Fußball Kreisliga

Von Verfolgern und Kellerkindern

Der TSV Thedinghausen festigt gegen den FC Verden II Rang zwei in der Tabelle. Zudem verpasst der FSV Langwedel-Völkersen II dem TSV Otterstedt einen herben Schlag.
25.11.2019, 14:19
Lesedauer: 3 Min
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Von Andreas Ballscheidt
Von Verfolgern und Kellerkindern

Verdens Ole Sievers (blaues Trikot) traf zwar mit seinem ersten Ballkontakt, Merlin Sassenburg und der TSV Thedinghausen verließen den Platz am Ende dennoch als Sieger.

Björn Hake

In der Fußball-Kreisliga bleibt der TSV Thedinghausen auf Erfolgskurs. Das Team von Jens Stührmann setzte sich dank einer starken ersten Halbzeit beim FC Verden 04 II durch und behauptete durch den vierten Sieg in Folge Rang zwei hinter Spitzenreiter Fischerhude-Quelkhorn. Am anderen Tabellenende wurde Otterstedt nach dem ersten Saisonsieg in der Vorwoche beim SV Hönisch nun wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Es setzte eine deftige Niederlage gegen die Reserve des FSV Langwedel-Völkersen.

FC Verden 04 II - TSV Thedinghausen 1:2 (0:2): Für Oliver Rozehnal verlief die Herbstserie nicht wie gewünscht. Der Coach des FCV hatte sich eigentlich mehr versprochen, als im Mittelfeld der Tabelle zu dümpeln. Doch gibt es zahlreiche Gründe dafür, dass der Vizemeister des Vorjahres derzeit nicht zu den Top vier zählt. Auch gegen Thedinghausen musste Rozehnal wieder improvisieren und stellte eine ganz junge Elf auf. Mit dabei waren einmal mehr Spieler aus der U19- des FCV. Keeper Ole Brüns gehörte unter anderem dazu. Er zeigte eine gute Leistung und trug an den beiden Treffern der Gäste keine Schuld. Vielmehr führte ein Fehler im Spielaufbau zum 0:1 nach einer Viertelstunde. Yannik Böhling erzielte das Tor für Thedinghausen. Auch dem 0:2 ging ein Fehler voraus, den sich diesmal die Defensive der Verdener erlaubte und Jan-Dirk Ölfke mit einem Treffer bestrafe (44.). „Vor der Halbzeit hat man sehen können, dass wir noch nicht clever genug sind. Thedinghausen brachte deutlich mehr Qualität auf den Platz, als wir“, sah Rozehnal eine verdiente Führung des TSV.

In der Pause schwor er sein Team nochmals ein und baute die Mannschaft um, indem er auf mehr Offensive setzte. Kickte in den ersten 45 Minuten lediglich Maximilian Glienke im Angriff, so hatte Glienke fortan Unterstützung von Hauke Kruse, der seine Sechserposition aufgab, und Ole Sievers, der für Maximilian Tiegelkamp eingewechselt wurde. Insbesondere mit der Einwechslung von Sievers bewies Rozehnal ein gutes Händchen. Dem Stürmer gelang mit seinem ersten Ballkontakt gleich das 1:2-Anschlusstor. „Nun dachten wir natürlich, dass wir die Partie noch drehen werden“, sah Rozehnal fortan einen verblüffenden Sturmlauf seiner Spieler. Doch letztlich fehlte dem Team das nötige Quäntchen Glück. Sievers sowie Kruse, der gleich drei dicke Chancen hatte, brachten den Tabellenzweiten von der Eyter zwar mächtig ins Wanken, kippten ihn aber nicht. Auch in der Schlussminute sollte kein zweiter Verdener Treffer fallen, obwohl die Möglichkeit riesengroß war, als der eingewechselte Luca-Fabio Bormann im Anschluss einer Ecke an das Leder kam. Thedinghausens Keeper Claas Möller fischte den Bormann-Kopfball gerade noch aus dem Torwinkel und sicherte den Gelb-Blauen drei Punkte. „Nun wollen wir sehen, welche Möglichkeiten wir noch haben, wenn unsere verletzten Spieler wieder zum Kader stoßen und wir vielleicht eine Serie starten“, setzt Rozehnal auf die Frühjahrsrunde.

TSV Otterstedt - FSV Langwedel-Völkersen II 1:5 (1:3): Die Hoffnung der Otterstedter, noch vor der Winterpause die Rote Laterne des Tabellenletzten abzugeben, verpuffte bereits vor der Pause. Das Team von Claas Bahrenburg hatte gegen den FSV nicht den Hauch einer Chance und verlor auch in der Höhe verdient. Bahrenburg selbst war nach dem herben Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt zu keiner Stellungnahme telefonisch erreichbar. Sein Pendant Sascha Lindhorst indes strahlte nach dem Sieg. „Zum Glück haben wir endlich mal wieder eine überzeugende Leistung abgeliefert und dieses sehr wichtige Spiel zu unseren Gunsten entschieden“, sagte der FSV-Coach.

In der ersten halben Stunde spielte der FSV stark auf und erarbeitete sich eine Reihe bester Chancen. Nach 15 Minuten stand Pizan Demli auf Zuspiel von Jan-Ole Post frei vor dem Otterstedter Keeper Jan Heimert und verlud ihn mit einer Finte. Den Ball schob Demli sogleich ins leere Tor. Auch das 2:0 ging auf das Konto von Demli. Diesmal hatte Nick Edelberg den Ball durch die Schnittstelle der Otterstedter Abwehr gespielt. Der schnelle Angreifer nutzte die Gelegenheit und schnürte seinen ersten Doppelpack in dieser Serie. Die erste und letztlich auch einzige Chance der Otterstedter führte zum 1:2. Moritz Meinel gelang der Treffer, indem er bei einem Freistoß aus gut 25 Metern den Ball über die FSV-Abwehrmauer zirkelte. Für Keeper Stefan Adler sei der Schuss unhaltbar gewesen (34.). „Zum Glück hatten wir die passende Antwort auf den Otterstedter Treffer parat“, freute sich Lindhorst über das Tor zum 3:1 für seine Elf. Nachdem Janek Kamermann gefoult wurde, versenkte Edelberg per Strafstoß (42.).

Nach der Halbzeit hatte der FSV noch zahlreiche Gelegenheiten für weitere Tore. Zwei Chancen wurden durch Kamermann (60.) und Engberts (72.) genutzt. Schnell kommt es nun schon zum Wiedersehen, denn bereits am nächsten Sonntag empfängt der FSV die Otterstedter.

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