Bremer Pferdesport-Festival Platz eins für Verdener Reiter als Kosaken

Verden·Bremen. Die Stallgemeinschaft des Verdener Schleppjagdreitvereins und Reitvereins Aller-Weser belegte am Sonntag beim Schauwettkampf im Rahmen des Bremer Pferdesport-Festivals erneut den ersten Platz.
01.03.2010, 08:00
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Platz eins für Verdener Reiter als Kosaken
Von Hans Ettemeyer

Verden·Bremen. Diesmal mischten sie die Bremer Arena als russische Kosaken auf: Die Stallgemeinschaft des Verdener Schleppjagdreitvereins und Reitvereins Aller-Weser belegte beim Schauwettkampf im Rahmen des Bremer Pferdesport-Festivals erneut den ersten Platz. Mit 'Moskau Moskau' überzeugten die Verdener sowohl die Jury als auch das Publikum, beide sprachen ihnen den Sieg zu.

'Total zufrieden und überglücklich', zeigte sich am Sonntag Hermann-Josef Albers. 'Es hat alles super geklappt', sagte der Reitlehrer, unter dessen Leitung das Schaubild einstudiert und vorgeführt wurde. Am Freitagabend war Albers als Dschingis Khan durch die ausverkaufte Arena in Bremen gewirbelt. Er wies den Reitern den Weg zu den einzelnen Hindernissen und peitschte gleichzeitig dem Publikum ein. Mit Erfolg: Angetrieben vom Ohrwurm 'Moskau Moskau' der Gruppe Dschingis Khan präsentierten die überwiegend jugendlichen Reiter eine zirkusreife Show und das Publikum klatschte rhythmisch Beifall, bis die Hände schmerzten.

Reise ins 16. Jahrhundert

'Moskau Moskau' führte die Zuschauer zurück ins 16. Jahrhundert, als sich die Kosaken in der südrussischen Steppe zu einem Reitervolk entwickelten. 'Die Idee dazu war mir im Herbst in Bremen gekommen', so Albers, 'da habe ich in der Sögestraße einen Kosakenchor singen gehört.'

Und so ritten und liefen die Verdener am Freitagabend als wilde Steppenreiter in die Halle ein. Die zehnjährige Sarah Bauer begrüßte das Publikum stehend auf einem Pferd im vollen Galopp, in der Hand hielt sie eine große Fahne mit den Insignien der beiden Reitvereine. Es folgte eine wagemutige Nummer nach der anderen. Höhepunkte waren der Ritt durch mehrere dreieinhalb Meter hohe Bögen, auf deren Spitze junge Fackelträger standen, und der Schlusssprung von einer Rampe. 'Den Sprung haben wir Schritt für Schritt eingeübt, damit sich die Pferde daran gewöhnen konnten', so Reitlehrer Albers.

150 Vereinsmitglieder wirkten bei 'Moskau Moskau' mit, darunter 16 jugendliche und sechs erwachsene Reiterinnen und Reiter. Seit November waren die einzelnen Elemente eingeübt worden. Das ganze Schaubild konnte wegen seiner Größe nur zweimal durchgeprobt werden, so Albers. 'Der Hannoveraner Verband hat uns dafür dankenswerterweise die Niedersachsenhalle zur Verfügung gestellt.' Wie schon bei anderen Schaubildern, gab es ein einheitliches Outfit, für das einige fleißige Vereinsfrauen gesorgt hatten. 'Damit hatten wir schon bei ?Bob der Baumeister?, ?Police Academy? und ?Easy Rider? Erfolg', so Albers.

Das Urteil der Jury war mit 99,60 Punkten eindeutig, der Phonwert des Publikums mit 104,50 ebenso. Auf Platz zwei kam der Reitclub Rosenberg (95,90 und 100,60).

Wer die Vorführung am Freitagabend verpasst hat, kann 'Moskau Moskau' möglicherweise beim Gala-Abend der Elite-Auktion Anfang April in der Niedersachsenhalle sehen. 'Anfragen gibt es auch schon aus Dortmund und Oldenburg', sagt Albers. Und nächstes Jahr? 'Da werden wir uns bestimmt wieder etwas Neues einfallen lassen', verspricht Albers.

Zu den 14 Teilnehmern des Schauwettkampfes gehörte auch der Reitverein Alte-Aller Langwedel-Daverden. Unter dem Motto 'Formel Pferd - Schumi comes back' hatte er die Rückkehr von Michael Schumacher in den Formel-1-Zirkus aufs Korn genommen. Von der Jury gab?s dafür Platz 8 (91 Punkte), vom Publikum Platz 5 (97,80 Phon).

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