Das neue Hochdruckspül- und Saugfahrzeug der Stadt Verden erleichtert den Arbeitern ihren Job

Mission: Rohr frei!

Verden. Sechs-Zylinder-Diesel-Reihenmotor, 400 Pferdestärken, 16-Gang-Schaltgetriebe, 26 000 Kilogramm Gewicht, 11000 Liter Gesamtvolumen, Volumenstrom 1680 Kubikmeter pro Stunde, Hochdruck-Plungerpumpe mit einer Spülleistung von 345 Liter pro Minute bei 205 bar – das neue Hochdruckspül- und Saugfahrzeug der Stadt Verden protzt mit seinen Daten. Am Freitag wurde es auf dem Rathausplatz der Öffentlichkeit präsentiert.
21.05.2016, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Mission: Rohr frei!
Von Patrick Hilmes

Sechs-Zylinder-Diesel-Reihenmotor, 400 Pferdestärken, 16-Gang-Schaltgetriebe, 26 000 Kilogramm Gewicht, 11000 Liter Gesamtvolumen, Volumenstrom 1680 Kubikmeter pro Stunde, Hochdruck-Plungerpumpe mit einer Spülleistung von 345 Liter pro Minute bei 205 bar – das neue Hochdruckspül- und Saugfahrzeug der Stadt Verden protzt mit seinen Daten. Am Freitag wurde es auf dem Rathausplatz der Öffentlichkeit präsentiert.

Der Aufbau des neuen Kanalspülfahrzeugs gleicht dem des alten, es ist quasi eine neue Version. „Es ist komfortabler und hat eine Funkfernbedienung“, erklärt Alexander Bohlmann vom Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung. Und diese Funkfernbedienung erleichtere ihm und seinem Kollegen Alfred Bunk die Arbeit und tue zugleich noch was für ihre Gesundheit. „Sonst mussten wir immer direkt am Loch stehen und haben dabei den Dunst eingeatmet“, erzählt Alfred Bunk. Und auch für die Umwelt hat das Spezialfahrzeug eine gute Nachricht. „Es hat die Abgasnorm Euro 6, uns wurde gesagt, da kommt quasi reine Luft raus“, sagt Alexander Bohlmann schmunzelnd.

Auf das neue Spielzeug der beiden wartet eine Menge Arbeit. In Verden und seinen Ortschaften spült und saugt es dreieinhalb Jahre, bis es wieder an seinem Ausgangspunkt angelangt ist, erklärt Alfred Bunk. Dabei durchkämmt es 147 Kilometer Kanalnetz von Schmutz- und Mischwasser), 47 Hauptpumpwerke, 50 Kilometer Abwasserrohrleitungen sowie 153 Kleinpumpwerke zur Druckentwässerung. Und das war nicht einmal alles, das war nur die Arbeit in Sachen Schmutzwasser. Hinzukommt noch Regenwasser. Dabei werden 83 Kilometer Kanalnetz, 49 Sonderbauwerke wie Einleitbauwerke und Regenbecken sowie rund 1 200 000 Quadratmeter angeschlossene private Fläche zur Regenentwässerung gesaugt und gespült. Die Überreste landen später im Sondermüll und somit in der Verbrennungsanlage.

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