Erster E-Golf-Dienstwagen in Verden Stadtwerke sind elektrisch unterwegs

Den ersten Golf mit reinem Elektroantrieb haben die Stadtwerke Verden seit gestern in Betrieb. Die Reichweite soll rund 150 Kilometer betragen. Eingesetzt wird der Dienstwagen im Stadtverkehr.
08.01.2015, 00:00
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Stadtwerke sind elektrisch unterwegs
Von Andreas D. Becker

Den ersten Golf mit reinem Elektroantrieb haben die Stadtwerke Verden seit gestern in Betrieb. Die Reichweite soll rund 150 Kilometer betragen. Eingesetzt wird der Dienstwagen im Stadtverkehr.

Die Stadtwerke Verden sind künftig abgasärmer unterwegs: Am Mittwoch nahmen Geschäftsführer Joachim Weiland und Teamleiter Jörn Zahnd das erste Elektroauto der Unternehmensflotte in Empfang. Es handelt sich um einen E-Golf – nach Angaben von Matthias Meyer und Susanne Eggers-Staiger vom Autohaus Eggers der erste und bislang einzige, der in Verden ausgeliefert wurde.

Auch E-Roller in Betrieb

„Damit setzen die Stadtwerke weiter auf regenerative Energien und Antriebe“, sagte Weiland bei der symbolischen Schlüsselübergabe. Neben dem neuen Wagen haben die Stadtwerke bereits seit 2011 einen E-Roller in Betrieb, der eine Reichweite von rund 50 Kilometern mit einer Akkuladung hat. Außerdem stehen einige Elektrofahrräder bereit, die auch von Kunden und Nichtkunden gemietet werden können.

Den neuen E-Golf wollen die Stadtwerke nach den Worten des Geschäftsführers im Dienstbetrieb einsetzen und damit „möglichst oft in Verden“ unterwegs sein. Genutzt werden soll er vor allem von denjenigen Abteilungen, die ohne großen Stauraum auskommen. „Unsere Teams, die Werkzeug und Ersatzteile transportieren müssen, werden den Wagen nicht nutzen können“, sagt Weiland. Für ihn hat der neue Dienstwagen der Stadtwerke gleich mehrere Vorteile. Er sei leise, umweltfreundlich, genieße Steuervorteile und glänze durch insgesamt geringe Betriebskosten.

Eigene Stromtankstelle

Der Akku des E-Golfs soll rund 150 Kilometer Reichweite ermöglichen, bis er wieder an die Steckdose muss. „Im Winter muss man sehen, wie weit man tatsächlich kommt“, sagt Matthias Meyer. Bislang lägen auch dem Autohaus keine Erfahrungswerte vor. „Es wird aber wohl weniger werden, weil während der kalten Jahreszeit viele Verbraucher wie Lüftung, Klimaanlage und Heckscheibenheizung betrieben werden“, vermutet er. In erster Linie sei der elektrische Golf sowieso für den Stadtverkehr geeignet, und so soll er nach Aussage der Stadtwerke auch genutzt werden.

Aufgeladen wird der Akku an der Stromtankstelle auf dem Außengelände der Stadtwerke, die mit Ökostrom betrieben wird. Eine weitere Ladesäule betreiben die Stadtwerke auf dem Parkplatz der Aller-Weser-Klinik. An beiden Stationen ist kostenloses Laden möglich.

Investiert haben die Stadtwerke rund 33 000 Euro für ihren neuen Dienstwagen. Laut Meyer sind das rund 7000 Euro mehr als ein herkömmlicher Golf mit vergleichbarer Ausstattung. „Es ist klar, dass so ein Nischenfahrzeug mit aufwendiger Technik noch teurer ist.“ Ansonsten sei der E-Golf auf den ersten Blick kaum von einem herkömmlichen Fahrzeug zu unterscheide. Auch beim Fahren biete der Wagen keine Nachteile – abgesehen von der begrenzten Reichweite. Der Elektromotor beschleunigt das Auto laut Prospekt in 10,4 Sekunden auf Tempo 100, die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 140 Kilometer pro Stunde.

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