Schießen

Schießstände dürfen öffnen

Wettbewerbe gibt es im Schießen auf absehbare noch nicht. Allerdings dürfen die Sportschützen mittlerweile wieder trainieren.
03.06.2020, 11:27
Lesedauer: 2 Min
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Von Waldemar Rohrberg
Schießstände dürfen öffnen

Marie-Luise Friedrich und Steffen Müller mussten ihre Kreisverbandsschützenfeste in diesem Jahr absagen.

Waldemar Rohrberg

Der Schießsport ruht aktuell – sei es der Leistungs- oder der Breitensport. Durch die Corona-Pandemie ist auch beim Kreisschützenverband (KSV) Achim und beim KSV Verden der Sport zum Erliegen gekommen und wird voraussichtlich erst im Herbst mit den Wettkämpfen der Winterrunde wieder aufgenommen. Immerhin: Zu Trainingszwecken können die Schießstände geöffnet werden. Es müssen aber die Weisungen der Niedersächsischen Landesregierung und des NSSV beachtet werden. Zu einem gemeinsamen Austausch zur aktuellen Situation und der weiteren Vorgehensweise trafen sich die Kreisverbandspräsidentin Marie-Luise Friedrich aus Uphusen (KSV Achim) und der Kreisvorsitzende Steffen Müller aus Ahnebergen (KSV Verden). Friedrich vertritt 20 angeschlossene Vereine, Müller 38 Vereine. Diese beiden Kreisverbände sind das große Rückgrat des Schießsports im Landkreis Verden.

Die Corona-Krise hatte für die Schützen weitreichende Konsequenzen: Der Deutsche Schützenbund (DSB) hatte zunächst alle Deutsche Meisterschaften sowie Internationale Schießwettbewerbe abgesagt. Der Niedersächsische Sportschützenverband (NSSV) hat alle Landesverbandsmeisterschaften 2020 abgesagt. Die Bezirksligen (Sommerrunde) haben den Sportbetrieb eingestellt. Fernwettkämpfe in den diversen Disziplinen wurden ebenfalls abgesagt und finden erst wieder 2021 statt. Diverse Vereinsjubiläen werden erst 2021 gefeiert.

Schweren Herzens wurden auch die beiden Kreisverbandsfeste auf 2021 verlegt. Der KSV Verden trägt 2021 seine Schießwettbewerbe mit der anschließenden Feier beim SV Sehlingen aus. Auch der KSV Achim hat sein Fest abgesagt. Die Schießwettbewerbe sollten beim SV Etelsen ausgetragen werden, das Verbandsfest wird stets in Bierden gefeiert. Beides wurde jetzt auf 2021 verschoben. Auch die jeweiligen Kreismeisterschaften und die Rundenwettkämpfe (Sommer) finden nicht statt. Beim KSV Verden fällt Ende Juni die Entscheidung zu den Rundenwettkämpfen.

Doch wie geht es nun weiter mit dem Schießsport? Marie-Luise Friedrich und Steffen Müller lehnen sich an die Vorgaben des NSSV vom 12. und 15. Mai sowie dem Schreiben der Niedersächsischen Landesregierung vom 28. Mai im Bezug zum Schießsport und deren Auflagen. Der Bundesstützpunkt in Hannover-Wülfel hat eingeschränkt wieder geöffnet. Mit dem Sportgeräten Kleinkaliber, Luftgewehr und Pistole kann dort trainiert werden. Es gilt dort eine Übergangsregelung. Die Sportschützen müssen jedoch einige Anweisungen beachten. Die Schießsportanlage in Hannover-Wülfel hat dienstags und donnerstags von 14 bis 21 Uhr sowie freitags von 16 bis 20 Uhr geöffnet.

Die Schießstände im Landkreis Verden dürfen unter diversen Voraussetzungen ebenso geöffnet werden. Die Verantwortung unterliegt dann dem jeweiligen Schützenverein. Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben raten Friedrich und Müller aktuell aber davon ab, das Sportgeschehen wieder aufzunehmen. Sollten sich weitere positive Änderungen ergeben, so werden die Mitglieder durch die jeweiligen Vorstände informiert. Beide Kreisverbände hoffen, dass der Schießsport und die Traditionspflege im Jahr 2021 wieder in ihrer gewohnten Form ausgeübt werden können.

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