studieren, ehe er sich doch für ein Lehramtsstudium entschied. Die Zeit an der Universität finanzierte er sich unter anderem mit Jobs beim Automobilhersteller VW. "Das war sehr prägend für mich", erinnert er sich an die Arbeit am Fließband. Zwischenzeitlich arbeitete er zudem als Musiklehrer sowie in der Systemgastronomie. 

Seine Themenschwerpunkte gehen daher weit über Naturschutz, Verkehrswende und andere klassisch grüne Themen hinaus. Insbesondere Bildungsgerechtigkeit liegt dem Lehrer am Herzen. Es könne nicht sein, dass die Herkunft über die Chancen auf dem Arbeitsmarkt bestimmen. 

Vor seinem Referendariat war er als freiberuflicher Liedermacher unterwegs. Über 100 Konzerte habe er damals pro Jahr gespielt, erzählt er. Nach zwei Jahren war schließlich Schluss mit dem Leben auf der Piste. Er absolvierte sein Referendariat und fand ein Jahr später eine Anstellung als Lehrer am Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasium in Achim.

Bereits in Studium in Oldenburg hatte er sich den Grünen angeschlossen, doch so richtig funken wollte es damals nicht. 2018 trat er wieder ein. "Die Grünen haben sehr oft richtige Ideen", ist er überzeugt. Nur bei der Kommunikation der Vorschläge hapere es manchmal, sagt Quiring und erinnert an die Diskussionen über den Veggie-Day. 

Im vergangenen Jahr rückte er für die Grünen in den Kreistag. Zuvor war er als beratendes Mitglied im Ausschuss für Bauunterhaltung im Stadtrat Achim aktiv.

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