Pandemie im Kreis Verden

Mobile Lüfter nur für einzelne Schulräume

Lediglich Räume in den Schulen im Kreis Verden, in denen nicht ordentlich gelüftet werden kann, werden mit mobilen Lüftungsgeräten ausgestattet. Das haben der Kreis sowie seine Städte und Gemeinden abgemacht.
27.08.2021, 14:16
Lesedauer: 2 Min
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Mobile Lüfter nur für einzelne Schulräume
Von Kai Purschke

Nur Schulräume mit eingeschränkter Lüftungsmöglichkeit werden in den Schulen im Landkreis Verden mit mobilen Lüftungsgeräten ausgestattet. Das hat die Kreisverwaltung in einer Mitteilung am Freitag deutlich gemacht. "Die Luftreinigungsanlagen können das Stoßlüften der Räume zwar unterstützen, aber grundsätzlich nicht ersetzen." Darin sind sich laut Landrat Peter Bohlmann, der Landkreis und die gemeindlichen und städtischen Schulträger zum Schulstart nach den Sommerferien einig.

„In den vergangenen Monaten wurden diese Räume der sogenannten Kategorie 2 mit unterstützender Technik nachgerüstet“, erklärt Bohlmann. Darüber hinaus sollen künftig CO2-Ampeln großflächig zum Einsatz kommen. Die Messgeräte zeigen die Menge an Kohlendioxid und damit indirekt auch die Anreicherung von Aerosolen in der Raumluft an und unterstützen, wann genau der richtige Zeitpunkt zum Lüften gekommen sei.

Wie auch das Bundesumweltamt festgehalten habe, seien Luftreinigungsanlagen nur eine Ergänzung zum notwendigen Lüften. Das entspreche auch der Position des Bundesumweltamtes. Aber: "Leider werde durch Aussagen auf Landes- und Bundesebene der Eindruck erweckt, dass es eine technische Lösung gegen die Viren in geschlossenen Räumen gäbe. Das aber ist eine Scheinlösung, die alle Beteiligten in einer trügerischen Sicherheit wiegen könnte." Allenfalls festinstallierte und hinsichtlich Brandschutz entsprechend ausgerüstete Anlagen mit Wärmerückgewinnung könnten Sinn machen. Bohlmann: „Ein derartiger Ansatz aber ist technisch, zeitlich und auch finanziell gerade in Altbauten nicht zu realisieren.“

230 Räume allein in den Gymnasien

Allein in den vier Gymnasien des Landkreises gibt es laut Kreisverwaltung 230 Räume, bei den 54 Schulen kreisweit sei von mindestens 600 Räumen auszugehen. Großflächige Einbauten seien da illusorisch, weshalb die Verwaltung froh sei, mit dem Einbau in einzelnen Räumen schon im Herbst 2020 begonnen zu haben.

Neben der Ausweitung der Testung Ungeimpfter wertet Landrat Bohlmann die Zahl geimpfter Personen, sowohl bei den Lehrkräften und Eltern als auch bei Schülern, als entscheidend für einen sicheren Schulbetrieb. Letztere hätten bereits zahlreich die Impfsonderaktionen des Landkreises wahrgenommen. So waren Mitte August, noch bevor sich die Ständige Impfkommission für Corona-Impfungen aller Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren ausgesprochen hatte, bereits zirka 675 der rund 8000 12- bis 17-Jährigen im Landkreis im Impfzentrum erstgeimpft.

1870 Minderjährige geimpft

Mit Stand 26. August sind es nach Angaben der Kreisverwaltung 873 geimpfte Personen unter 18 Jahren, die sich im Impfzentrum impfen ließen. Dazu kommen noch 997 Erstimpfungen (Stand 25. August) in haus- und kinderärztlichen Praxen. „Dieser stete Anstieg der Impfraten unter Schülern lasse auf zusätzliche Sicherheit im Schulbetrieb hoffen", sagte Bohlmann.

Insgesamt haben demnach durch das Impfzentrum Verden bisher 49.882 Bewohner des Landkreises Verden, in dem rund 137.000 Menschen leben, eine Corona-Erstimpfung und 41.515 Personen eine Zweitimpfung erhalten (Stand: 27. August). Niedergelassene Ärzte hätten im Landkreis Verden bisher insgesamt 35.097 Erstimpfungen und 36.631 Zweitimpfungen durchgeführt (Stand: 25. August). Eine Aktualisierung der Impfzahlen erfolgt jeweils freitags.

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