Fußball-Landesliga

Ein Trio auf verschiedenen Wegen

Hinter dem TSV Etelsen, FC Verden 04 und TSV Ottersberg liegen zwar nur wenige Spiele . Die Wochen, in denen der Ball rollte, waren aber ereignisreich.
03.12.2020, 19:00
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Ein Trio auf verschiedenen Wegen
Von Florian Cordes

Wann die Fußballer wieder die Plätze betreten dürfen, ist vollkommen offen. Wie es in den Ligen weitergehen soll, wurde ebenfalls noch nicht geklärt. Somit schweben auch die drei Landesliga-Teams aus dem Landkreis Verden derzeit im Ungewissen. Vor dem Stopp des Spielbetriebs haben der TSV Ottersberg, FC Verden 04 und der TSV Etelsen in dieser ungewöhnlichen Saison durchaus ereignisreiche Wochen erlebt. Ein Blick zurück auf das bisher Geschehene in den beiden Staffeln der Landesliga Lüneburg:

Vom Virus ausgebremst

Elf Spieler stehen beim Anpfiff für eine Mannschaft auf dem Platz. Die Zahl Elf hatte für den FC Verden 04 im Herbst eine weitere Bedeutung. Elf Spieler der Reiterstädter hatten sich mit dem Coronavirus infiziert. Die logische Folge: Der FCV musste einige Zeit mit dem Training aussetzen, konnte nicht zu seinen Spielen antreten und hat demnach erst fünf Partien absolviert. Mit einem 2:2 gegen den VfL Westercelle kam der FCV aus der Quarantäne zurück. Es war das erste Unentschieden der Verdener. Hinzu kamen zwei Heimniederlagen sowie zwei Auswärtssiege. Die Bilanz fällt durchwachsen aus.

Allerdings hatten die Verdener auch gezeigt, was sie imstande sind zu leisten. Beim aktuellen Tabellenführer der Staffel 1, dem MTV Treubund Lüneburg, gewann Verden mit 2:0. Auch wegen diesem Resultat ist die Aufstiegsrunde für Verden in Reichweite. Obwohl derzeit viel Ungewissheit herrscht, haben sie am Hubertushain die Zukunft längst im Blick: Der Verein nutzte die aktuelle Zwangspause, um mit Coach Frank Neubarth und seinem Trainerteam die Verträge zu verlängern.

Aufsteiger mischt vorne mit

Ein Spiel und drei Punkte mehr auf dem Konto haben derzeit die Schlossparkkicker. Der TSV Etelsen überzeugte nach seiner Rückkehr in die Landesliga. Das Erreichen der Aufstiegsrunde ist für die Blau-Weißen möglich. Dabei sah es vor dem Saisonstart personell düster aus. Ein Testspiel hatte ausgereicht, um die gute Stimmung beim Aufsteiger kippen zu lassen. In dieser Partie traf der TSV auf den TB Uphusen. Der Landesligist gewann zwar mit 2:1, verlor mit Bastian Reiners und Timo Schöning aber zwei Topstürmer. Bereits einige Wochen vor den Verletzungen der beiden Offensivspieler hatte sich Christian Heusmann einen Kreuzbandrisse zugezogen. Von der Aufstiegsrunde wollte Trainer Nils Goerdel nicht mehr reden.

Den Schlossparkkickern gelang es kurz vor dem Saisonstart jedoch, David Airich von einem Engagement in Etelsen zu überzeugen. Trotz der Ausfälle mischt der Aufsteiger in der Staffel 1 vorne mit. Zehn Punkte und Platz drei sind wohl mehr, als Trainer Nils Goerdel nach den Hiobsbotschaften vor dem Landesliga-Auftakt erwartet hatte. Wobei die große Torgefahr bislang nicht von den Schlossparkkickern ausgeht. Bisher hat die Mannschaft acht Tore erzielt. Allein fünf davon gelangen der Goerdel-Elf gegen den TSV Gellersen.

Nur ein Sieg aus sieben Spielen

Eine gute Vorbereitung garantiert noch keine gute Saison. Das hat der TSV Ottersberg am eigenen Leib zu spüren bekommen. Sieben Begegnungen haben die von Jan Fitschen trainierten Wümmekicker während der Testspielphase absolviert. Keines dieser Spiele verloren die Ottersberger. Fünf Testbegegnungen gewann die Fitschen-Elf, die im Gegensatz zu Etelsen und Verden der Staffel 2 der Landesliga Lüneburg angehört. Allerdings kennt der Trainer seine Mannschaft gut – sehr gut sogar. Bereits vor dem ersten Pflichtspiel hatte Fitschen davor gewarnt, nach der guten Vorbereitung in große Euphorie zu verfallen.

Die Warnung fand zunächst auch noch Gehör. Zwar verloren die Ottersberger das turbulente Auftaktspiel gegen Bornreihe (1:2), holten anschließend aber vier Punkte. Das Problem war anschließend: In den folgenden vier Partien holten die Wümmekicker nur noch einen Zähler. Oft stand sich die Fitschen-Elf selbst im Weg. Für gute Leistungen belohnten sich die Ottersberger zu selten. Und so finden sie sich in der acht Teams umfassenden Staffel 2 auf dem siebten Rang wieder.

Sollte sich die Staffelleitung der Landesliga dafür entscheiden, dass nur eine Halbserie der Qualifikationsrunde gewertet wird, muss sich der TSV Ottersberg zum Re-Start der Saison wohl mit der Teilnahme an der Abstiegsrunde anfreunden.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+