Landrat Peter Bohlmann verleiht Urkunde an Vorzeigeprojekt Rechtsfähigkeit für Dorfladen

Kirchlinteln-Otersen. Immer mehr Bürger engagieren sich in Selbsthilfe-Einrichtungen, gründen Energie-Genossenschaften, Einkaufsgemeinschaften oder einen Bürger-Dorfladen. "Für dieses Bürgerengagement ist die Rechtsform des wirtschaftlichen Vereins optimal und spart hohe Kosten", sagte jetzt Burchard Bösche aus Hamburg, der gemeinsam mit Landrat Peter Bohlmann den Dorfladen in Otersen besuchte. Bohlmann hatte dem neuen Dorfladen in Otersen per Urkunde die Rechtsfähigkeit verliehen.
08.09.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Steffen Lühning

Kirchlinteln-Otersen. Immer mehr Bürger engagieren sich in Selbsthilfe-Einrichtungen, gründen Energie-Genossenschaften, Einkaufsgemeinschaften oder einen Bürger-Dorfladen. "Für dieses Bürgerengagement ist die Rechtsform des wirtschaftlichen Vereins optimal und spart hohe Kosten", sagte jetzt Burchard Bösche aus Hamburg, der gemeinsam mit Landrat Peter Bohlmann den Dorfladen in Otersen besuchte. Bohlmann hatte dem neuen Dorfladen in Otersen per Urkunde die Rechtsfähigkeit verliehen.

Vor elf Jahren hatten die Oterser mit 70 Einwohnern und damals 103000 Mark Eigenkapital die erste Dorfladen-Gesellschaft als GbRmbH gegründet. Diese Rechtsform schien für die große Investition in einen eigenen, größeren Dorfladen mit Mehrgenerationen-Dorfcafé nicht mehr zweckmäßig und sicher genug zu sein. "Wir brauchten eine neue Rechtsform. Eine GmbH mit über 100 Gesellschaften sei aber nicht praktikabel, ein gemeinnütziger Verein wegen des Geschäftsbetriebes nicht möglich und eine eingetragene Genossenschaft für unser Bürgerengagement mit jährlichen Folgekosten von drei- bis fünftausend Euro zu teuer", erinnerte Dorfladen-Vorsitzender Günter Lühning an die Wahl der neuen Rechtsform im Frühjahr 2010. Der Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften (ZdK) in Hamburg habe mit seinen Steuerberatern und Rechtsanwälten einen genossenschaftlich organisierten wirtschaftlichen Verein empfohlen.

"Bei dieser Rechtsform ersparen sich engagierte Bürgergesellschaften jährlich mehrere tausend Euro für die Prüfung des Jahresabschlusses durch einen Genossenschaftsverband", betonte Bösche, Vorstandsvorsitzender des ZdK. "In einigen Bundesländern sind wirtschaftliche Vereine leider nur noch in der Land- und Forstwirtschaft zum Beispiel bei Forstbetriebsgemeinschaften anzutreffen", so Bösche. Günter Lühning, Dieter Bergstedt und Inka Prigge-Wursthorn bedankten sich beim ZdK-Chef aus Hamburg und bei Landrat Peter Bohlmann für die Unterstützung des Dorfladen-Projektes.

Der Landkreis Verden hatte im Frühjahr 2010 für die staatliche Verleihung der Rechtsfähigkeit für den Dorfladen Otersen gesorgt und ist jetzt auch als Aufsichtsbehörde zuständig.

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