Öffentliche Bauwerke werden vorzugsweise in den Ferien repariert und modernisiert / Bauantrag für Feuerwehr gestellt

Sanierung hat im Sommer Hochkonjunktur

Verden. An den zahlreichen öffentlichen Gebäuden der Stadt Verden, an Schulen und Kindergärten wird eigentlich in jedem Jahr etwas saniert, repariert oder umgebaut.
30.08.2016, 00:00
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Sanierung hat im Sommer Hochkonjunktur
Von Andreas Becker

Verden. An den zahlreichen öffentlichen Gebäuden der Stadt Verden, an Schulen und Kindergärten wird eigentlich in jedem Jahr etwas saniert, repariert oder umgebaut. Traditionell dienen die Sommermonate dazu, einen Großteil dieser Arbeiten umzusetzen. „Dann sind die Kinder in den Ferien, und damit stören die Arbeiten die Abläufe in den Einrichtungen nicht“, begründet Ralf Heinrich die Wahl des Zeitraums. So wurde in der Jahnsporthalle die Sicherheitsbeleuchtung erneuert, da sie teilweise defekt war. „Zum Teil sind keine Ersatzteile mehr zu bekommen, die Anlage war immerhin 20 Jahre alt“, sagt Heinrich, der bei der Stadt für die Bauunterhaltung und Sanierung zuständig ist.

Die Sicherheitsbeleuchtung springe im Falle eines Stromausfalls an und zeige etwa den Weg zum Notausgang an. Das Projekt kostete 40 000 Euro. Abgeschlossen seien auch Arbeiten in der Störtebeker-Schule, dort wurde der Wandanstrich erneuert, ein Raum für Hörgeschädigte hergerichtet und mit einem Schallschutz versehen – die Kosten liegen bei 20 000 bis 25 000 Euro. Gleich in mehreren Kindertagesstätten wurden in Gruppenräumen und Fluren die Bodenbeläge und Wandanstriche erneuert (Kosten 15 000 Euro). In der Kita Sachsenhain in Dauelsen wurde die Toilette aufgrund ihres Alters saniert und gleichzeitig mit einem Behinderten-WC ausgerüstet.

Im ehemaligen Scharfrichterhaus war das Dach des Turms nach 20 Jahren marode und musste komplett erneuert werden. Stellenweise wurden auch die Balken ersetzt. Kostenpunkt: 25 000 Euro. Bereits seit dem Frühjahr wird mit Unterbrechungen am historischen Rathaus repariert und vor allem gestrichen. Nachdem die Südfassade und der Haupteingang bereits fertig sind, wird zurzeit der Rathausturm herausgeputzt. „Das sind neben dem Anstrich vor allem Tischlerarbeiten an den Fenstern und sonstige Ausbesserungen, wo der Zahn der Zeit und vor allem die Witterungseinflüsse genagt haben“, beschreibt Heinrich die Arbeiten. Die Kosten hierfür liegen bei 60 000 Euro, nicht zuletzt, weil der Turm eingerüstet werden musste.

Im Herbst ist laut Ralf Heinrich geplant, den Aufzug im Jugendzentrum zu erneuern. Außerdem wird im Dorfgemeinschaftshaus Scharnhorst das Flachdach saniert und die Küche erneuert. Zudem bekommt der Mehrzweckraum einen neuen Fußboden. Im Dorfgemeinschaftshaus steht eine Sockelsanierung an einer Fachwerkwand an, und die Kapelle in Eitze bekommt ein neues Vordach. Moderner wird die Beleuchtung in der Stadtbibliothek, sie wird auf LED-Technik umgestellt. „Damit versprechen wir uns weniger Energieverbrauch und weniger Kohlendioxid-Emissionen“, erklärt Heinrich. Für die Bauunterhaltung steht dem Fachbereich pro Jahr etwas mehr als eine Million Euro zur Verfügung, im laufenden Jahr sind es wegen der zahlreichen Projekte 1,7 Millionen Euro. Im Neubaubereich, den Wolfgang Tobias leitet, steht als nächstes Großprojekt der Neubau der Feuerwehr Verden in der Lindhooper Straße an. Der Bauantrag sei eingereicht, berichtet Tobias. Möglichst noch in diesem Jahr soll der Abbruch der alten Tankstelle sowie der Häuser Lindhooper Straße 46 bis 48 über die Bühne gehen. Vorher müsse jedoch noch ein Schadstoffkataster erstellt werden. „Die Ergebnisse vom Erdreich haben wir schon, da haben wir keine Rückstände gefunden. Jetzt geht es um Schadstoffe im Mauerwerk“, so Tobias.

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