Feuerwehreinsatz in Verden Großfeuer in Mehrfamilienhaus in Eitze

Fünf Feuerwehren bringen Brand in ehemaliger Gaststätte unter Kontrolle. Die Bewohner der vier Wohnungen können sich selbst in Sicherheit bringen, verletzt wird niemand.
24.11.2022, 14:32
Lesedauer: 2 Min
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Großfeuer in Mehrfamilienhaus in Eitze
Von Andreas Becker

Fünf Feuerwehren und mehr als 100 Einsatzkräfte haben am Mittwochabend ein Großfeuer in Verden-Eitze unter Kontrolle gebracht. Der Brand war in einem Mehrfamilienhaus in der Walsroder Straße ausgebrochen. Der Dachstuhl und das Obergeschoss wurden von den Flammen weitgehend zerstört. Alle Bewohner konnten sich unverletzt aus dem Haus retten. Über die Brandursache ist nach gleichlautenden Angaben von Feuerwehrsprecher Tobias Schone und der Polizei Verden noch nichts bekannt.

"Gegen 18 Uhr wurden wir von einer Hausbewohnerin alarmiert, die Qualm an einer Ecke des Daches entdeckt hatte", erzählt Schone. Die Mieterin klingelte dann unverzüglich bei ihren Nachbarn, sodass sich alle noch rechtzeitig aus dem Haus retten konnten. Die Bewohner wurden nach Angaben der Polizei zum Teil privat oder in städtischen Unterkünften untergebracht. Ihnen blieb zum Teil nur das, was sie zum Zeitpunkt des Brandausbruchs am Leib trugen.

Zunächst sei der Brand aufgrund der Alarmierung als Kategorie eins (kleines Feuer) eingestuft worden, sagt Tobias Schone. Als die erste Wehr wenige Minuten später vor Ort eintraf, wurde das Feuer schnell zur Kategorie drei hochgestuft. "Da schlugen die Flammen schon aus dem Dach", schildert der Sprecher die Szenerie. In dem alten Haus mit viel trockenem Holz im Dachstuhl und wenig Dämmung habe sich der Brand schnell ausgebreitet.

Haus mit vier Wohnungen

Bei dem Haus handelt es sich um eine ehemalige Gaststätte, die zu einem Mehrparteienhaus mit vier Wohnungen umgebaut worden war. "Etwas skurril war, dass sich auf dem brennenden Haus eine Feuerwehrsirene befand, die im Zuge der Alarmierung anging", erzählt Tobias Schone. Insgesamt waren fünf Wehren im Einsatz: die Ortsfeuerwehren Eitze, Verden, Döhlbergen-Rieda und Hönisch sowie eine zweite Drehleiter aus Achim, die eigens angefordert wurde. Zusätzlich waren der Rettungsdienst und die Polizei vor Ort.

"Das Entscheidende bei einem solchen Großfeuer ist, möglichst viele Leute mit Atemschutzgeräten einsetzen zu können. Denn nach 20 Minuten im Einsatz brauchen die eine Pause", so der Feuerwehrsprecher. Auf der Vorderseite des brennenden Hauses hätten die Wehren zwei Drehleitern eingesetzt. Auf der Rückseite konnten die Einsatzkräfte von einer Stahltreppe löschen, die zum oberen Stockwerk führt. Zusätzlich drangen die Brandbekämpfer in die Wohnungen vor und löschten dort. 

Aufflammende Glutnester

Das Feuer sei zwar nach etwa einer Stunde unter Kontrolle gewesen, sagt Schone. Insgesamt zogen sich die Löscharbeiten jedoch über mehrere Stunden hin. Auch in der Nacht mussten die Löschkräfte noch einmal ausrücken, um wieder aufflammende Glutnester zu ersticken. Die Landesstraße 160 wurde für die Dauer des Einsatzes voll gesperrt. Zu nennenswerten Behinderungen kam es laut Polizei aber nicht.

Noch während der Löscharbeiten begannen Angehörige einer spezialisierten Tatortgruppe der Polizeiinspektion Verden/Osterholz mit ersten Befragungen und Ermittlungen, die am Donnerstagmorgen von Spezialisten der Spurensicherung des Zentralen Kriminaldienstes fortgesetzt wurden. Die Ermittler kamen jedoch bis zum Mittag nur bedingt voran, weil die Statik des Gebäudes durch den Brand in Mitleidenschaft gezogen worden war. Dafür lieferte eine Drohne der Zentralen Polizeidirektion erste Bilder vom genauen Schadensausmaß. Die Höhe des Sachschadens wird vorläufig auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt.

Das Haus ist bis auf Weiteres nicht bewohnbar, denn auch das untere Stockwerk hat durch die enormen Mengen Löschwasser stark gelitten.

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