Kreistagswahl

CDU bleibt stärkste Kraft im Kreistag Verden

Bei der Kreistagswahl konnte die CDU die Mehrheit halten. Einen klaren Zugewinn konnten lediglich die Grünen einfahren. Sie blieben allerdings unter 20 Prozent.
12.09.2021, 23:24
Lesedauer: 2 Min
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Von Marie Lührs Antonia Blome
CDU bleibt stärkste Kraft im Kreistag Verden

Die CDU bildet im Kreistag wieder die größte Fraktion.

Björn Hake

Die CDU bleibt mit 34,7 Prozent der Stimmen weiterhin stärkste Kraft im Verdener Kreistag. Ihre 18 Sitze konnte sie halten. Bei der Kommunalwahl 2016 war es den Christdemokraten nach 25 Jahren gelungen, der SPD den Rang abzulaufen. „Bei der bundespolitischen Stimmung ist es nicht selbstverständlich, dass wir fast das gleiche Ergebnis haben wie im Jahr 2016“, kommentiert der CDU-Fraktionsvorsitzende Wilhelm Hogrefe das Wahlergebnis. Er sei jedenfalls davon ausgegangen, dass die CDU stärkste Kraft bleibe. „Die Bürger sehen den Unterschied zwischen der Bundes- und Kommunalebene“, ist Hogrefe überzeugt. Die sachorientierte Arbeit der CDU im Kreistag werde von den Wählern honoriert.

Die SPD konnte 29,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Beide Großparteien büßten geringfügig ein. Heiko Oetjen, Fraktionsvorsitzender der SPD, hatte gehofft, den Stimmenanteil von 2011 zu halten. Ein Ergebnis über 30 Prozent wäre in Ordnung gewesen, sagt er. Das Ergebnis sei kein Grund zum Jubeln. Der SPD stehen nun 15 Sitze zu – einer weniger als zuvor. 

Zugewinne für die Grünen

Über Zugewinne konnten sich wiederum die Grünen freuen. Mit 18,2 Prozent holten sie rund vier Prozentpunkte mehr als noch 2016. „Wir haben uns eigentlich 20 Prozent erhofft, sind aber dennoch zufrieden mit dem Ergebnis“, kommentierte Karin Labinsky-Meyer vom Kreisvorstand der Grünen. Die Menschen seien nicht bereit, die Realität und die dramatische Klimasituation anzuerkennen, lautete ihre Vermutung. Die Fraktion gewinnt dennoch zwei zusätzliche Sitze.

Auch die FDP fuhr mit 6,7 Prozent ein leichtes Plus ein, das ihr einen dritten Sitz im Kreistag bescherte. Die AfD (5,1 Prozent) verlor vier Prozentpunkte und somit einen Sitz. "Ich freue mich am meisten, dass sich die Stimmen der AfD halbiert haben", sagt Oetjen. Und auch Hogrefe zeigt sich über den Stimmenverlust der AfD erfreut: "Sie hat im Kreistag nichts geleistet".

Die Linke wurde von 2,3 und die Freien Wähler von zwei Prozent der Menschen gewählt. Beide bekommen einen Platz. Für die Linke bedeutet das eine Halbierung der Fraktion. Die Freien Wähler waren im Kreistag zuvor nicht vertreten. Für sie zieht Kai Rosebrock ein. Die unabhängige Bürgerliste Thedinghausen im Landkreis Verden (UBL) blieb unter einem Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,1 Prozent und fiel somit etwas höher aus als fünf Jahre zuvor.

So setzt sich der Kreistag zusammen

Trotz der eher geringfügigen Veränderungen in der Sitzverteilung gibt es im Kreistag künftig viele neue Gesichter. Der Kreistag setzt sich künftig wie folgt zusammen. CDU: Nadine Fischer, Annameta Rippich, Isabel Gottschewsky, Bernd Anders, Jens Richter, Adrian Mohr, Sven Sottorff, Frank Medewald, Reiner Sterna, Dirk Gieschen, Reinhard Lueßen, Bodo Becker, Andreas Mattfeldt, Wilhelm Hogrefe, Günter Lühning, Karin Bergmann, Mario Hoffmann, Hella Bachmann. SPD: Cornelia Schneider-Pungs, Herfried Meyer, Heiko Oeltjen, Tim Austermann, Karin Hanschmann, Eva Maria Hibbeler, Gerard-Otto Dyck, Günter Block-Osmers, Ralf Großklaus, André Herzog, Dörte Liebetruth, Diethelm Ehlers, Lars-Henrik Haase, Petra Roslius und Hans-Hermann Prüser. Grüne: Susanne Hüneke, Lennart Quiring, Alina Ludas, Doris Gerken, Karin Labinsky-Meyer, Erich von Hofe, Elisabeth Böse, Frank-Peter Seemann und Gitta Stahl. AfD: Sebastian Dahlweg, Klaus Wichmann und Jochen Rohrberg. FDP: Christoph Pein, Henning Wittboldt-Müller und Heinz von Hollen. Linke: Jürgen Baumgartner. Freie Wähler: Kai Rosebrock.

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