Digitalisierungsstrategie Stadt Achim nutzt die Ferien für Bauarbeiten an den Schulen

Selten ist es in den Räumen der Achimer Schulen wohl so ruhig wie in den Sommerferien. Die Stadt nutzt das für zahlreiche Bauarbeiten - unter anderem auch zur Umsetzung ihrer Digitalstrategie.
02.08.2022, 15:31
Lesedauer: 3 Min
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Stadt Achim nutzt die Ferien für Bauarbeiten an den Schulen
Von Elina Hoepken

„Vor uns liegt eine Aufgabe, die nicht zu unterschätzen ist“: Mit diesen deutlichen Worten führte der IT-Projektleiter Digitalisierung, David Last, der Achimer Politik bereits im Sommer vergangenen Jahres vor Augen, dass die Stadt mit Blick auf die Digitalisierung an ihren Schulen noch einiges vor sich hat. Und der Zeitplan ist eng gestrickt. Die Stadt hat sich nämlich zum Ziel gesetzt, in den Osterferien 2023 mit dem Aufbau der digitalen Infrastruktur an allen Schulen fertig zu sein. Um das zu schaffen, muss jede offene Zeitlücke genutzt werden. Und eine besonders große Lücke gibt es natürlich jetzt in den Sommerferien, wo keine Schüler in den Schulen sind.

Schon immer nutzt die Stadt diese Zeit der Betriebspausen in Schulen, Kitas und Co. für Umbau- und Sanierungsarbeiten. Das Thema Digitalisierung ist dabei nur eines von vielen. So wird an der Grundschule in Baden beispielsweise bis zum Ende der Ferien im ersten Obergeschoss die Sanierung von drei allgemeinen Unterrichtsräumen abgeschlossen und die Aufzugsanlage wird demontiert und für eine Neuinstallation vorbereitet. Auf dem Außengelände wird darüber hinaus die Feuerwehrzufahrt erneuert, außerdem eine Grundstückszufahrt hergestellt und die Schulhoffläche ebenfalls erneuert. An der Grundschule in Bierden finden nach Angaben der Verwaltung Baugrunduntersuchungen für den geplanten Neubau statt. Die Astrid-Lindgren-Schule bekommt unter anderem eine neue Brandmeldeanlage und in den Kitas „Uesener Weltentdecker“, „Ueser Weserkids“ und „Am Stadtwald“ finden Maler- und Tischlerarbeiten statt, während in der Kita „Achimer Schlaumäuse“ Maler- und Bodenbelagsarbeiten anstehen.

Erste Welle gestartet

An den Grundschulen in Uesen und Uphusen und an der Integrierten Gesamtschule (IGS) hingegen stehen die Arbeiten während der Sommerferien ganz im Zeichen der Digitalisierung. Hier finden unter anderem die Elektroarbeiten zur Umsetzung des Digitalpakts statt. 950.000 Euro stehen der Stadt nämlich, wie berichtet, aus dem Digitalpakt des Bundes zur Verfügung, um die Digitalisierung an ihren Schulen voranzutreiben. Mit den Grundschulen in Uesen und Uphusen und der IGS beginnt nun also in einer ersten Welle die Umsetzung der Digitalstrategie der Stadt. Den erforderlichen Medienentwicklungsplan hatte der Verwaltungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Damit kann die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit den Schulen, die sich in ihrer Trägerschaft befinden, ihre Strategie umsetzen.

In dem Plan ist auch die Reihenfolge festgelegt, in der die Schule die entsprechende Ausstattung erhalten sollen. Nach Uesen, Uphusen und der IGS sind in der zweiten Welle die Astrid Lindgren-Grundschule und die Grundschule Bierden an der Reihe und in der dritten Welle dann die Grundschule Baden und die Grundschule am Paulsberg. Die Reihenfolge der Maßnahme ist an jeder Schule dieselbe: vorbereitende Bauarbeiten, Verkabelung, WLAN, Restarbeiten.

Verzögerungen möglich

Jedoch macht David Last deutlich, dass die Umsetzung des Konzepts und des Zeitplans von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird, auf die die Stadtverwaltung selbst keinen Einfluss habe. „Die Verfügbarkeit von Fachfirmen und Material wird ebenso eine große Rolle spielen wie die Corona-Pandemie“, sagt Last. Auch sei nicht auszuschließen, dass aufgrund von nicht planbaren Verzögerungen unter Umständen ein Teil der Arbeiten auch während der Schulzeit passieren müsse. Das Dilemma: Alle Beteiligten möchten den Medienentwicklungsplan so schnell wie möglich verwirklicht sehen, die Zeitfenster außerhalb der Schulzeiten dafür sind aber knapp.

Neben einer leistungsstarken Internetverbindung werden die Schulen WLAN und auch interaktive Tafeln, sogenannte Smartboards, erhalten. Von denen werden in diesem Jahr zunächst 14 für die IGS angeschafft, alle Grundschulen und die übrigen Unterrichtsräume der IGS werden in den nächsten beiden Jahren mit rund 100 Smartboards versorgt.

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