Bremen

Politiker zeigen sich großzügig

Achim. Geld einsparen: Das hatte die Politik der Verwaltung im Fachbereich Soziales aufgetragen. Doch die Vorschläge, über die die Ratsmitglieder im jüngsten Ausschuss vor sich liegen hatten, gingen ihnen ganz offenbar ein Stück zu weit.
14.01.2017, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Tina Hayessen

Achim. Geld einsparen: Das hatte die Politik der Verwaltung im Fachbereich Soziales aufgetragen. Doch die Vorschläge, über die die Ratsmitglieder im jüngsten Ausschuss vor sich liegen hatten, gingen ihnen ganz offenbar ein Stück zu weit. Sie zeigten sich mehreren Institutionen und Projekten gegenüber großzügig. Viele der freiwilligen Geldgaben hatte die Verwaltung allerdings auch empfohlen. Zum Beispiel, dass der jährliche Zuschuss für die Achimer Tafel auf 5000 Euro erhöht wird. Bereits für das Jahr 2016 hatte man den Betrag, der sonst bei 4000 Euro lag, um 1000 Euro aufgestockt. Hintergrund ist unter anderem die Vielzahl an Kunden, die die Tafel hat. Gerade die Zahl der Asylbewerber, die sich hier für einen symbolischen Beitrag Essen abholen können, ist laut Verein gestiegen. Auch die Empfehlung, den jährlichen Beitrag für den Senioren- und Behindertenbeirat zu erhöhen, nahm der Ausschuss an. Statt 12 000 Euro soll es also 15 000 geben. Hierfür hatte der Beirat mehrere Gründe angegeben. Zunächst habe man in den vergangenen Jahren zwar deutlich Geld eingespart, musste einige Jahre aber im Minus abschließen. Zudem seien die Kosten für die Pflichtaufgaben – Sommerfahrten und Adventsfeiern – stetig gestiegen. So bleibe immer weniger für die freiwilligen Aktionen.

Den Verwaltungsvorschlag, statt zusätzlicher sechs, doch nur drei Vertretungskräfte für Kitas einzustellen, lehnte der Ausschuss ab. Also kommen voraussichtlich mehr Kräfte nach Achim, um Kinder zu betreuen, wenn Erzieher aus Krankheits- oder anderen Gründen ausfallen. Auch verminderte Ausgaben seitens der Stadt für gemeinsames Essen und sonstige Leistungen erteilten die Politiker eine Absage. Auch der Schulverein KARLA darf sich weiterhin über einen Zuschuss freuen.

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