Sportgala Nachwirkungen der Pandemie

Auch 2023 fällt Norddeutschlands größte Sportgala der Pandemie zum Opfer. 2024 begrüßt Moderator Yared Dibaba die Verdener dann wieder im feinen Zwirn.
05.10.2022, 15:57
Lesedauer: 2 Min
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Nachwirkungen der Pandemie
Von Jörn Dirk Zweibrock

Es ist der gesellschaftliche und sportliche Jahresauftakt in Verden: die Sport und Schau. Auch 2023 fällt Norddeutschlands größte Sportgala Corona-bedingt ins Wasser. Das Spektakel in der Verdener Niedersachsenhalle wird ins Jahr 2024 verlegt. "Entgegen all unserer Hoffnungen und Wünsche weisen uns die Nachwirkungen der Pandemie leider hier und dort noch ein klein wenig in unsere Schranken. Erfahrungen, auch anderer Veranstalter, zeigen leider noch eine gewisse Zurückhaltung beim Kartenkauf. Dieses hat unweigerlich zur Folge, dass nicht kostendeckend geplant und gearbeitet werden kann", teilen die Veranstalter mit.

Geboren in Äthiopien, aufgewachsen im Oldenburger Land – Yared Dibaba verkörpert den hohen Norden und tiefen Süden in einer Person. Ein weiteres Jahr brauchen seine Fans aber nicht auf den Publikumsliebling warten, denn in Interviews mit dem WESER-KURIER hat der Star-Moderator in den vergangenen Jahren bereits kräftig aus dem Nähkästchen geplaudert. Unter anderem hat er erzählt, dass er ein leidenschaftlicher Grünkohl-Esser ist. "Ich komme ja aus Oromia/Äthiopien und von dort kannte ich bereits Grünkohl. Und weil man dort lange auf den ersten Frost warten kann, mache ich das hier genauso und nutze die erste Gelegenheit, bei der es Grünkohl gibt." Auch eine weitere Winter-Spezialität, Bremer Knipp, esse er sehr gern.

Mehr Platt in Schulen gefordert

Für den 53-jährigen Moderator, Schauspieler, Autor und Musiker, der in Falkenburg bei Ganderkesee aufgewachsen ist, ist Platt nicht nur seine zweite Muttersprache, sondern die Sprache der Norddeutschen. "Die Sprache ist platt, aber das Herz ist umso runder", ist er überzeugt. Auch die Vorzüge von Plattdeutsch, das in die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen aufgenommen wurde, möchte Dibaba nicht missen: "Man kann jeden Fall besser auf Platt fluchen." Warum? Weil es einfach charmanter klinge.

Seiner Ansicht nach sollte die niederdeutsche Sprache wieder vermehrt in Kitas und Grundschulen gelehrt werden. "Ich finde, es ist für jeden eine Bereicherung, wenn er die Sprache sprechen kann. Und es macht es dann auch leichter, weitere Sprachen zu lernen. Ich bin ein absoluter Verfechter der Mehrsprachigkeit."

Selbst mit Ohnsorg-Legende Heidi Kabel hat Dibaba früher noch gespielt. Was denkt er heute, wenn er in Hamburg an ihrer Bronzestatue vorbeigeht? "Ich freue mich, dass ich die große Ehre hatte, mit ihr auf der Bühne zu stehen. Eine großartige Frau und ein großes Herz."

Passionierter Kaffeesierer

Nicht nur Butenbremen wie Verden, auch der Hansestadt selbst, fühlt sich Dibaba sehr verbunden. Nach dem Abitur am "Maxe" in Delmenhorst absolvierte er zunächst eine dreijährige Ausbildung als Kaufmann im Groß- und Außenhandel bei einem Kaffee-Importunternehmen in Bremen und besuchte dann von 1993 bis 1996 die Schauspielschule im Bremer Kulturzentrum Schlachthof. Kaffee oder Tee? "Ich liebe beides. Bei den Oromo gibt es eine ganz besondere Kaffeezeremonie und bei den Ostfriesen bekanntlich die Teezeremonie."

Mit seiner Band „Yared Dibaba und die Schlickrutscher“ tourt der zweifache Vater im Dezember wieder durch Norddeutschland und präsentiert plattdeutsche Shanties und Evergreens von der Küste.

Nicht nur das Verdener Publikum, auch Yared Dibaba freut sich, wenn er 2024 endlich wieder "Moin Verden" sagen kann.  Die Veranstalter hoffen jedenfalls, dass die insgesamt 37. Sport und Schau wie geplant am Dreikönigstag 2024, 6. Januar, über die Bühne geht und wünschen den Fans bis dahin noch ein wenig Durchhaltevermögen und jede Menge Vorfreude auf die Darbietungen der Weltmeister und Olympiasieger in der Niedersachsenhalle. Alle Karten für 2021, 2022 und 2023 verlieren ihre Gültigkeit und können in den Vorverkaufsstellen, bei denen sie erworben wurden, zurückgegeben werden. 

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