Kooperationsprojekt Auftakt einer engeren Beziehung

Drei junge Verdenerinnen haben als freiwillige Helferinnen im italienischen Formigine gearbeitet. Aus einer langjährigen Freundschaft soll eine Städtepartnerschaft werden.
02.08.2022, 14:33
Lesedauer: 3 Min
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Von Andreas Becker

Wer eine Reise unternimmt, hat hinterher eine Menge zu erzählen. Kurzweilig und begeistert, immer wieder von einer lustigen Anekdote oder von einem Lob für das Essen und für die gute Organisation vor Ort unterbrochen, berichteten drei junge Verdenerinnen Bürgermeister Lutz Brockmann vom Projekt „Formigine without borders 2022“, an dem sie teilgenommen hatten. Das teilt die Stadt Verden mit.

Demnach hatten Marie Deicke, Katharina Delius und Jenny Hentschel im Juli die Gelegenheit, als freiwillige Helferinnen im Zuge des Kooperationsprojekts in Verdens befreundete italienische Stadt Formigine zu reisen. Dort waren die drei Frauen freiwillig beim Moninga Open Air Festival tätig, einem Elektro-Musikfestival, das in Formigine von jungen Menschen für junge Menschen jährlich organisiert wird und Spenden für ein Kinderkrankenhaus in der Republik Kongo sammelt.

Exkursionen in die Umgebung

Die drei Verdenerinnen unterstützten das Festival-Team bei den anfallenden Aufgaben und wurden in den Auf- und Abbau des Festivals sowie in den organisatorischen Tätigkeiten vor Ort einbezogen. Während ihres Aufenthaltes lernten die drei Frauen aus Verden außerdem die Stadt Formigine und die Menschen kennen. Dabei hatten sie immer wieder die Gelegenheit zu kleinen Exkursionen in die nähere Umgebung. An einem freien Tag stand sogar der Besuch von Cervia – Formigines befreundete Stadt an der Adria-Küste – auf dem Programm.

Neben der "überraschenden Herzlichkeit" des Empfangs im Rathaus durch Bürgermeisterin Maria Costi und durch die Stadträtin für Europa und internationale Beziehungen, Giulia Bosi, war aber für alle drei Teilnehmerinnen nach eigenen Angaben die Mitarbeit am Festival das eindeutige Highlight des Projekts. Einmütig betonten alle drei gleichzeitig die besondere Atmosphäre, die Herzlichkeit und Freundlichkeit vor Ort und schwärmten noch ausdrücklich von der guten Stimmung auf dem Festivalgelände im Park der zentralen Villa Benvenuti.

"Überraschend positiv", so die Stadt Verden sei also das Ergebnis dieser Kooperation zwischen Verden und Formigine, denn das Projekt sei ursprünglich ganz anders geplant gewesen und wäre beinahe wegen einer geplatzten Förderung ausgefallen. Ursprünglich sollte aus Verden nur eine Teilnehmerin nach Formigine reisen und über drei Wochen in drei unterschiedlichen Vereinen mitwirken, dafür gemeinsam mit weiteren jungen Erwachsenen aus anderen befreundeten Städten.

Widrige Umstände

Trotz der widrigen Umstände waren sich aber die Vertreter der Städte Formigine und Verden schnell einig, das Projekt doch zu ermöglichen, wenn auch unter veränderten Bedingungen. Verden und Formigine verbinden eine langjährige Freundschaft und eine positive Zusammenarbeit an internationalen Aktivitäten und Projekten – wie zum Beispiel dem Eurocamp. Beide Städte möchten nun aus dieser tiefen Freundschaft eine Städtepartnerschaft gründen und die Verbindungen zwischen den Menschen beider Städte noch enger knüpfen.

In diesem Sinne bildete diese Jugendbegegnung den Auftakt eines gemeinsamen Weges und einer noch engeren Kooperation zwischen Formigine und Verden. Somit traten die jungen Frauen also auch ein bisschen als Botschafterinnen der Stadt Verden in Formigine an. So sah das auch Bürgermeisterin Maria Costi, die im Projekt eine großartige Gelegenheit sah, „Städte zusammenzubringen, welche die gleiche Vision teilen und so diese Beziehung zu stärken“.

Nach langer Zeit der Distanz und nur virtuellen Begegnung ist dieser Besuch der erste Präsenz-Austausch nach der Corona-Pandemie. Weitere Projekte sind schon in der Planung. So wird im Juni 2023 die Stadt Verden Host Town (also Gastgeberort) für Athletinnen und Athleten mit geistiger und mehrfacher Behinderung im Zuge der Special Olympics World Games 2023 in Berlin sein. Die Gastfreundschaft möchte Verden erweitern und in dieser Zeit junge Menschen aus ihren Partnerstädten empfangen. Diese sollen die Möglichkeit bekommen, mit einer freiwilligen Tätigkeit Teil einer großen internationalen Bewegung zu werden.

"Projekte wie diese sollen der Beginn einer langen Reise der Partnerschaft voller Austausch vor allem für junge Menschen sein, um internationale Beziehungen zu fördern und zu stärken und gerade in der heutigen Zeit den Gedanken des Friedens weiterzutragen", so die Stadt Verden.

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