Das Kommunalkino zeigt morgen die Komödie „Robot & Frank“ / Publikumsliebling beim Sundance Film Festival Mensch und Roboter als Gauner-Duo

Das Kommunalkino beginnt sein Februarprogramm morgen, 20.20 Uhr, im Cine City mit der Komödie "Robot & Frank".
05.02.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Gabriele Tetzner

Das Kommunalkino beginnt sein Februarprogramm morgen, 20.20 Uhr, im Cine City mit der Komödie "Robot & Frank".

Verden. Mit "Robot & Frank" lieferte Werbefilmer Jake Schreier im vergangenen Jahr seinen ersten Spielfilm ab und empfahl sich sogleich für höhere Kinoweihen: Auf dem Sundance Film Festival, einer der größten und wichtigsten US-amerikanischen Plattformen für unabhängige amerikanische und internationale Produktionen, avancierte sein Leinwanddebüt zum Publikumsliebling. Gelobt wurde die tolle Genremischung aus Science-Fiction, Sozial- und Melodrama und unwiderstehlicher Buddykomödie.

Und das geht so: Wir schreiben das Jahr 2022, und die Welt sieht nicht gar so viel anders aus als heute. Dass "Robot & Frank" in der Zukunft spielt, erkennt man höchstens daran, dass es ausschließlich Autos mit Elektroantrieb gibt und echte Büchereien nur noch nostalgischen Wert haben. Vor allem aber gibt es inzwischen Roboter, die fehlerlos den Haushalt führen können und zur Pflege von alten und kranken Menschen eingesetzt werden können. Einen solchen bekommt Frank (Frank Langella) von seinem Sohn Hunter (James Marsden) aufgezwungen, denn dem fehlt die Zeit, sich um den alten, grummeligen Eigenbrötler zu kümmern, derweil Franks Tochter Madison (Liv Tyler) als philanthropische Umweltschützerin in der Welt unterwegs ist.

Frank hat aber überhaupt keine Lust darauf, sich von einer Maschine bemuttern zu lassen. Schließlich war er einmal einer der berühmtesten Juwelendiebe Amerikas, ein überaus intelligenter Mensch der Tat. Das ist allerdings lange her: Jetzt leidet Frank an beginnender Demenz, freut sich über die gelegentlichen Begegnungen mit der Büchereiangestellten Jennifer (Susan Sarandon), klaut höchstens noch geschnitzte Deko-Seife oder bricht versehentlich in sein eigenes Haus ein. Das alles soll sich mit dem Einzug des kleinen weißen Pflegeautomaten ändern. Der sprechende Roboter (Peter Saarsgard) mit der künstlichen Intelligenz wird für Frank sehr viel mehr als Haushaltshilfe und Koch, denn dem elektronischen Freund fehlt die Programmierung, zwischen Recht und Unrecht unterscheiden zu können. Sein Chip ist auf das Wohlergehen Franks ausgerichtet, inklusive Konzentrationsübungen gegen das Fortschreiten der Demenz.

Ein überraschendes Ende

Als Frank beginnt, Einbruchspläne zu schmieden, lobt der Roboter die Energie, mit der sein Besitzer zur Sache geht: "Ich bin sehr beeindruckt von deinen Fort-schritten, Frank. Diese Einbrüche zu pla-nen, ist eine großartige Idee". Es bleibt nicht beim Planen, denn der Roboter eignet sich auch prima zum Knacken von Schlössern und zum Stehlen, immer noch Franks große Leidenschaft. Also klauen die beiden, um Jennifer, deren Job in Gefahr ist, zu helfen, erst einmal ein wertvolles Buch aus der Stadtbibliothek. Dann kommt kostbarer Schmuck an die Reihe. Aus Mensch und Roboter wird ein höchst sympathisches Gauner-Duo, dem allerdings irgendwann die Polizei auf den Fersen ist.

"Vom Start bis zum in doppelter Hinsicht überraschenden Ende – das hier selbstverständlich nicht verraten werden soll – ist dieser sympathische Debütfilm das Mu-sterbeispiel für eine gelungene Independent-Komödie: eine originelle Geschichte mit pfiffigen Dialogen, gekrönt von einer tollen Besetzung", urteilte Filmkritikerin Gaby Sikorski.

"Robot & Frank", Komödie von Jake Schreier (USA 2012) im Cine City am Mittwoch, 6. Februar, 20.20 Uhr.

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