Fußball

Die wilde 13

Die Kreisliga geht in der Saison 2019/2020 mit einem kleineren Feld an den Start. um Tore und Punkte kämpfen in den kommenden Monaten 13 Mannschaften.
10.08.2019, 14:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Andreas Ballscheidt

Landkreis Verden. Die Saisonvorbereitung ist abgeschlossen. Ab Sonntag rollt der Ball auch in der Fußball-Kreisliga wieder. 13 Mannschaften streiten sich um Punkte und Tore. Die Gründe für das recht kleine Starterfeld: In der Vorsaison gab es keinen kreisverdener Absteiger aus der Bezirksliga, zudem wurde kein dritter Aufsteiger aus der 1. Kreisklasse zugelassen. Dennoch gab es wieder einmal einige Veränderungen: Vier Vereine wechselten den Trainer und mit dem TSV Bassen II und dem TSV Otterstedt spielen zwei neue Teams im Oberhaus des Kreisverbandes Verden.

Beim Aufsteiger Otterstedt versuchten sich in den letzten Jahren zahlreiche Trainer. So richtig erfolgreich war dabei häufig keiner. Erst als Claas Bahrenburg das Team in der vergangenen Serie unter seine Fittiche nahm, zeigte die Mannschaft was in ihr steckt. Der ruhige und sachliche Coach fand die richtigen Worte und erreichte als Vizemeister auf Anhieb den Aufstieg. „Wir hatten allerdings einige Zeit überlegt, ob wir tatsächlich das Wagnis Kreisliga angehen sollen. Nun haben wir uns dazu entschlossen, die Herausforderung anzunehmen und wollen natürlich auch bestehen“, kündigt Bahrenburg an, dessen Team im Wesentlichen zusammen blieb. „Unsere erste Aufgabe ist es, uns an das höhere Tempo zu gewöhnen und die ersten Aufgaben erfolgreich zu bestehen, um uns ein Punktepolster zu verschaffen.“

Wie man erfolgreich spielt, hat die Mannschaft im Pokal gegen Klassenpartner TSV Etelsen II beim 3:1-Sieg gezeigt. Unter den Zugängen des TSV Otterstedt ist der schnelle Christopher Litke, der vom Bezirksliga-Aufsteiger TV Sottrum den Weg zurück nach Otterstedt fand und zukünftig für die nötige Sicherheit in der Abwehr sorgen soll. Mit Christian Hennings hat Bahrenburg einen Stürmer gehalten, der sich in der vergangenen Serie die Torjägerkanone mit dem Badener Erdal Yüksel teilte. Beide brachten es in der 1. Kreisklasse auf 23 Treffer.

Für den TSV Bassen II lief die vergangene Saison wie am Schnürchen. Das Team von Marius Wagener holte sich nicht nur die Meisterschaft in der 1. Kreisklasse sondern gewann auch den Kreispokal. „Es war eine traumhafte Saison“, schwärmt Wagener noch heute. Doch nun gilt es, nach vorne zu schauen. Vor der Zukunft hat Bassens Coach jedoch keine Angst. „Unser Team blieb zusammen. Auch unsere Routiniers Volker Henke und Yasar Gerken hängen noch ein Jahr dran. Mit Maximilian Behrens haben wir einen echten Knipser für den Angriff gewonnen“, schwärmt Wagener über seinen Zugang. Der Trainer setzt besonders auf das große Kämpferherz seiner Spieler, die nie eine Partie verloren geben. „Wenn wir weiter mit unserer Einsatzbereitschaft spielen und alle an einem Strang ziehen, bin ich mir sicher, dass wir einen Platz im Mittelfeld erreichen. Auf Spieler der Bezirksligamannschaft will Wagener nicht setzen: „Wir haben unseren Kader und der ist stark genug.“

Eine schwierige Saison hat die Reserve des TB Uphusen vor sich. Den Trainern Ingo Reich und Mirko Kappmeier steht nur noch ein Rumpfteam aus dem Vorjahr zur Verfügung. Mehr als ein Dutzend Spieler haben den Klub verlassen. Einige davon sehr kurzfristig. „Unsere erste Aufgabe war es, ein schlagfertiges Team auf die Beine zu stellen“, sagt Kappmeyer, der gemeinsam mit Reich ins zweite Trainerjahr beim TBU geht. Aus dem Oberliga-Kader erhalten die beiden Übungsleiter keine Spieler. „Wenn wir knapp an Personal sind, wenden wir uns an die Dritte oder an die A-Junioren“, verrät Kappmeyer, dessen Ziel der Klassenverbleib ist. Eine frohe Botschaft hat Kappmeyer allerdings auch. Nach langer Pause hat sich Jesper Ahrens entschlossen, wieder seine Stiefel zu schnüren. „Er ist ein super Keeper, der sicher für positive Schlagzeilen sorgen wird.“

Beim TSV Uesen träumt man vor dem Saisonstart von der Rückkehr in die Bezirksliga. Allerdings gibt Coach Benjamin Nelle den Aufstieg nicht als Saisonziel aus. Für ihn ist es wichtiger, dass die Mannschaft Spaß am Spiel hat und den Zuschauern eine gute Leistung bietet. „Wir haben nicht den Druck aufzusteigen“, verrät Nelle, der mit Mirko Duhn einen ganz wichtigen Spieler verliert. Der 28-jährige Duhn will es noch einmal wissen und wechselte in die Bezirksliga zum TSV Etelsen. Mit den Brüdern Hasan und Okan Sagir hat Nelle zwei Spieler vom FC Union 60 Bremen gewonnen, die sich erst noch ins eingespielte Team der Rot-Weißen integrieren müssen.

Zu den ersten Anwärtern auf den Titel gehört der FC Verden 04 II, der zuletzt hinter dem TSV Achim Vizemeister wurde. Oliver Rozehnal steht aber keinesfalls in der Pflicht, mit der Mannschaft aufzusteigen. Dennoch ist es das Ziel des ehrgeizigen Trainers, ganz oben dabei zu sein. Die Verdener haben sich mit mehreren etablierten Spielern wie Hauke Kruse, Julian Gürlich (TSV Dauelsen) und Dennis Neumann (SVV Hülsen) verstärkt. Die Landesliga-Reserve hatte allerdings im Pokal Probleme gegen den Borsteler FC (2. Kreisklasse), um überhaupt ihren Rhythmus zu finden und gewann nur knapp. „Wir haben auch einige wichtige Spieler, wie Tim Becker und Nicolas Brunken, die nur noch Altherren spielen wollen, verloren. Ich bin aber sicher, dass wir eine gute Elf besitzen und vorne dabei sein werden. Was am Ende rauskommt wird man sehen“, sagt Oliver Rozehnal.

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