Fußball Kreisliga

Eine verhängnisvolle Grätsche für Hönisch

Der SV Hönisch vergibt aufgrund eines Eigentores kurz vor Schluss den Sieg gegen den TV Oyten II und auch die Partie FC Verden 04 II gegen TSV Brunsbrock endete unentschieden.
28.10.2019, 14:13
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Von Andreas Ballscheidt
Eine verhängnisvolle Grätsche für Hönisch

Til Kastens (links) und der TV Oyten II machten gegen Osman Yildiz und den SV Hönisch einen 0:2-Rückstand wett.

Björn Hake

Bitteres Remis für den SV Hönisch in der Fußball-Kreisliga: Ein unglückliches Eigentor von Philipp Zehl in der 88. Minute hat einen möglichen Sieg des SVH gegen die Reserve des TV Oyten verhindert. Unentschieden hieß es auch in der Partie FC Verden 04 II gegen TSV Brunsbrock. Es war sogar ein torloses, obwohl die Zuschauer am Hubertushain viele Tormöglichkeiten für beide Mannschaften zu sehen bekamen.

SV Hönisch - TV Oyten II 2:2 (1:0): Beim SVH läuft es in dieser Serie noch längst nicht so, wie es sich Trainer Ricardo Seidel vorstellt. Die vorhandene Misere mit dem enttäuschenden Rang zehn der ersten Elf des SVH hat aber auch einen Grund: Seidel stehen seit Wochen nur noch wenige Spieler aus seiner Stammformation zur Verfügung. Der Coach muss von Spiel zu Spiel improvisieren. Neben der Personalmisere beklagt er auch eine gehörige Portion Pech, die dazu führte, dass seine Mannschaft den letzten Erfolg am 11. September beim 4:0 gegen Uphusen II feierte. Inzwischen hat der SVH seit sechs Spielen nicht mehr gewonnen.„Natürlich wussten wir schon zu Beginn dieser Saison, dass es nicht einfach sein wird. Aber im Moment läuft auch vieles gegen uns“, sagt Seidel. Insbesondere ist das Fehlen von Stürmer Moritz Ackermann, der nach seinem zweiten Kreuzbandriss auf Eis gelegt ist und im Jahr 2019 wohl keine Einsatzminute mehr haben wird, schwer zu verkraften. Auch das Fehlen von Spielgestalter Tristan Schmidt, der sich wegen seines Studiums gerade in Spanien aufhält, ist nicht einfach für den Verdener Vorortklub zu kompensieren.

Dennoch fing das Spiel gegen den TVO II, der nach seiner Serie von vier Spielen ohne Niederlage nicht mehr zum Kreis der Abstiegskandidaten gehört, gut an. Der SVH bestimmte das Geschehen auf dem Platz und erarbeitete sich auch Chancen. Die letzte Konsequenz fehlte jedoch zunächst. Entweder wurde zu lange mit dem Abschluss gezögert oder aber Oytens Keeper Leon Meyer war zur Stelle. In der 25. Minute durften Seidel und die Anhänger des SVH erstmals jubeln: Felix Hellwinkel setzte sich auf der linken Außenposition durch und überwand Meyer mit einem präzisen Flachschuss in die kurze Ecke zum 1:0. Die Elf von Seidel arbeitete am zweiten Treffer, der wollte aber bis zum Halbzeitpfiff nicht fallen. Kurz nach dem Seitenwechsel war es dann soweit: Wieder war Hellwinkel zur Stelle und markierte die Höhnischer 2:0-Führung (46.). Es schien nun so, als sollte die Durststrecke des SVH beendet sein. Die Gäste, die zuletzt mehrfach bewiesen hatten, dass sie zu kämpfen verstehen und mit einem Rückstand umgehen können, fanden aber ins Spiel zurück. Nach einer Stunde beförderte Torjäger Mario Sonntag den Ball in den Kasten der Gastgeber. In der Schlussphase drängten die Oytener auf den Ausgleich, der ihnen gelang, als Paul Zehl den Ball mit einer Grätsche an seinem herauseilenden Keeper Marvin Meyer vorbei in den eigenen Kasten schob (88.). „Wir hatten mehr Spielanteile und Chancen als Oyten, dennoch langte es erneut nicht für einen Sieg“, war Seidel enttäuscht.

FC Verden 04 II - TSV Brunsbrock 0:0: „Die Partie hätte auch 4:4 ausgehen können“, sprach FC-Coach Oliver Rozehnal von einem Spiel mit vielen vergebenen Chancen. Erst kurz vor der Partie musste Rozehnal mit Finn Austermann einen zentralen Spieler abgeben. Coach Frank Neubarth vom Verdener Landesliga-Team hatte Austermann angefordert und auch beim SV Ahlerstedt/Ottendorf von Beginn an eingesetzt. Austermann war auch erfolgreich, ihm gelang nach knapp einer Stunde der Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 bei der 2:4-Niederlage. Aber auch Rozehnal hätte den Mittelfeldmann mit Torjägerqualitäten gut gebrauchen können.

Vor der Pause stellte der FCV das bessere Team. Am Strafraum der Roten Teufel lief allerdings nicht viel zusammen, sodass es zu keiner nennenswerten Tormöglichkeit für Verden kam. Aber auch die Roten Teufel hatten nur eine Chance, die Andre Schreiber nicht zum Führungstor nutzte. In Durchgang zwei ging es hin und her. „Wir hatten nun mehrere Hochkaräter“, erzählte Rozehnal, der nach einer Stunde den Torschrei auf den Lippen hatte. Benedikt Hansemann lief frei auf Brunsbrocks Keeper Sebastian Grimm zu. In letzter Konsequenz scheiterte Hansemann aber und schob den Ball knapp am Pfosten vorbei. Auch Malte Kalski (80.), sowie der eingewechselte Nico Bochinski schafften es nicht, einen Treffer für Verden zu erzielen. Sowohl Kalski als auch Bochinski standen frei vor Hansemann, der jeweils mit tollen Paraden abwehrte. Aber auch die Roten Teufel hatten ihre Chancen zum Sieg nach der Halbzeit. Besonders der starke Mathis Tietje und Schreiber ließen Möglichkeiten für die Elf von Henning Meyer aus. „Leider sind wir im Moment nach vorne zu harmlos. Aber wir wollen unser Konzept mit den jungen Spielern weiter durchziehen und da benötigen wir auch ein gewisses Maß an Geduld“, betonte Rozehnal, dessen Team nach dem 0:0 in Thedinghausen erneut ohne Treffer blieb.

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