Handball HVN hält an Re-Start im März fest

Der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) hakt die Saison trotz verschärfter Corona-Maßnahmen nicht ab, sondern hält an den Planungen für einen Re-Start im März grundsätzlich fest.
24.01.2021, 14:15
Lesedauer: 2 Min
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HVN hält an Re-Start im März fest
Von Maurice Reding

Das Präsidium des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN) und die Vorsitzenden der Gliederungen stochern auf der Suche nach konkreten Terminen für eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebes weiter im Dunkeln. Einigkeit herrsche darüber, „möglichst schnell wieder den Ball in die Hand zu nehmen“, sagen HVN-Präsident Stefan Hüdepohl und Vizepräsident Spieltechnik, Jens Schoof, unisono in einer Pressemitteilung des Verbandes.

Verband und Gremien diskutierten während einer Online-Konferenz mögliche Szenarien, um bei etwaigen Lockerungen der aktuellen Verordnungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus möglichst schnell reagieren zu können. „Egal, ob mit dem Ziel Wiederaufnahme des Spielbetriebes oder der Bereitstellung von Alternativangeboten“, erklärt Hüdepohl.

Grundsätzlich halte der Verband an den bisherigen Planungen fest, den Spielbetrieb Anfang bis Mitte März wieder aufzunehmen. Für die Verbands- und Oberligisten sei weiterhin eine Einfachspielrunde vorgesehen. „Eine Umsetzung einer Einfachspielrunde wäre auch noch mit Spielbeginn im März möglich“, beteuert Hüdepohl mit Blick auf den Wunsch der Vereinsvertreter, sich vor einem möglichen Re-Start mindestens drei Wochen in den Hallen auf den Rest der Saison vorbereiten zu können. „Fakt ist aber auch, dass am 27. Juni das letzte Saisonspiel ausgetragen sein soll.“

Der Präsident begrüße die Handhabe der Bundeskanzlerin und der Regierungschefs der Länder, mit Anpassungen der „Corona-Verordnungen“ und einem Fahrplan für mögliche Lockerungen ständig aktuell auf die Entwicklung der Pandemie zu reagieren. „Das bedeutet zwar, dass wir uns weiterhin kurzfristig auf geänderte Rahmenbedingungen einstellen müssen. Wir hoffen aber, bei einer möglichen schrittweisen Rückführung der Lockdown-Maßnahmen im Februar zumindest einen ungefähren Zeitplan zu erhalten.“

Hüdepohl ist nicht nur Präsident des HVN, sondern auch Mitglied im Präsidium des Deutschen Handballbundes (DHB). Die Spieltechniker des DHB hätten, ähnlich wie die des HVN, für die 3. Ligen bereits verschiedene Szenarien für die Saisonfortsetzung entworfen – aber auch für einen möglichen Saisonabbruch. „Entscheiden sich DHB und wir tatsächlich für einen Saisonabbruch und müssen wir Aufsteiger etwa für die 3. Ligen ermitteln, könnten wir den Oberligisten eine Aufstiegsrunde mit Spielen auf freiwilliger Basis anbieten. Wer nicht mehr spielen möchte, steigt auch nicht ab“, erklärt HVN-Vizepräsident Schoof. Ähnlich könne gegebenenfalls mit den Verbands- und Landesligen verfahren werden.

Denkbar wäre laut HVN zudem ein Spielbetrieb für alle nicht ambitionierten Mannschaften. Schoof spricht von einer Art HVN-Pokal zunächst auf regionaler Ebene, „also in den Grenzen der politischen Landkreise“, um die Absprachen mit den jeweiligen Gesundheitsämtern zu vereinfachen. „Das ist aber alles noch Zukunftsmusik.“ Auch für den Jugendspielbetrieb auf Verbandsebene gebe es noch keine konkreten Planungen. Ziel von Jugendspielwart Olaf Bunge sei es, noch vor den Sommerferien die Relegationen zu den Jugendklassen des Verbandes der Saison 2021/2022 zu Ende zu bringen. „Damit wir ab September allen Mannschaften wieder Normalität anbieten können“, begründet Bunge.

Präsidium und Gliederungen verabredeten darüber hinaus einen weiteren Austausch – genauso den Dialog mit den Vereinen – kurz nach der nächsten Zusammenkunft der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder. Hüdepohl: „Wir hoffen, dass wir dann schon konkreter werden können.“ Vereinbart haben Präsidium und Gliederungen auch, schon jetzt Konzepte für Alternativen zum Hallenhandball zu erarbeiten. „Etwa auf Rasen oder auf Sand“, sagt Hüdepohl. „Wichtig ist, dass wir möglichst schnell wieder den Ball in die Hand nehmen.“

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