Erdgasförderung in Völkersen

Panzenberg: Dea zieht Anträge zurück

Nach der Ankündigung des Hamburger Energieversorgers Wintershall Dea, die Förderung im im Erdgasfeld Völkersen/Völkersen-Nord nicht weiter auszubauen, zieht das Unternehmen nun eine geplante Bohrung zurück.
11.12.2019, 16:28
Lesedauer: 1 Min
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Von Jörn Zweibrock
Panzenberg: Dea zieht Anträge zurück
Hauke-Christian Dittrich/DPA

Paukenschlag im Panzenberg: Nach der Ankündigung des Hamburger Energieversorgers Wintershall Dea, die Förderung im im Erdgasfeld Völkersen/Völkersen-Nord nicht weiter auszubauen, zieht das Unternehmen nun die geplante Bohrung Völkersen Z 12 zurück. Der Plan sah vor, den bereits bestehenden Bohrplatz am Rande des Scharnhorster Wasserschutzgebietes Panzenberg zu erweitern. „Wir werden das Projekt nicht weiterverfolgen und ziehen die entsprechenden Anträge zurück“, erklärte Dirk Warzecha, Deutschland-Chef der Dea. Genauer gesagt geht es um die Anträge beim Landesbergamt und der Unteren Wasserbehörde des Landkreises.

Als Reaktion auf die beiden Erdbeben vom 20. November hatte der Versorger vergangene Woche mitgeteilt, die Produktion aus dem Erdgasfeld Völkersen/Völkersen-Nord nicht weiter auszubauen. Den kreisweit aktiven Bürgerinitiativen gegen Gasbohren waren diese Aussagen zu nebulös, sie forderten mehr Verbindlichkeit von der erdgasfördernden Industrie. Darüber hinaus hat die CDU-Kreistagsfraktion eine parteiübergreifende Entschließung (Geregelter Gasaustieg) auf den Weg gebracht, die nun in den Kreistag eingebracht werden soll. Der Protest scheint gefruchtet zu haben.

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