Fußball 1. Kreisklasse Defensivtaktik des SV Wahnebergen geht nicht auf

Der Tabellenführer SV Baden schenkt dem SV Wahnebergen gleich zwölf Tore ein. Währenddessen verliert der SVV Hülsen II erneut.
28.10.2019, 13:04
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Von Andreas Ballscheidt

Die Reserve des SV Vorwärts Hülsen wartet in der 1. Fußball-Kreisklasse weiter auf ihren ersten Saisonsieg. Das Team von Koray Vurus unterlag dem TSV Fischerhude-Quelkhorn II und hat als Tabellenletzter fürs Erste den Anschluss zum rettenden Ufer verloren. Schwere Zeiten stehen auch dem SV Wahnebergen bevor, der gegen Spitzenreiter SV Baden keine Chance hatte und seine sechste Niederlage in Serie bezog.

SVV Hülsen II – TSV Fischerhude-Quelkhorn II 2:3 (0:2): Die zehnte Saisonpleite des SVV war unnötig. So jedenfalls sah es Coach Vurus, der nach der Halbzeit mit Mohammad Jamel Al Faouri einen frischen Offensivspieler einwechselte, der sofort stach. Al Faouri markierte nach Freistoßflanke von Kapitän Julian Mayer per Kopfball den Treffer zum 1:2-Anschluss und läutete damit die Aufholjagd ein. Doch so sehr sich die Mannschaft aus dem Südkreis auch bemühte, die Wende zum Positiven wollte sich auch gegen Fischerhude nicht einstellen. „Wenn man unten steht, hat man einfach nicht das erforderliche Quäntchen Glück“, stellte Vurus fest. Nur zehn Minuten nach dem Anschlusstor setzte sich Fischerhudes eingewechselter Kilian Grimm mit einem Alleingang durch und brachte die Elf von der Wümme mit 3:1 in Führung. „Trotz des Rückschlages gab sich meine Mannschaft nicht auf. Daher muss ich ihr ein großes Lob aussprechen und wir dürfen auch in der Zukunft an den Klassenerhalt glauben“, zeigte sich Hülsens Übungsleiter optimistisch. Die Schützlinge von Vurus dominierten das Geschehen auf dem Platz nach dem 1:3. Allerdings auch aus dem Grund, weil sich die Gäste weit zurückzogen. Der SVV spielte aber nicht zielstrebig genug nach vorn, sodass zwingende Torchancen rar waren. Dennoch hätte es fast zu einem Remis für die Vurus-Elf gereicht: Fünf Minuten vor Schluss erzielte Kai Müller den Treffer zum 2:3. Die Hausherren warfen danach alles nach vorne. „Eine zwingende Chance hatten wir in den letzten Minuten aber nicht mehr“, sagte Vurus. Vor der Halbzeit hatte Fischerhude das deutlich bessere Spiel gezeigt, agierte überlegen und zeigte auf, dass die Mannschaft auf dem Weg nach oben in der Tabelle ist. Durch die Treffer von Lovis Koch, nach dessen Flanke sich der Ball unhaltbar für Keeper Tim Gottschalk im Tor senkte (8.), und dem Treffer von Leon Sammann nach einer halben Stunde war der Grundstein zum sechsten Sieg in Serie für Fischerhude früh gelegt.

SV Wahnebergen – SV Baden 1:12 (1:8): Schon vor dem Anpfiff hatte SVW-Trainer Jörg Behrens seine Mannschaft vor der Offensive des SVB gewarnt. „Wir wollten hinten sicher stehen und so lange wie möglich die Null halten“, verriet Behrens seine Taktik. Die Hintermannschaft der Gastgeber bestand aus einer Sechserkette mit zwei defensiven Mittelfeldspielern davor. Genutzt hatte es dem Team aus dem Südkreis aber nichts, denn schon nach sieben Minuten fand Luca Buchwitz eine Lücke und markierte das 1:0 für die Gäste. Nach dem Tor hatten die Männer von Behrens ihre stärkste Phase. Sie spielten nun flott mit dem Tabellenführer mit und besaßen ein paar gute Chancen zum Ausgleich. Eine davon nutzte Christopher Stötzel (15.). Die Wahneberger hatten die Rechnung allerdings ohne die erfolgsverwöhnten Badener gemacht. Immer wieder belagerten die Spieler von Tim Schwentke, Enrico Grüpmeier und Ralf Friedrichs den Strafraum des Tabellenvorletzten. Dabei fanden die Badener auch die Lücken, die sie suchten und kamen noch vor der Halbzeit zu einem 8:1. Die Tore erzielten Erdal Yüksel (16./34./42.), Denis Rogosin (20.), Ogün Murat (27./44.) und Marvin Louis (29.). Nach dem Seitenwechsel spielten die Badener nicht mehr so effektiv und erlaubten sich beim Torabschluss ungewohnte Schwächen. Sie kamen aber dennoch zu vier weiteren Toren, die Veli Bostan (47./82.) und Samethan Akkurt (52./72.) erzielten. „Wir müssen dieses Spiel schnell vergessen und jetzt unsere Kräfte bündeln, um noch vor der Winterpause die Abstiegsränge zu verlassen“, hofft Behrens auf bessere Tage.

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