Kinder-Ferienaktion „Störtebeker“ ausgebucht / Flaschenpost abgeschickt Piraten entern das Domherrenhaus

Verden. Dicht gedrängt stehen 15 kleine Piratinnen und Piraten um das Schiffsmodell "Störtebeker" herum. "Wisst Ihr, wo die Piraten schlafen?", fragt Uta Sieber, ehrenamtliche Mitarbeiterin im Domherrenhaus. Viele Zeigefinger schnellen in die Höhe und die Antwort "Unter Deck in Hängematten" kommt wie aus der Pistole geschossen.
03.08.2012, 05:00
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Von Fr

Verden. Dicht gedrängt stehen 15 kleine Piratinnen und Piraten um das Schiffsmodell "Störtebeker" herum. "Wisst Ihr, wo die Piraten schlafen?", fragt Uta Sieber, ehrenamtliche Mitarbeiterin im Domherrenhaus. Viele Zeigefinger schnellen in die Höhe und die Antwort "Unter Deck in Hängematten" kommt wie aus der Pistole geschossen.

Brigitte Hartmann, seit 20 Jahren Museumspädagogin im Domherrenhaus, hat am Dienstag unter dem Motto "Der Pirat Störtebeker" zur Sommerferienaktion eingeladen. Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren sind den Piratensagen einen Vormittag lang auf den Grund gegangen. "Woher kommt der seltsame Spitzname Störtebekers eigentlich?", fragt Hartmann. Sie nimmt einen Becher und kippt ihn um. Mit etwas Hilfe fällt schließlich das Stichwort "Stürz’ den Becher" – ein Name also, der aus dem Niederdeutschen abgeleitet wurde.

Nach dem Museumsrundgang sehen sich die Kinder den Störtebekerbrunnen und das Buntglasfenster im Dom an. Dieses soll Störtebeker als Wiedergutmachung für seine räuberischen Vergehen gespendet haben.

Als eine Geschichte vorgelesen wird, sind die kleinen Piraten keineswegs bloß unbeteiligte Zuhörer. Jeder bekommt eine Requisite und hält diese, sobald sie in der Geschichte genannt wird, in die Höhe. "Dadurch passt jeder auf wie ein Luchs", erzählt Hartmann.

Nach alter Piratentradition wird am Ende eine Flaschenpost in die Aller geworfen, die mit der Nachricht "Bitte im Domherrenhaus abgeben" und allen Namen versehen wurde. Als Souvenir für den Störtebeker-Vormittag entwirft zuletzt jedes Kind eine eigene Piratenflagge. Die Jungs sind sich am Ende einig: "Wir finden die Pistolen und die Kanonenrohre am interessantesten." Aber auch das Piratenschiff scheint den Nachwuchs fasziniert zu haben.

"Die Nachfrage war in diesem Jahr so groß, dass wir die Aktion im Herbst noch einmal anbieten werden", so Hartmann. Bei Interesse können auch Piratengeburtstage und weitere Schulprojekte im Domherrenhaus unter der Telefonnummer 04231/ 3238 oder 2169 gebucht werden .

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