Fußball Kreisliga

Uphusens Interimstrainer beenden schwarze Serie

Der TB Uphusen II holt mit dem 1:1 in Otterstedt den ersten Punkt nach acht Niederlagen. Das Gemeindederby zwischen dem TSV Etelsen II und dem FSV Langwedel-Völkersen II endet ebenfalls remis
14.10.2019, 12:07
Lesedauer: 3 Min
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Von Andreas Ballscheidt

Nach acht Niederlagen in Folge hatten Ingo Reich und Mirko Kappmeyer das Handtuch beim Fußball-Kreisligisten TB Uphusen II geworfen. Als Nachfolger sprangen nun Abteilungsleiter Ingo Paul und U19-Coach Stephan Hotzan ein, die gleich mal die schwarze Serie beendeten. Im Kellerduell beim TSV Otterstedt erreichte die Oberliga-Reserve ein Unentschieden. Zu einem Remis kam es auch im Gemeindederby zwischen dem TSV Etelsen II und dem FSV Langwedel-Völkersen II.

TSV Etelsen II - FSV Langwedel-Völkersen II 1:1 (1:0): Die Siegesserie der Etelser Bezirksliga-Reserve ist gerissen. Nach drei Erfolgen kam das Team von Cord Clausen im Gemeindederby gegen den FSV nicht über ein Unentschieden hinaus. „Es ist schon ein wenig ärgerlich, dass wir nicht gewonnen haben. Wir stellten das bessere Team und hatten die Mehrzahl an guten Torgelegenheiten“, haderte TSV-Co-Trainer Nevzat Toprak. Die Anfangsphase gehörte allerdings den Gästen. Von Coach Sascha Lindhorst prima eingestellt agierte der FSV aus einer gut gestaffelten Abwehr mit durchdachten Angriffen. Die Vorstöße wurden aber meist nicht gut zu Ende gespielt, sodass Etelsens Torwart Marco Raffel zunächst nicht auf die Probe gestellt wurde. Erst in der 24. Minute musste Raffel eingreifen, als er von Alexander Kirillow geprüft wurde.

Dieser Schuss wurde zum Weckruf für Etelsen, denn nun wendete sich das Blatt und die Gastgeber wurden dominant. Die erste Möglichkeit hatte Sören Bengsch nach einer Flanke von Dominik Cohrs. Beim Kopfball von Bengsch hatte der FSV Glück, denn der Ball prallte gegen die Torlatte (24.). Fünf Minuten später brannte es lichterloh im Strafraum des FSV: Die Defensive von Lindhorst bekam den Ball nach einer Ecke nicht aus der Gefahrenzone. Aus dem Gewusel heraus kam Rene Hinrichs an das Leder. Mit seinem Schuss hatte Hinrichs aber Pech, denn der Ball traf nur den Pfosten und sprang von dort ins Toraus. Kurz darauf war der Bann gebrochen. Bei einem Freistoß aus gut 25 Metern hatte Hinrichs mehr Glück und schoss den Ball an der Mauer vorbei ins Tor. FSV-Keeper Daniel Stötzel machte beim 1:0 keine gute Figur (33.), schlug der Ball doch in seiner Torwartecke ein.

Nach dem Seitenwechsel stockte das Spiel zunächst. „Irgendwie lief nun bei uns nichts mehr zusammen. Aber auch Langwedel tat sich schwer, Chancen zu erarbeiten, sodass die Partie zunächst zwischen den beiden Strafräumen dahin plätscherte“, beschrieb Toprak den Spielverlauf. Erst als Nick Edelberg mit einem Freistoß aus gut 25 Metern den Treffer zum 1:1 (68.) erzielt hatte (68.), wachten beide Mannschaften wieder auf und läuteten eine spannende Schlussphase ein. Mehrfach brannte es nun in beiden Strafräumen. Für den FSV ließen der eingewechselte Philip Behrmann (80.) und Kirillow, der nach einer Ecke frei zum Kopfball kam und den Ball direkt in die Arme von Raffel köpfte (90.), beste Torgelegenheiten ungenutzt. Etelsens Jan Nienstädt (75.), Dennis Witt (77.) und Sönke-Hinrich Ahlemeyer (87.) verpassten mit ihren Schüssen das Etelser Siegtor. Die letzte Chance des Gemeindederbys hatte in der Nachspielzeit Witt, der nach Kopfballvorlage von Patrick Thiel den Ball aus einem Meter über das FSV-Tor schoss. „Wir haben alles versucht. Es sollte aber nicht sein“, bilanzierte Toprak, der insbesondere Kapitän Tim Krohe auf der Sechserposition und Nienstädt lobte, der als Zehner immer wieder für gute Impulse im Etelser Spiel sorgte.

TSV Otterstedt - TB Uphusen II 1:1 (1:1): „Wir sind auf der Suche nach einem neuen Trainer, haben auch schon den ein oder anderen auf der Agenda. Über das Knie wollen wir es allerdings nicht brechen“, erzählte TBU-Fußballchef Ingo Paul, der nach dem Ausscheiden des alten Trainerduo Ingo Reich und Mirko Kappmeyer nun vorerst selbst an der Seitenlinie steht. Als Assistenten hat er Stephan Hotzan an der Seite, der zugleich die U19-Mannschaft des TBU trainiert. Mit Verstärkung aus der U19 ging es auch nach Otterstedt zum Kellerderby. „Letztlich können beide Mannschaften mit dem Unentschieden zufrieden sein“, befand Paul. Auch Otterstedts Coach Claas Bahrenburg erklärte sich mit dem einen Zähler zufrieden.

Bahrenburg haderte allerdings mit dem Ausgleichstor durch Michael Maul, der per Handelfmeter nach einer Stunde zum 1:1 traf. „Es war kein Elfmeter. Unser Abwehrspieler Christopher Litke bekam den Ball aus einem Meter Entfernung gegen die Brust geschossen. Von dort prallte das Leder gegen seine Hand“, beschrieb Otterstedts Coach die Szene, die auch der Assistent des Referees so sah und der deshalb die Fahne in Richtung Eckball zeigte. „Für mich war es ein Elfer“, betonte Paul, der ein Hochreißen der Arme von Litke beobachtet hatte. In der auf mäßigem Niveau stehenden Partie hatte der TBU schon in der ersten Minute die Chance zur Führung. Sie ließ Maxim Schaf aus, als er nach Schuss von Adrian Schaeffer im Nachsetzen den Ball aus nur einem Meter Entfernung gegen die Torlatte setzte. Den Treffer zum 1:0 für Otterstedt markierte Pascal Wessely, der nach Balleroberung im Mittelfeld durch Moritz Meinel und dem Spielzug über Fabian Rebbin zum erfolgreichen Torabschluss kam (28.).

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