Impfschutz, Sehvermögen, Gewicht und Motorik getestet Mediziner-Team untersucht 1397 Schulanfänger im Kreis

Landkreis Verden. 1397 Schulanfänger, davon 669 Mädchen und 728 Jungen, wurden in diesem Jahr im Rahmen der Schuleingangsuntersuchungen vom schul- und jugendärztlichen Dienst im Fachdienst Gesundheit und Umweltmedizin des Landkreises Verden untersucht. Jetzt wurden die Ergebnisse bekannt gegeben.
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Landkreis Verden. 1397 Schulanfänger, davon 669 Mädchen und 728 Jungen, wurden in diesem Jahr im Rahmen der Schuleingangsuntersuchungen vom schul- und jugendärztlichen Dienst im Fachdienst Gesundheit und Umweltmedizin des Landkreises Verden untersucht. Jetzt wurden die Ergebnisse bekannt gegeben.

Jugendärztin Dr. Birgit Fredershausen und ihr Team aus zwei weiteren Ärztinnen und fünf medizinischen Fachangestellten arbeiten bei der Untersuchung nach den Richtlinien von 'SOPHIA', heißt es in einer Pressemitteilung. Das Kürzel steht für ein Untersuchungsprogramm, mit dem in weiten Teilen Niedersachsens Schuleingangsuntersuchungen standardisiert durchgeführt, dokumentiert und ausgewertet werden. Die anonymisierte Erfassung der Ergebnisse ermöglicht darüber hinaus landesweit eine flächendeckende Übersicht über den Gesundheits- und Impfstatus von Sechsjährigen.

Von 1314 Kindern lagen die gelben Vorsorgehefte vor. Davon waren 242 Hefte (18 Prozent) nicht komplett. Auffallend war, dass mit zunehmendem Alter weniger Vorsorgeuntersuchungen wahrgenommen werden. Während nur bei 41 Kindern die 'U4' (3. bis 4. Lebensmonat) fehlte, war bei 167 Kindern die 'U9' (5. Lebensjahr) nicht durchgeführt worden.

Insgesamt wurden 1302 Impfpässe vorgelegt. Vollständiger Impfschutz für Tetanus bestand bei 1156 Kindern (88,8 Prozent). Fünf Kinder waren bisher gar nicht gegen Tetanus geimpft. 90,5 Prozent der Kinder hatten vollständigen Impfschutz für Mumps, Masern und Röteln, 49,3 Prozent gegen Meningokokken C.

Bei 138 Kindern ergab der Sehtest einen fachärztlichen Abklärungsbedarf. 49 Kinder fielen beim Hörtest auf und erhielten eine entsprechende Überweisung. 162 Kinder (11,5 Prozent) brachten zu viel Gewicht auf die Waage. Dabei war das Verhältnis von Jungen und Mädchen nahezu identisch: 85 Jungen und 77 Mädchen waren übergewichtig.

Im Bereich der Motorik und der Ganzkörperkoordination zeigten 345 Kinder Auffälligkeiten, davon 240 Jungen (33 Prozent) und 105 Mädchen (15,5 Prozent). 556 Kinder (40 Prozent), davon 332 Jungen (45 Prozent) und 224 Mädchen (33 Prozent), hatten Probleme bei der so genannten Graphomotorik. Dabei werden die Stifthaltung sowie die Fähigkeit der Kinder, Menschen zu zeichnen und formgetreu drei geometrische Figuren in bestimmter Abfolge nachzuzeichnen, beurteilt.

1309 Kinder besuchten einen Regelkindergarten, 54 einen heilpädagogischen oder sprachheilpädagogischen Kindergarten. Von 34 Kindern lagen keine Angaben vor. Eine Schulrückstellung wurde in 32 Fällen (inklusive der 'Kann-Kinder') empfohlen. Bei 63 Kindern wurde die Überprüfung auf sonderpädagogischen Förderbedarf angeraten.

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