Scheune und Stall stehen in Flammen Sieben Wehren bekämpfen Dachstuhlbrand

Kirchlinteln-Hohenaverbergen. In Kirchlinteln-Hohenaverbergen haben am Dienstag ein Stall und eine Scheune gebrannt. Ein Großaufgebot der Feuerwehr hat den Brand letztlich unter Kontrolle gebracht.
20.07.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Sieben Wehren bekämpfen Dachstuhlbrand
Von Anke Landwehr

Kirchlinteln-Hohenaverbergen. Gustav Heinevetter trank gestern Nachmittag gerade eine Tasse Kaffee, als Nachbarn aufgeregt an die Haustür hämmerten. "Komm raus, komm raus, es brennt!" riefen sie. Der Rentner selbst hatte nicht mitbekommen, dass Scheune und Stall hinter seinem Haus an der Ortsdurchfahrt in Flammen standen.

Um 14.05 Uhr wurde Alarm gegeben. Als die Hohener Ortsfeuerwehr kurz darauf eintraf, brannte der Dachstuhl lichterloh und in voller Ausdehnung. Ortsbrandmeister und Einsatzleiter Olaf Zitelmann forderte umgehend Verstärkung an, weil sowohl das zum Grundstück gehörende Wohnhaus wie auch ein Nachbarhaus beinahe unmittelbar angrenzen.

Mit Luttum, Kirchlinteln, Neddenaverbergen, Otersen, Armsen und Verden waren schließlich sieben Ortsfeuerwehren mit zusammen 65 Kräften im Einsatz. Aus der Kreisstadt war außerdem die Drehleiter angefordert worden, deren Besatzung die Flammen von oben bekämpfte.

Die Feuerwehrleute setzten drei C-Rohre ein, um das Feuer zu löschen und die Wohnhäuser zu schützen. Drei Trupps mit schwerem Atemschutzgerät rückten in das Gebäudeinnere vor, ohne dort aber Leben retten zu müssen.

Der Gebäudekomplex besteht aus einer etwa einhundert Jahre alten Scheune, einem kleinen, erst vor drei Jahre fertiggestellten Anbau und einem Pferdestall mit fünf Boxen. Hier hat Heinevetter bis vor kurzem Trakehner gehalten. "Sie wären aber ohnehin auf der Weide gewesen", beruhigte sich Enkelin Sabrina Meyer, die erst am Vorabend aus dem Urlaub zurückgekehrt war und nun an der Seite ihres Großvater fassungslos auf die verkohlten Holzsparren blickte, die vom Dach übrig geblieben waren. Heinevetter hatte Stall, Scheune und Erweiterungsbau zusammen mit seinem Bruder eigenhändig in Schuss gebracht beziehungsweise auf- und ausgebaut. Auf dem Dachboden befanden sich noch Heu und Stroh. "Das brennt schnell", wunderte sich Sabrina Meyer nicht über die rasche Ausdehnung des Brandes.

Wie das Feuer entstanden sein könnte, konnten sich weder sie noch Heinevetter erklären. Auch die Brandermittler der Polizei zuckten die Schultern, nachdem sie ihre Arbeit gerade erst aufgenommen hatten. Zur Höhe des Sachschadens konnten sie ebenfalls noch keine Angaben machen.

Die Feuerwehren hatten den Brand nach etwa einer halben Stunde unter Kontrolle, die Löscharbeiten dauerten jedoch an. Vor Ort war auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Peter Schmidt aus Verden.

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