Schießen Keine Titelkämpfe auf Bezirksebene

Im kommenden Jahr wird es keine Titelkämpfe auf Bezirksebene geben. Der Nordwestdeutsche Schützenbund bedauert die Entscheidung, sieht sie aber als richtig an.
22.12.2020, 12:42
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Keine Titelkämpfe auf Bezirksebene
Von Jürgen Juschkat

Nun hat es die Sportschützen aus dem Bezirk Hoya im Nordwestdeutschen Schützenbund (NWDSB), dem auch Vereine aus dem Landkreis Verden angehören, ganz hart getroffen. Nachdem bereits vielerorts die Vereins- und Kreismeisterschaften aufgrund der Corona-Beschränkungen ausgefallen waren, wird es im kommenden Jahr auch keine Titelkämpfe auf Bezirksebene geben. „Mit Wehmut im Herzen, aber dem sicheren Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, sagen wir gemäß Beschluss des Präsidiums die Meisterschaft 2021 ab“, bedauert Horst Riedemann vom Team Sportleitung. Ausgenommen davon sind zunächst die Wettbewerbe der Schüler und Jugendlichen.

Damit wird den Vereinen der Druck und die Unsicherheit genommen, jetzt melden zu müssen für Wettbewerbe, die im ersten Quartal 2021 hätten stattfinden sollen. „ Wir glauben nicht, dass nach dem 10. Januar alle Beschränkungen aufgehoben werden und wieder ein normales Leben stattfinden kann“, heißt es in einem Schreiben an die Vereine. „Unter den derzeitigen Bedingungen ist eine Bezirksmeisterschaft mit gut 1000 Startern in zwei Monaten weder stand-, noch mitarbeitertechnisch durchführbar“, erklärt das Team. Angeführt werden auch Vergleiche in anderen Bezirken: Bremen hat die Bezirksmeisterschaft bereits abgesagt, Stade und weitere Bezirke stehen kurz davor.

Den Schützen entstehen bis auf die Tatsache, dass sie nicht Bezirksmeister werden können, kaum Nachteile. Die Vereinssportleiter werden aber aufgefordert, die Schützen zu melden, die an der Landesmeisterschaft und den Deutschen Meisterschaften teilnehmen möchten. Die gemeldeten Ergebnisse werden direkt an den Landesverband weitergeleitet. Der ursprüngliche Meldeschluss wird auf den 28. Februar 2021 verlegt.

„Die Schützen haben seit März nicht vernünftig trainieren können, und es gab überwiegend keine Vereins- und Kreismeisterschaft. Bei entsprechend schlechten Ergebnissen könnte die Frustrationsgrenze erheblich sinken“, glauben die Sportleiter. „Letztendlich sollte der Schießsport auch ein geselliges Ereignis sein. Es ist eine absurde Vorstellung, dass unter anderem Anmeldepersonal und Waffenkontrolleure hinter Plexiglasscheiben sitzen und sich vor dem Schießstand lange Schlangen von Schützen bilden, die darauf warten, dass die Teilnehmer des Durchgangs vorher den Raum verlassen und der Stand desinfiziert und gelüftet werden muss“, sagt Horst Riedemann. „Keiner von uns ist bereit, die Verantwortung dafür zu übernehmen, wenn es bei der Durchführung eines Wettbewerbs zu einer Ansteckung und den möglichen Folgen kommen sollte“, fügt er an.

Die Wettbewerbe der Schüler und Jugendlichen sind von der Absage zunächst ausgenommen, weil diese erst später im Jahr stattfinden sollen. Der Meldeschluss für diese Altersgruppe wird auf den 14. März 2021 verlegt. Die bisher eingegangenen Meldungen werden annulliert.

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