Fußball 1. Kreisklasse SV Wahnebergen mit Doppelpack in der Nachspielzeit

David Urban schießt den SV Wahnebergen in Brunsbrock spät zum Sieg. Der TSV Dauelsen beherrscht Hülsen II hingegen deutlich.
19.08.2019, 15:28
Lesedauer: 3 Min
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Von Andreas Ballscheidt

Landkreis Verden. David Urban hat dem SV Wahnebergen mit einem Doppelpack in der Nachspielzeit beim TSV Brunsbrock II einen nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg gesichert. Keine Probleme hatte der TSV Dauelsen. Unter dem neuen Trainer Jörn Liegmann feierten die Blau-Gelben einen hohen Sieg gegen die Bezirksliga-Reserve des SVV Hülsen, die durch die Niederlage an das Tabellenende der 1. Fußball-Kreisklasse gerutscht ist.

TSV Brunsbrock II – SV Wahnebergen 3:4 (1:1): Die Roten Teufel des TSV Brunsbrock verspielten in der Nachspielzeit einen sicher geglaubten Erfolg an der Kohlenförde. Als Robin Rosebrock in der 89. Minute den Treffer zur 3:2-Führung der Hausherren markierte, war die Partie scheinbar entschieden, zumal die Mannschaft von Detlef Krikcziokat das Spiel dominierte und der Abpfiff zeitnah ertönen sollte. Doch aus dem Dreier wurde nichts, weil David Urban mit einem Doppelschlag binnen drei Minuten das Spiel noch drehte. Zunächst profitierte Urban von einer Nachlässigkeit der Roten Teufel, die sich bei einem Einwurf in der Hälfte des Gegners den Ball abnehmen ließen. Anschließend sahen die TSV-Spieler ganz schlecht aus, als Urban den Ball erlief, Torhüter Stefan Hoppe umkurvte und zum 3:3 traf. Kurz darauf gab Schiedsrichter Lennard Bellmer dem SVW einen Freistoß, den Urban direkt zum 4:3 verwandelte. „Die Freistoßentscheidung war nach meiner Meinung falsch. Der von meinem Innenverteidiger Lennart Behling im Tackling angegangene Wahneberger setzte seine Angriffsaktion fort und schoss auf unser Tor. Der Schiedsrichter hatte also von der Vorteilsregelung Gebrauch genommen. Den Freistoß hätte es daher nicht geben dürfen“, meinte Krikcziokat. Äußerst unglücklich zeigte sich Brunsbrocks Abwehrspieler Mike-Benjamin Dobrinski beim Urban-Freistoß, zumal er den Ball hätte abfangen können. Dobrinski duckte sich aber und so hatte Keeper Hoppe keine Chance zur Abwehr.

Der SVW hatte die Partie in den ersten 20 Minuten im Griff und führte verdient durch den frühen Treffer von Christoph Stötzel (5.). Die Elf von Krikcziokat nahm das Heft aber spätestens nach dem 1:1 durch Suleyman Kone (34.) in die Hand und besaß gute Chancen zur Führung durch Zoumana Fofana und Robin Rosebrock. Eine Unachtsamkeit bestrafte SVW-Offensivmann Lamine Sangare in der 55. Minute mit dem 1:2. Nach dem Rückstand spielten nur noch die Roten Teufel und hatten ihre beste Phase mit einem guten halben Dutzend Torgelegenheiten. Hans-Henning Willenbrock, Kone und auch Paul Moje ließen die Chancen aber liegen. Als dann Kone zum 2:2 traf (85.) und Rosebrock die Gastgeber mit 3:2 in Führung schoss, schien die Partie entschieden. Die Rechnung wurde aber ohne Urban gemacht, der mit zwei Treffern die Wende zugunsten der Gäste einleitete. „Solch ein Spiel dürfen wir niemals verlieren. Wir waren spielerisch besser und hatten ein deutliches Plus an Chancen. Aber in der Nachspielzeit haben wir uns selbst durch Nachlässigkeiten geschlagen“, ärgerte sich Krikcziokat über die Niederlage nach dem guten Saisonstart mit dem 1:0 in Hülsen.

TSV Dauelsen – SVV Hülsen II 4:0 (2:0): „Es freut uns natürlich, dass wir gleich bei unserem Saisonstart einen hohen Sieg feiern durften. Allerdings können wir noch nicht einschätzen, wie stark unsere Mannschaft in dieser wirklich Saison ist“, sagte Liegmann, der für Coach Stephan Bierstedt-Bruhn am Bettenbruch übernommen hat. Liegmann startete mit einer großen Bürde: Mit Christopher Gürlich und Hauke Kruse verließen zwei starke Offensivmänner sein Team und kicken nun für den FC Verden 04 II. Erheblich ist auch der Weggang von Björn Borkowski, der am Wochenende als Kapitän in der Bezirksliga für die Erste des SV Hülsen auflief. „Ohne das Trio wird es sicher schwer, ganz oben mitzuspielen. Aber wir wollen versuchen die Weggänge der Leistungsträger über die Breite zu kompensieren“, sagte Liegmann, der jetzt in Patrick Düsselbach seinen besten Mann auf dem Feld hatte. Er zog im Mittelfeld blendend die Fäden. „Patrick hat seine Mitspieler immer wieder mitgezogen und dafür gesorgt, dass die Schwächephasen nur von kurzer Dauer waren“, lobte Liegmann seinen Zehner. In der Abwehr hatte Liegmann vor seinem Keeper Lukas Meinke mit Steen Bösche und Matthias Müller zwei sichere Innenverteidiger stehen, die durch ihr couragiertes Spiel keine Hülsener Möglichkeit zuließen.

Schon früh gingen die Gastgeber in Führung. Aus dem Gewusel heraus markierte Kubilay Ucan mit der Pike den Treffer zum 1:0 (2.). Björn Czicharski erhöhte mit einem Distanzschuss ins lange Toreck auf 2:0 (37.). Die Vorentscheidung führte Ahron Kailasam herbei, als er im Sprintduell seinem Gegenspieler davon lief und den Ball am Hülsener Torhüter Dennis Richter vorbei ins kurze Eck jagte (60.). Den Schlusspunkt setzte Sebastian Welp mit dem Treffer zum 4:0-Endstand vier Minuten vor Abpfiff.

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