Fußball Bezirkspokal Ab wann wird es attraktiv?

Auch die zweite Hauptrunde im Bezirkspokal wird von den meisten Teams als Testspiel angesehen.
26.07.2019, 17:59
Lesedauer: 3 Min
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Ab wann wird es attraktiv?
Von Patrick Hilmes

Vor der Qualifikationsrunde und der anschließenden ersten Hauptrunde um den Fußball-Bezirkspokal sind die Meinungen der Coaches einstimmig gewesen: In dieser frühen Phase besitze der Pokal lediglich Testspiel-Charakter. Nun sind diese beiden Runden Geschichte, das Feld ist bereits auf 32 Mannschaften ausgesiebt. Nun fehlt den Teams lediglich noch ein Sieg und sie stehen unter den letzten 16. Ein Pokal-Achtelfinale, das sollte doch eine gewisse Strahlkraft haben. Doch die Meinungen der Trainer haben sich nur minimal verändert. Die Attraktivität der zweiten Hauptrunde ist ebenfalls eine geringe.

„Das ist ein gutes Testspiel gegen einen guten Gegner für uns. Mehr muss man daraus nicht machen.“ So sieht Sven Zavelberg die anstehende Partie seines TSV Achim bei der SG Stinstedt. Für den Bezirksliga-Aufsteiger sei das Erreichen der zweiten Hauptrunde schon ein Erfolg und man spiele gegen einen attraktiven Gegner, keine Frage, doch es bleibe ein Testspiel. Und sollte dieses Testspiel gewonnen werden? Das würde an der Ansicht Zavelbergs nichts ändern, in ein mögliches Achtelfinale würde er mit derselben Einstellung gehen. „Dann würden wir gegen Hedendorf/Neukloster oder Ahlerstedt/Ottendorf spielen. Ahlerstedt wäre natürlich wieder ein attraktiver Gegner, doch auch das Achtelfinale wäre für mich weiter ein gutes Testspiel“, betont Zavelberg.

Beim FC Verden 04 sieht das schon etwas anders aus. Coach Frank Neubarth ist zwiegespalten: „Irgendwie ist es ein Testspiel, aber es ist auch ein Pflichtspiel und ein Derby. Man muss da ein bisschen einen Spagat vollziehen.“ Neubarth würde gerne weitere Dinge ausprobieren, jungen Spielern Erfahrungen verschaffen. Doch gleichzeitig will er auch nicht ausscheiden, er will mit dem FCV ins Achtelfinale, er will das Derby gegen den TSV Etelsen gewinnen. Er ist halt zwiegespalten.

„Es wäre schön, wenn solche Spiele in der Saison stattfinden würden. Die Leute sind noch im Urlaub oder kommen gerade wieder oder fahren gerade in den Urlaub oder sind verletzt. Es ist ein Hin und Her.“ Wenn die Vorbereitung abgeschlossen wäre, „wenn wir auf einem guten Level wären“, ja dann wäre auch Frank Neubarth gänzlich vom Pokal angetan. So muss er gegen Etelsen mit Maximilian Schulwitz, Thomas Celik und Jonas Austermann auf ein Offensiv-Trio verzichten, was ihn schmerzt. „Aber wir müssen dennoch unser Spiel durchbringen, selber investieren und aktiv sein“, betont Frank Neubarth trotz des Spagats.

Sein Pendant auf Etelser Seite ist da schon einen Schritt weiter. Nils Goerdel sieht die Partie gegen Verden nicht mehr als Testspiel an: „Es wird Runde für Runde attraktiver. Klar probiert man hier und da mal was aus, aber wir nehmen das sehr ernst, ansonsten bräuchte man im Pokal auch gar nicht antreten.“ Für Goerdel stimmen langsam aber sicher alle Komponenten für ein attraktives Pokalspiel. Punkt eins: Seine Mannschaft sei mittlerweile in der vierten Woche der Vorbereitung. „Da ist diese Partie eine sehr gute Standortbestimmung.“ Punkt zwei: Der Gegner ist ein sehr attraktiver. „Diese Partie besitzt sicherlich auch eine gewisse Anziehungskraft und wird daher einige Zuschauer zu uns locken.“ Punkt drei: Es winkt das Achtelfinale. Und das will Nils Goerdel mit seiner Truppe erreichen. Verzichten muss er allerdings auf Justin Gericke, Jan-Luca Lange, Christopher Petzold und Emrullah Gülalan.

Ähnlich wie Goerdel geht auch Daniel Mathies in die Begegnung der zweiten Hauptrunde. Der Coach des Bezirksliga-Aufsteigers TV Sottrum empfängt mit seiner Truppe den ASC Cranz-Estebrügge. „Der Pokal ist ein attraktiver Wettbewerb und er liegt uns“, sagt Mathies. In den vergangenen Jahren stand der TVS oftmals im Kreispokalfinale, diesmal geht es eine Klasse höher zu Werke. Und genau das reizt den Coach. „Wir spielen gegen eine Mannschaft, gegen die wir nicht im Alltag spielen und die sich auf einem Level mit dem TSV Etelsen befindet. Aus solchen Spielen kann man viel rausziehen.“ Das bedeute aber nicht, dass Sottrum lediglich die Form überprüfen will, Mathies will mit seiner Truppe ins Achtelfinale.

Alle Partien der zweiten Hauptrunde werden am Sonntag um 15 Uhr angepfiffen. Die Ausnahme ist die Partie des TSV Ottersberg gegen den Rotenburger SV. Das Wümmederby findet erst am Mittwoch (19.15 Uhr) statt.

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