Kriminalstatistik für den Landkreis Verden weist Aufklärungsquote von 61,09 Prozent im Jahr 2012 auf Präventionsarbeit zahlt sich aus

Verden. Mehr Wohnungseinbrüche, aber auch eine wesentlich höhere Quote an Ermittlungserfolgen als im Vorjahr hat die Polizeiinspektion Verden/Osterholz für 2012 zu verzeichnen. Lag diese 2011 noch bei 23,71 Prozent, konnten im vergangenen Jahr 40,09 Prozent aller Einbrüche aufgeklärt werden. "Es war ein erfolgreiches Jahr für uns, aber nichtsdestotrotz müssen wir weiterhin alles daran setzen, den Anstieg der Fälle zu stoppen", so Inspektionsleiter Uwe Jordan gestern bei der Präsentation der Kriminalstatistik.
06.03.2013, 05:00
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Von Julia Vogel

Verden. Mehr Wohnungseinbrüche, aber auch eine wesentlich höhere Quote an Ermittlungserfolgen als im Vorjahr hat die Polizeiinspektion Verden/Osterholz für 2012 zu verzeichnen. Lag diese 2011 noch bei 23,71 Prozent, konnten im vergangenen Jahr 40,09 Prozent aller Einbrüche aufgeklärt werden. "Es war ein erfolgreiches Jahr für uns, aber nichtsdestotrotz müssen wir weiterhin alles daran setzen, den Anstieg der Fälle zu stoppen", so Inspektionsleiter Uwe Jordan gestern bei der Präsentation der Kriminalstatistik.

Zu diesem Zweck wurde im vergangenen Juni ein spezielles Ermittlungsteam ins Leben gerufen, welches die Präventions- sowie Öffentlichkeitsarbeit in diesem Bereich intensivierte. Das wiederum führte zu vermehrten Hinweisen aus der Bevölkerung, die erheblich zur Aufklärung von Wohnungsdiebstählen beitrugen. "Die Ermittlungsgruppe arbeitet eng mit der Polizei in Bremen und anderen Dienststellen im Umland zusammen, außerdem wurden die Kontrollmaßnahmen erhöht", sagte Polizeirat Sebastian Zinke. Mit dieser Strategie sei man auf einem guten Weg, die Taten nach und nach wieder einzudämmen, erklärte er.

Derzeit sei jedoch noch kein Rückgang festzustellen, in der Stadt Verden musste die Polizei 2012 sogar 77 Einbrüche mehr als im Jahr zuvor notieren. "Gestohlen wird vor allem Schmuck oder Bares", erläuterte Zinke das Beuteschema der Täter. Die erhöhte Fallquote könne man nicht darauf zurückführen, dass die Bevölkerung leichtsinniger geworden sei oder ihr Eigentum heutzutage weniger schützen würde. "Es hat einfach eine Verschiebung der Diebstahlsdelikte stattgefunden", erklärte der Polizeirat. Wurden früher überwiegend Fahrräder sowie Teile von oder aus Autos entwendet, sei heute der Wohnungseinbruch für die Diebe die schnellste Art, an Geld zu kommen.

Mit einer Aufklärungsquote von 61,09 Prozent aller Kriminalfälle im Landkreis könne man aber mehr als zufrieden sein, betonte Uwe Jordan. Von den 9895 zur Anzeige gebrachten Straftaten konnte die Polizei in 6045 Fällen die Verursacher ermitteln. Vor allem die Anzahl der straffällig gewordenen Jugendlichen zeige einen deutlichen Rückgang, so Inspektionsleiter Jordan. Diese Entwicklung sei auch auf die gemeinsame Präventionsarbeit von Schulen und Polizei zurückzuführen. "Die Quote von 583 zur Anzeige gebrachten und von Minderjährigen verübten Taten ist der niedrigste Wert seit Jahren", erklärte der Kriminaldirektor.

Auch die Gewalt gegen Polizeibeamte wurde bei der Vorstellung der Kriminalstatistik thematisiert. Seit dem vergangenen Jahr kann man die Arten dieser Delikte nun detailliert auswerten und analysieren. "Zwar ist es schwer, Übergriffe von außen zu verhindern", sagte Jordan, "aber diejenigen Kollegen, die Opfer solcher Straftaten geworden sind, können jetzt intern besser und individuell betreut werden." Dadurch würden sie sich ein Stück weit aufgehobener fühlen und ihre Arbeit selbstbewusst und ohne Angst wieder aufnehmen können.

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