Fußball-Kreisliga

Langwedels Reserve trotzt der Personalnot

Der FSV Langwedel-Völkersen II hat dem TSV Uesen ein Remis abgeknöpft. Die Reserve des TSV Fischerhude-Quelkhorn ging dagegen gegen den SV Hönisch unter.
21.09.2020, 12:58
Lesedauer: 3 Min
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Von Andreas Ballscheidt
Langwedels Reserve trotzt der Personalnot

Ein umkämpftes Duell lieferten sich der FSV Langwedel-Völkersen II (weiße Trikots) und der TSV Uesen. Die Partie fand keinen Sieger.

Björn Hake

Trotz großer Personalnot hat die Reserve des FSV Langwedel-Völkersen dem TSV Uesen alles abverlangt und sich einen Punkt beim torlosen Unentschieden verdient. Seinen ersten Saisonsieg in der Fußball-Kreisliga feierte am dritten Spieltag der SV Hönisch. Die Mannschaft von Ricardo Seidel setzte sich an der Wümme beim TSV Fischerhude-Quelkhorn II deutlich durch, während der Aufsteiger weiter auf seinen ersten Punktgewinn wartet.

FSV Langwedel-Völkersen II - TSV Uesen 0:0: Igor Litau hatte keine leichte Aufgabe. Der Assistent von Coach Sascha Lindhorst musste gegen Uesen das Team coachen, weil der Trainer privat verhindert war. Schwierig wurde die Aufgabe dadurch, dass Stammspieler wie Janek Kamermann, Nick Edelberg, Maik Engberts und Bastian Heimbruch fehlten. Dafür gab der junge Hauke Storjohann sein Debüt in der Mannschaft und zeigte auf der linken Abwehrseite auf, dass er das Potenzial hat, um in der Kreisliga zu bestehen. Erstmals in der FSV-Startelf war Luka Müller, der als zentraler Mittelfeldspieler agierte und mit seiner umsichtigen Spielweise und großen Laufbereitschaft zu gefallen wusste. Die komplett ausgefallene Langwedeler Innenverteidigung wurde durch Sören Grimm und Alexander Krillow ersetzt. Beide arbeiteten so gut, dass Keeper Kai Sedlasek nur wenig Arbeit bekam. „Litau und ich haben die Mannschaft komplett umgekrempelt. Alle aufgebotenen Spieler lösten ihre Aufgabe gegen einen starken Gegner vorbildlich und hätten sich am Ende sogar mit einem Dreier belohnen können. Aber wir wollen nicht hadern und sind auch mit dem einen Punkt sehr zufrieden“, bilanzierte Sascha Lindhorst, der sich von Litau Informationen zum Spiel zukommen ließ. Die beste Tormöglichkeit der Begegnung besaß Timo Engberts nach einer halben Stunde, als er mit einem Distanzschuss Pech hatte und das von ihm abgefeuerte Leder vom Torpfosten der Uesener zurück ins Feld flog. Somit blieb es bei einem torlosen Remis.

TSV Fischerhude-Quelkhorn II - SV Hönisch 1:5 (0:1): „Leider erwischten wir einen rabenschwarzen Tag. Wir haben daher auch eine verdiente Niederlage gegen einen gut aufspielenden SV Hönisch bezogen“, sagte TSV-Coach Reiner Seeger, der zur Halbzeit noch insgeheim mit einem Zähler spekulierte, weil sein Team nur 0:1 zurück lag. Doch der Aufsteiger fand auch in den zweiten 45 Minuten nicht zu seinem Rhythmus und musste sich innerhalb einer Viertelstunde vier Gegentreffer gefallen lassen, die den SVH auf die Siegerstraße brachten. Es begann für die Heimelf äußerst schlecht. Schon nach drei Minuten unterlief Innenverteidiger Symon Jürgensen ein haarsträubender Fehler, den Felix Hellwinkel eiskalt zum Führungstreffer der Gäste nutzte. „Das Tor weckte uns irgendwie auf, denn wir nahmen nun das Heft in die Hand und hatten deutlich mehr Ballbesitz als der SVH“, sah Seeger seine Mannen im Vorteil. Genutzt hatte es allerdings nichts, denn die Chancen, die allen voran Pascal Schubert bei Freistößen und Fabian Dreppenstedt, der nach einer guten halben Stunde per Kopf eine gute Torgelegenheit besaß, wurden nicht verwertet. Auch nach Wiederbeginn sah es nicht so aus, als sollte der SVH einen Kantersieg an der Wümme feiern. Beide Teams agierten aus einer dicht gestaffelten Abwehr und ließen zunächst nichts zu. Als sich Moritz Ackermann den Ball nach gut einer Stunde schnappte und ihn aus der Distanz zum 2:0 für den SVH auf den Kasten von Keeper Felix Tümmel abfeuerte, war die Vorentscheidung gefallen (62.). Nur fünf Minuten später stand es 0:3. Fischerhuder Unglücksrabe war erneut Innenverteidiger Knospe, der sich ein überflüssiges Foul am Strafraum erlaubte. Den direkten Freistoß nutzte Hellwinkel zu seinem zweiten Treffer und gleichzeitigem 0:3. Das 0:4 schoss Alper Dogru (74.) und das 0:5 ging auf das Konto von Pascal Seedorf (77.), der eine Minute zuvor für Hellwinkel eingewechselt wurde. Aber auch dem Team von Seeger gelang noch ein Treffer. Es war das Ehrentor durch Symon Jürgensen zum 1:5 in der 80. Minute. „Wir müssen noch viel lernen. Besonders dürfen wir nicht jede Entscheidung des Schiedsrichters kommentieren“, erwartet Seeger am kommenden Sonntag beim TB Uphusen II eine konstantere Leistung, die mit dem ersten Saisonpunkt belohnt werden soll.

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