Lena Philipp aus Achim geht für ein Jahr nach Süd-Ost-Asien – dort will sie in einer Schule arbeiten Unterrichten in Kambodscha

Achim. Die Achimerin Lena Philipp will nach ihrem Abitur ins Ausland gehen. Ein Plan, den viele Jugendliche nach der Schule umsetzen möchten. Doch nicht etwa die üblichen Fernziele USA oder Australien ziehen die 20-Jährige an. Lena Philipp möchte nach Kambodscha, um dort bei einer Hilfsorganisation zu arbeiten und Kindern zu helfen.
28.05.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Stephen Kraut

Achim. Die Achimerin Lena Philipp will nach ihrem Abitur ins Ausland gehen. Ein Plan, den viele Jugendliche nach der Schule umsetzen möchten. Doch nicht etwa die üblichen Fernziele USA oder Australien ziehen die 20-Jährige an. Lena Philipp möchte nach Kambodscha, um dort bei einer Hilfsorganisation zu arbeiten und Kindern zu helfen.

"Dass ich ins Ausland will, war mir schon länger klar. Deutschland ist einfach so klein", erklärte sie ihre Gründe. "Und da mich Süd-Ost-Asien schon immer fasziniert hat, sollte es ein Land aus dieser Region werden." Nachdem sie einen Vortrag über Laos und Kambodscha besucht hatte, war klar, es sollte eines dieser beiden Länder werden. Doch Lena Philipps Fernweh zeigte sich schon früher: Ihr Abitur macht sie momentan in Jena. "Ich musste einfach mal raus aus Achim", sagte sie zu ihren Gründen.

Spender gesucht

Wenig begeistert von den Plänen, ins Ausland zu gehen, war zunächst ihr Umfeld. "Die meisten haben mich für verrückt gehalten", sagte sie. "Meine Mutter hat nicht geglaubt, dass ich das wirklich tue." Bei fünf Organisationen hatte Lena Philipp sich beworben, "Brot für die Welt" sagte zu. Nun heißt es, sich einen Spenderkreis aufzubauen, der das Projekt finanziell unterstützt. Das sei Voraussetzung, so die Schülerin. "Meine Mutter unterstützt mich schon, und an der Schule habe ich beispielsweise Kuchen verkauft, um Geld zu sammeln." Auch die Lehrer engagierten sich.

Die nächsten Pläne beschäftigen sich jedoch erst einmal mit dem Umzug zurück in die Heimat. "Nach den Abiturprüfungen geht es wieder nach Achim", erklärte sie. Am 3. August stehe dann der Aufbruch nach Kambodscha an.

Für ein Jahr möchte sie dort leben. Ihre Aufgaben werden sich auf das Unterrichten der Kinder in einem Vorort der Hauptstadt Phnom Penh konzentrieren. Ein bisschen Erfahrung im Umgang mit Kindern hat Lena Philipp bereits. "Ich habe Nachhilfe gegeben und Jugendgruppen von der Achimer Kirche aus begleitet. Außerdem engagiere ich mich in Jena in sozialen Projekten." Trotzdem legte ihr Vorgänger in Kambodscha ihr nahe, sich mit spezieller Literatur über das Unterrichten der Kinder dort einzudecken. "In Süd-Ost-Asien ist das wohl etwas ganz anderes", wiederholte sie den Ratschlag.

Und wie sehen nun Lena Philipps Pläne aus bis zum Start in die neue Umgebung? "Abgesehen vom Abitur, dem Umzug und dem Organisieren des Spenderkreises, versuche ich, die Landessprache Khmer zu lernen", sagte sie und fügte lachend hinzu: "das klappt zwar eher schlecht als recht, aber mein guter Wille ist sicher zu erkennen." Ansonsten fühle sich die Reise aber noch "ganz weit weg" an, "wegen des Abiturs und des Umzugs". Dennoch sei die Freude auf das ferne Land groß. "Es wirkt wirklich schön dort, außerdem freue ich mich auf die Tiere." So sind Elefanten und Tiger nur zwei von zahlreichen frei lebenden Arten in Kambodscha, die in Deutschland nur in Zoos anzutreffen sind.

Ein Verschieben der Reise, etwa auf die Zeit nach einem möglichen Studium, kam für Lena Philipp übrigens nicht infrage. "Viele sagen, dass sie erst studieren wollen, um nicht aus dem Lern-Rhythmus zu kommen. Aber ich glaube, die meisten gehen dann auch später nicht mehr ins Ausland."

Wer Lena Philipp unterstützen möchte, kann telefonisch mit ihr Kontakt aufnehmen unter 01577/8930396 oder per E-Mail: Lena.Philipp@kabelmail.de.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+