Kommunales Kino Verden Komödien und ein vergessenes Weihnachtsfest

Das Kommunale Kino Verden zeigt im Dezember unter anderem wieder einen Kinderfilm. Außerdem sind eine Dokumentation und zwei Komödien zu sehen.
23.11.2022, 12:40
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Komödien und ein vergessenes Weihnachtsfest
Von Andreas Becker

Das Kommunale Kino (Koki) Verden zeigt im Dezember wieder vier Filme, von denen sich einer speziell an Kinder richtet. Den Anfang macht die dänische Dokumentation "Mitgefühl" am Mittwoch, 7. Dezember, im Cine City, Zollstraße 1. Alle Vorstellungen am Mittwoch beginnen um 20 Uhr.

"Mitgefühl"

Der Film zeigt das Leben im dänischen Pflegeheim „Dagmarsminde“ für Demenzkranke, wo immer wieder in den Fluren, Zimmern und Gemeinschaftsräumen ausgiebig getrunken und getanzt wird. Inspiriert von Florence Nightingales Methoden von vor 150 Jahren, praktiziert das Pflegeheim eine umstrittene Behandlung für Menschen mit Demenz: Umsorgung, eine Mischung aus Umarmungen, Gesprächen, Augenkontakt, Kuchen und Cocktails. Das Personal verlagert den Schwerpunkt von der Medizin auf die Pflegebehandlung und verbessert die Lebensqualität der Bewohner durch die Förderung eines Gemeinschaftsgefühls, das das Leben feiert, Trost schafft und die Konversation fördert. Statt sich um das vergessene Vergangene zu bemühen, wird ihr Erleben auf das Hier und Jetzt gelenkt, um so ihre Demenzsymptome zu mildern. May Bjerre Eiby ist Krankenschwester und hält nichts von Demenz-Diagnosen und einschlägigen Medikamenten, wenn diese das Leben der betroffenen alten Menschen nicht besser machen. Deshalb hat sie dieses Pflegeheim gegründet, in dem sie sich an einem neuen Ansatz versucht und zugleich das gängige Gesundheitssystem hinterfragt: Hingabe, Zuwendung, Humor und Aufrichtigkeit als Therapieform.

"Elise und das vergessene Weihnachtsfest"

Ebenfalls in Dänemark gedreht wurde der Kinderfilm "Elise und das vergessene Weihnachtsfest", der am Sonntag, 11. Dezember, 17.30 Uhr, gezeigt wird. An diesem Nachmittag sind alle Kinder und deren Begleitung eingeladen, bei einer Tüte Popcorn und einem Getränk einen Weihnachtsfilm zu schauen, dessen Kinostart sich während der Pandemie dreimal verschoben hat. Alle Kosten werden vom Rotary Club übernommen. Die kleine Elise wohnt in einem Dorf, das aus sehr, sehr vergesslichen Menschen besteht. Dieses Jahr hat das Dorf vergessen, dass bald Weihnachten ist. Als Elise am 24. Dezember mit dem merkwürdigen Gefühl aufwacht, dass heute ein besonderer Tag ist, möchte sie unbedingt auf die Lösung des Rätsels kommen. Außerdem ist in ihrem Kalender ein Tannenbaum mit wundersamer Beleuchtung abgebildet. Zum Glück findet sie einen verstaubten Holzkasten auf dem Dachboden, der 24 bemalte Türchen hat. Es steht „Fröhliche Weihnachten“ drauf. Elise geht zum Tischler des Kastens, der sofort merkt, was los ist. Und der Tischler weiß: Nur der Weihnachtsmann persönlich kann das Weihnachtsfest jetzt noch retten.

"Weinprobe für Anfänger"

Der nächste Abendfilm ist die französische Komödie "Weinprobe für Anfänger", zu sehen am Mittwoch, 14. Dezember. Zur Handlung: Der geschiedene Jacques, ein mürrischer Single von Mitte Fünfzig, betreibt alleine einen kleinen Weinkeller, der kurz vor dem Bankrott steht. Die charmante Hortense, die sich für gemeinnützige Zwecke engagiert und entschlossen ist, nicht ewig Single zu bleiben, betritt eines Tages seinen Laden und sofort ist klar, dass da etwas zwischen ihnen ist. Also beschließt Hortense, sich für einen Weinverkostungsworkshop anzumelden. Als es ernster zwischen den beiden wird, vertraut Hortense Jacques ihren sehnlichsten Wunsch an: ein Baby zu bekommen. Doch für Jacques geht das alles zu schnell und ein unterdrücktes Trauma sucht sich einen Weg zurück an die Oberfläche.

"Da kommt noch was"

Weiter geht's am Mittwoch, 21. Dezember, mit der Tragikomödie "Da kommt noch was". Spätestens als Helga durch den Boden ihres Wohnzimmers kracht, wird ihr klar, dass sie feststeckt. Zwei Jahre ist es her, dass ihr Ehemann Franz sie für eine andere Frau verlassen hat, aber sie ist immer noch wütend und verletzt. Alles ändert sich, als ihre Putzfrau in den Urlaub fährt und den polnischen Arbeiter Ryszard als Vertretung schickt. Anfangs selbst noch Zielscheibe von Helgas Unmut, wird Ryszard bald ihr Vertrauter. Obwohl sie nicht die gleiche Sprache sprechen, fühlt Helga sich verstanden. Im Schutz der eigenen vier Wände kommen die beiden sich näher. Doch als Helgas Familie und Freunde von ihrem Geheimnis erfahren, fällt es ihr schwer, vor den anderen zu ihren Gefühlen für Ryszard zu stehen, der so gar nicht dem gängigen Männlichkeitsbild ihres Milieus entspricht. Wird Helga ihr junges, spätes Glück gesellschaftlichen Konventionen opfern?

Am Mittwoch, 28. Dezember, macht das Koki Pause und zeigt keinen Film. Karten für alle Vorführungen gibt es im Vorverkauf im Internet unter www.koki-verden.de.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+