Veränderungen auch in Verden Sozialbehörde verliert 45 Stellen

Landkreis Verden. Das Land verschlankt seine Sozialbehörde. Bis 2014 sollen von den landesweit rund 800 Stellen in den sieben Standorten der ehemaligen Versorgungsämter 45 Vollzeitstellen wegfallen. Als erstes traf es die Behördenleiter, die alle abgezogen und mit neuen Aufgaben betraut wurden.
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Johannes Heeg

Landkreis Verden. Das Land verschlankt seine Sozialbehörde. Bis 2014 sollen von den landesweit rund 800 Stellen in den sieben Standorten der ehemaligen Versorgungsämter 45 Vollzeitstellen wegfallen. Als erstes traf es die Behördenleiter, die alle abgezogen und mit neuen Aufgaben betraut wurden.

Der einstige Verdener Außenstellenleiter Stephan Steyer ist nun Prozessvertreter seiner Behörde bei Sozial- und Verwaltungsgerichten, bestätigt Joachim Niepel, Pressesprecher der Landessozialbehörde. Seit 1. Oktober ist seine frühere Stellvertreterin Ute Städing Chefin der 90 Mitarbeiter in Verden, sie nennt sich 'Außenstellenvertretung'.

Die inneren Strukturen sollen optimiert werden, so Niepel, beispielsweise die Personalverwaltung. Die Einsparungen sollen über Altersabgänge erreicht werden. Er verspricht: 'Kein Mitarbeiter wird entlassen, versetzt oder herabgestuft.' Parallel zu dieser inneren Straffung werde aber überlegt, ob die Behörde Aufgaben an die Landkreise abgeben könnte. Beim Ministerium seien Arbeitsgruppen eingesetzt worden, die Vorschläge zur Kommunalisierung von Aufgaben machen sollen.

Genau dies bereite den Mitarbeitern Sorgen, so die Verdener Außenstellenvertreterin Städing: 'Das Schwerbehindertengesetz ist eine solche Aufgabe, die möglicherweise zur Disposition steht. 50 unserer 90 Bediensteten arbeiten in dem Bereich, in dem wir 13 Landkreise von Nienburg bis Cuxhaven betreuen. Da gibt es schon die Angst vor Versetzungen.'

Bernd Dannheisig, Chef des Sozialamts des Landkreises Verden: 'Wir wissen noch nichts Konkretes. Die Gespräche laufen zwischen Regierung und kommunalen Spitzenverbänden.'

Die Umrisse würden derzeit in Hannover gezeichnet, meinte er, die Bewertung werde wohl im Frühjahr 2011 folgen. Dannheisig kann sich grundsätzlich vorstellen, dass die Landkreise Aufgaben übernehmen: 'Viele Menschen hätten dann eine ortsnähere Betreuung.'

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+