So viele Radtouristen wie noch nie Über Verden an die Nordsee

Verden. Ziel ist die Nordsee, doch auf dem Weg dahin legen viele eine Verschnaufpause in Verden ein. Angelika Revermann, Leiterin der Tourist-Information, freut sich: "Es werden immer mehr."
13.08.2012, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Sarah Boese

Verden. Ziel ist die Nordsee, doch auf dem Weg dahin legen viele eine Verschnaufpause in Verden ein. Angelika Revermann, Leiterin der Tourist-Information, freut sich: "Es werden immer mehr."

Ulrike und Peter Blumendorf stehen in Verdens Innenstadt, neben sich die mit prallen Packtaschen beladenen Räder. Das Ehepaar hat von seinem Wohnort Gehrden bei Hannover bereits am ersten Tag auf dem Weser-Radweg 97 Kilometer bis Hoya zurückgelegt. "Heute Morgen sind wir dann nach Verden geradelt, um uns den Dom anzusehen", erzählt Peter Blumendorf. Danach soll es nach Bremen gehen und schließlich nach Cuxhaven. Die 59-Jährige und ihr acht Jahre älterer Mann sind zum ersten Mal auf diesem Abschnitt des Radwegs unterwegs. "Unterkünfte suchen wir uns immer spontan. Wir nehmen, was gerade auf dem Weg liegt", so das Ehepaar. In ihren Packtaschen haben die beiden fast ausschließlich Wechselkleidung. Und Mückenspray. "Haben wir uns gerade gekauft", berichtet Ulrike Blumendorf.

Nachdem Michael Graf aus Frankfurt in den vergangenen Jahren die Radwege an Rhein, Mosel, Donau und Elbe befahren hat, ist er nun auf dem Weser-Radweg mit seiner Freundin und deren Mutter unterwegs. Begonnen haben sie ihre Radtour in Hannoversch Münden, ihr Ziel ist Nordenham. "Falls dann noch Zeit ist, fahren wir noch weiter nach Bremerhaven oder Butjadingen", sagt der 45-Jährige. Ausgestattet mit zwei Zelten, Isomatten und Schlafsäcken schlagen sie jeden Abend auf einem anderen Campingplatz ihr Lager auf. "Das macht wirklich Spaß. Ich empfehle aber jedem Radtouristen, sich vorher über die Plätze zu informieren", so Graf. Den Rückweg werden die drei nicht mit dem Rad zurücklegen, sondern mit dem Zug. Graf: "Wir wollen es ja nicht zu heftig angehen."

Christian und Andreas Niemann (31 und 32) sind ebenfalls in Hannoversch Münden gestartet, dort haben sich die Brüder aus Münster und Berlin getroffen. Seitdem legen sie täglich um die 80 Kilometer mit dem Rad zurück. Auch sie sind mit einem Zelt unterwegs.

Laut Angelika Revermann von der Tourist-Information kommen im Moment so viele Radtouristen nach Verden wie noch nie: "Wir profitieren sehr von den Fernradwegen an Weser und Aller". Inzwischen würden einige Verdener Hotels "bett + bike" anbieten – ein Label, das Qualität verspricht.

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