90 Kinder erfahren an Bienenstand in Kirchlinteln mehr über die Tiere und das Hobby Imkerei Süße Versuchung aus der Honigschleuder

Wie entsteht eigentlich Honig? Welche Bedeutung hat die Königin in einem Bienenvolk? Und warum muss man vor Bienen keine Angst haben? Nur drei von vielen Fragen, auf die die Kinder bei einer Ferienaktion rund um Bienen und Imkerei in Kirchlinteln eine Antwort bekamen. Doch neben all den Informationen durfte natürlich auch das Honigschlecken bei den Jungen und Mädchen nicht zu kurz kommen.
15.07.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Süße Versuchung aus der Honigschleuder
Von Marius Merle

Wie entsteht eigentlich Honig? Welche Bedeutung hat die Königin in einem Bienenvolk? Und warum muss man vor Bienen keine Angst haben? Nur drei von vielen Fragen, auf die die Kinder bei einer Ferienaktion rund um Bienen und Imkerei in Kirchlinteln eine Antwort bekamen. Doch neben all den Informationen durfte natürlich auch das Honigschlecken bei den Jungen und Mädchen nicht zu kurz kommen.

Landkreis Verden. "Ich habe heute viel Neues über Bienen gelernt", sagte der neunjährige Lennart erfreut. Lennart war eines von 90 Kindern, die, aufgeteilt in zwei Gruppen für den Vormittag und den Nachmittag, am Sonnabend am Bienenstand von Imker Dieter Röpe in Kirchlinteln an einer Sommerferienaktion zum Thema Bienen und Imkerei teilnahmen. Mehrere Züchter aus dem Landkreis halfen Röpe dabei, den Jungen und Mädchen ihr Hobby an verschiedenen Stationen näher zu bringen.

"Wir wollen den Kindern die weitverbreitete Angst vor Bienen nehmen", erklärte Imker Hinni Blanke eines der Hauptziele der Veranstaltung. Bienen seien in keiner Weise so gefährlich, wie viele Menschen immer noch glaubten. Doch auch einen weiteren Gedanken verfolgte Röpe mit der Aktion, die er bereits seit rund 20 Jahren in jedem Sommer betreut. Natürlich sei es auch das Ziel, bei den Kindern das Interesse für die Imkerei zu wecken, in der Hoffnung, dass sie eines Tages selbst in diesem Bereich tätig werden. Röpe selbst habe schon in ganz jungen Jahren mit dem Hobby begonnen und arbeite nun seit 66 Jahren mit den Bienen. Häufig seien es auch die Eltern, die ihre Kinder eigentlich nur zur Ferienaktion bringen wollten, dann aber Begeisterung für die Arbeit entwickelten, erzählte Blanke. Einige hätten nun selbst mit einer kleinen Bienenzucht begonnen, nachdem sie erste Eindrücke sammeln konnten.

Blick durchs Mikroskop

Bei der Durchführung des Kirchlintler Ferienprogramms rund um die Biene konnten die Kinder nicht nur viel Informatives erfahren, sondern auch einiges selbst ausprobieren. Ein Mikroskop bot ihnen die Möglichkeit, einen genaueren Blick etwa auf den Stachel der Biene zu werfen. An einer weiteren Station konnte sich jedes Kind eine eigene Bienenwachskerze drehen und diese als Andenken mit nach Hause nehmen. Besondere Begeisterung entfachte bei den Jungen und Mädchen jedoch die Honigschleuder. In deren Innerem befinden sich die Waben, die sich durch Kurbeln an der Außenseite zu drehen beginnen. Durch die entstehende Fliehkraft wird der Honig herausgeschleudert und in einem Topf aufgefangen. Eine süße Versuchung für die Kinder, die sich schnell über die süße Leckerei hermachten. "Mir hat zwar alles Spaß gemacht, aber besonders das Honigschlecken", sagte die achtjährige Leonie. Am Anfang der Aktion hielt Imker Werner Eibig zunächst einen kindgerechten Vortrag, dem die kleinen Besucher aufmerksam folgten. Auf großes Interesse stießen auch die Erläuterungen am vorbereiteten Schaukasten, in dem sich das Leben und Treiben der Bienen durch eine Glasscheibe beobachten ließ. Speziell die Aktionen der Bienenkönigin wurde von den Kinder genauestens beobachtet.

Am Ende der ereignisreichen Stunden wurde es noch mal hektisch, als frisch geschmierte Honigbrötchen serviert wurden. Nach nur wenigen Augenblicken hatten die Jungen und Mädchen die drei großen Platten leergeputzt. Damit war der Hunger nach Süßem bei vielen aber noch nicht gestillt, und so ging es zurück zur Honigschleuder, um die Finger immer wieder unter die Öffnung zu halten – "hmmh, ist das lecker"!

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