Verdener Schüler bekommen Bücherspende vom Rotary Club / Lesen steigert die Konzentrationsfähigkeit Lust an Literatur wecken

Mit den Gefährten durch Mittelerde streifen oder Segel setzen mit Pippi und ihrem Vater Kapitän Langstrumpf. Literatur kann begeistern und ganz nebenbei die Konzentrationsfähigkeit verbessern. Das Büchergeschenk des Rotary Club Verden an die Klaus-Störtebeker-Schule soll die Kinder dazu animieren, wieder mehr zu lesen.
29.01.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Lust an Literatur wecken
Von Mareike Meyer

Mit den Gefährten durch Mittelerde streifen oder Segel setzen mit Pippi und ihrem Vater Kapitän Langstrumpf. Literatur kann begeistern und ganz nebenbei die Konzentrationsfähigkeit verbessern. Das Büchergeschenk des Rotary Club Verden an die Klaus-Störtebeker-Schule soll die Kinder dazu animieren, wieder mehr zu lesen.

Bücher entführen Kinder und Erwachsene schon seit Jahrhunderten in fremde und phantasievolle Welten. Um das Lesen Jugendlicher zu fördern, hat der Rotary Club Verden der Klaus-Störtebeker-Schule gestern einen Karton mit neuen Büchern geschenkt. Die Aktion des Clubs gibt es bereits seit acht Jahren.

„Lesen lernen – Leben lernen“ heißt das Projekt, bei dem ausgesuchte Grund- und weiterführende Schulen in Verden Bücher und Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt bekommen. „Jeder Schüler soll dabei sein eigenes Buch bekommen“, sagte Björn Emigholz, der die Bücher im Namen des Rotary Clubs Verden überreichte. Die Schule hatte sich zuvor für die Titel „Locke und der Woodoo-Zauber“, „Vollhorst“ und „Gefährten der Magie“ entschieden.

„Heute wird das Lesen im Privaten eher stiefmütterlich behandelt“, sagte die Rektorin der Schule, Natascha Preuss. Deshalb falle das sinnentnehmende Lesen vielen Schülern schwer. „Mit unserer Lese-Arbeitsgruppe wollen wir den Schülern zusätzlich entgegenkommen und auf Wünsche der Gesellschaft und der Betriebe eingehen.“ Denn spätestens wenn die Schüler nach ihrem Abschluss ins Berufsleben einsteigen, wird die Wichtigkeit von sinnentnehmendem Lesen deutlich. „Man muss zum Beispiel Anleitungen lesen oder Verträge verstehen, bevor man sie unterzeichnet“, so Preuss.

Wenig Zeit zum Lesen

Auch bei den die Schülern, die gestern die Bücher in Empfang nahmen, steht Literatur nicht besonders hoch im Kurs. „Ich lese eigentlich nur für die Schule. In meiner Freizeit spiele ich viel Fußball, da habe ich dann keine Zeit“, sagte der 13-jährige Schear. Das Buch „Vollhorst“ haben er und seine Klassenkameraden aus der 7c schon im Deutsch-Unterricht gelesen. „Das war das beste Thema von allen in Deutsch.“ Als nächstes wolle er „Locke und der Woodoo-Zauber“ lesen, immerhin geht es darin um Fußball und wurde von Sportreporter Ulli Potofski geschrieben. Gelegenheit dazu bietet ihm die neu eingerichtete Lese-Arbeitsgruppe. „Wir möchten den Schülern ein Forum geben, sich an Bücher ranzutrauen“, sagte die künftige Leiterin der Lese-AG Nicole Schöllhammer. Bedienen können sich die Schüler dann an der gut ausgestatteten Mediathek der Klaus-Störtebeker-Schule. „Wir sind immer froh, wenn wir moderne und aktuelle Bücher geschenkt bekommen“, sagte Preuss. Neben dem sinnentnehmenden Lesen haben einige Schüler auch Schwierigkeiten mit einigen Begrifflichkeiten. „Begriffe, die uns früher geläufig waren, sagen Kindern heute oft gar nichts mehr. Wenn wir mit den Kindern zusammen lesen, können wir Begriffe erklären und ganz andere Hilfestellungen geben“, so Preuss. Ein weiterer zentraler Aspekt sei, dass die Konzentrationsfähigkeit der Schüler durch das Lesen gestärkt würde: „Sie beschäftigen sich dann mit etwas anderem als ihrem Smartphone oder Computer.“

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