Digitale Ausstattung Moderne Technik für Achimer Schulen

Der städtische IT-Projektleiter David Last hat sich viel vorgenommen. Der ehemalige Lehrer erklärt, warum er und sein Team beim Ausbau der Schulen über die Vorgaben des Digitalpakts hinaus gehen.
05.12.2022, 16:27
Lesedauer: 4 Min
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Von Felix Gutschmidt

Die Tage von Kreide und Tafel sind schon lange gezählt. Die Stadt Achim arbeitet daran, ihre Schulen im Rahmen der Digitalisierung mit der nötigen Technik auszustatten, um das Lernen dort zukunftssicher zu gestalten. Neben der Anschaffung von Smartboards zählen auch Computer dazu. So freut sich die Integrierte Gesamtschule (IGS) Achim aktuell über den Zuwachs von Geräten. "Es ist schon Vieles da und einiges kommt noch, das ist sehr gut", sagt Axel Gröning, stellvertretender IGS-Direktor. "Insbesondere weil wir in der Mittelstufe und in der neuen Oberstufe das Fach Informatik einführen werden."

So kann die IGS neuerdings auf drei mit je 30 PC-Arbeitsplätzen ausgestattete Computerräume zurückgreifen, und während das neue Lernhaus sowie das Bestandsgebäude der ehemaligen Hauptschule bereits umfassend mit IT ausgestattet sind, ist als Nächstes das Gebäude der früheren Realschule an der Reihe. "Dort ist am meisten zu tun", weiß Axel Gröning. Da die Oberstufe ja erst noch eingerichtet werde, könne für die erforderlichen Bauarbeiten jeweils ein Trakt freigemacht werden. So könnten Arbeiten auch parallel zur Unterrichtszeit stattfinden und nicht nur während der Ferien. Denn weiterhin gilt: Das Personal der Baufirmen ist rar, Material knapp.

Verbesserter IT-Support

Der stellvertretende IGS-Direktor freut sich aber nicht nur über die materielle Unterstützung des Schulträgers, sondern auch darüber, dass die konzeptionelle und fachliche Unterstützung der Stadt breiter aufgestellt wurde. Die Betreuung und Beratung der Schulen übernimmt das Team um IT-Projektleiter David Last. "Der IT-Support hat sich deutlich verbessert", sagt Gröning und lobt die schnelle und fundierte Hilfe, die den Achimer Schulen nun zur Verfügung steht. Für Last ist dies auch eine Frage des Umgangs miteinander. "Es war ein Ziel von mir, nicht nur die Schulen im IT-Bereich gut aufzustellen, sondern eine persönliche Bindung aufzubauen und einen guten und vertrauensvollen Austausch zu haben", sagt er.  

Zumal auch Last stets ein offenes Ohr für die Bedürfnisse und Anliegen der Bildungsstätten hat, zu denen neben der IGS noch die sechs Grundschulen gehören. Und die haben durchaus Bedarfe. Ob Lehrer-Laptops, iPads, Beamer oder ein vernünftiges WLAN in jedem Raum einer Schule – Ansprechpartner sind immer Last und sein Team. Der IT-Projektleiter der Stadt war selbst früher Lehrer und weiß, worauf es in der Praxis ankommt. "Wir hätten beispielsweise Access-Points nur jeweils in den Fluren montieren können", sagt Last. "Um aber flächendeckendes und ausreichend schnelles WLAN zu garantieren, war dies zu wenig." Beim Aufbau der Schulnetzwerke orientiert er sich deshalb mehr an den Bedarfen als an den Förderrichtlinien des Digitalpakts.

WLAN in der Sporthalle

An der Grundschule Uphusen "sind wir bis auf ein paar Kleinigkeiten fast durch", sagt Last. Mit der Schulleitung wurden die Bedarfe besprochen, jetzt gibt es unter anderem WLAN im Empfangsbereich oder in der Sporthalle. Dass auch Sporthallen mit drahtlosem Internet ausgestattet werden, ist für den IT-Projektleiter selbstverständlich. "Wir müssen schauen, wie der Unterricht bald einmal sein wird und nicht, wie er jetzt ist", erklärt Last. So würden Schüler vermehrt ihre Technik etwa beim Turnen filmen, die Videos bearbeiten und auswerten, um besser zu werden. Auch Sportlehrer führen digitale Anwesenheitslisten. Und dann gibt es noch die technischen Anforderungen für Veranstaltungen in den Hallen außerhalb des Unterrichts.

"Es ist in der heutigen, digitalisierten Zeit sehr wichtig, dass wir als Stadt in möglichst vielen Bereichen professionell unterwegs sind", sagt Bürgermeister Rainer Ditzfeld. Daher freue es ihn sehr, dass David Last und sein Team im engen Dialog mit den Schulen dafür sorgten, dass die Achimer Schüler das technische Umfeld bekämen, um adäquat und modern lernen zu können.

Im Plan vorgezogen wurde nun die Astrid-Lindgren-Grundschule, in der nun die Decke erneuert werden musste. Nach Absprache mit dem Fachbereich Bauen und Stadtplanung konnten so direkt die Kabel für die Digitalisierung in die ohnehin offenen Decken eingezogen werden. "Wir warten dort aktuell auf den Hauptglasfaseranschluss", berichtet Last. Ebenso laufen die vorbereitenden Arbeiten an den Grundschulen Uesen und Baden – während in Uesen während der jüngsten Herbstferien Grundlegendes gemacht wurde, wartet Last für Baden noch auf ein Leistungsverzeichnis und einen Kostenvoranschlag.

Provisorium am Paulsberg

Mit Zwischenlösungen aufgrund anstehender baulicher Veränderungen plant die Stadtverwaltung für die Grundschule am Paulsberg und die in Bierden. Erstere wird höchstwahrscheinlich an einem anderen Standort neu gebaut, in Bierden wird ein neuer Serverraum eingerichtet und die Sporthalle mit WLAN ausgestattet.

"Es wäre ein Wahnsinn, Paulsberg jetzt nach den Förderrichtlinien voll mit einem Netzwerk auszustatten, wenn die Schule in wenigen Jahren umzieht. Daher schaffen wir von der Förderung Smartboards an, die ziehen dann mit um", erklärt Last. Das aktuelle Netzwerk werde erweitert und verbessert, damit es einen Mindeststandard erfülle. Genauso verfährt sein Team mit der Grundschule Bierden.  

Künftig werden die Störungsmeldungen zentral in einer Cloud auflaufen, sodass Last & Co. diese zentral verwalten und beheben können. "Wir bekommen den Fehler angezeigt und können ihn direkt beseitigen, hoffentlich noch bevor die Schule den Fehler überhaupt bemerkt hat."

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