Elf Kinder erleben Waldwoche Zeremonie schützt vor Zeckenbissen

Langwedel-Cluvenhagen. Wenn dunkle Wolken am Himmel hängen, lässt es sich im Wald prima aushalten. Besonders wenn man die Pflanzenwelt erforschen und Tiere beobachten möchte, wie elf Mädchen und Jungen aus Achim und Verden bei einer Ferienspaßaktion im Wald bei Cluvenhagen.
20.07.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Christian Butt

Langwedel-Cluvenhagen. Wenn dunkle Wolken am Himmel hängen, lässt es sich im Wald prima aushalten. Besonders wenn man die Pflanzenwelt erforschen und Tiere beobachten möchte, wie elf Mädchen und Jungen aus Achim und Verden bei einer Ferienspaßaktion im Wald bei Cluvenhagen.

Das mehrtägige Abenteuer ermöglicht ihnen Wildnis- und Erlebnispädagogin Kessi Frech. Jeden Morgen empfing sie die Teilnehmer mit einer entspannten Räucher-Zeremonie auf einer Waldlichtung. "Der Rauch übertönt den Körpergeruch. Wildlebende Tiere werden dadurch nicht so schnell auf uns Menschen aufmerksam", erzählt Kessi Frech. Außerdem hat die Prozedur noch einen weiteren Vorteil: "Der starke Räucher-Geruch schreckt Zecken ab", sagt die Pädagogin.

Anschließend vermittelte sie den Kindern, wie man sich im Wald mucksmäuschenstill verhalten kann. "Das ist wichtig, wenn wir nach scheuen Tieren Ausschau halten wollen", sagt Kessi Frech. Mit abrollenden Fußtritten schleicht sie voran, im Gänsemarsch gefolgt von den elf Kindern, die in ihre Fußstapfen treten wollten.

Die Wildnis- und Erlebnispädagogin empfiehlt den Kindern, beim vorsichtigen Vorwärtsgehen nicht auf den Waldboden zu achten, sondern ihn vorsichtig mit den Füßen zu ertasten und, falls dort kein Tannenzapfen oder Ast liegt, den Fuß langsam abzusetzen. Es folgt ein erstes Training. Kessi Frech stellt sich mitten auf die Waldlichtung. Währenddessen sollen die Kinder in alle Himmelsrichtungen ausschwärmen und sich so hinter Büschen und Baumstämmen verstecken, bis die Pädagogin sie nicht mehr sehen kann.

Dann schließt sie die Augen. Die Mädchen und Jungen haben nun die Aufgabe, sich bis auf einen Meter an die Pädagogin heranzuschleichen, ohne von ihr akustisch wahrgenommen zu werden. Nach einigen Durchläufen, viele Kinder sind erwischt worden, gelingt es den Mädchen und Jungen im dritten Durchgang auf Anhieb.

"Es hilft, das Gewicht erst ganz spät zu verlagern", erzählt Jonas. Jaane hat ein anderes Patentrezept: "Möglichst viel auf dem Sand gehen, denn Blätter knistern sehr laut." "Wir haben Glück, dass es nicht trocken ist, denn dann rascheln die Blätter noch mehr", sagt Petje. Sie berichtet, dass jedes Kind im Cluvenhagener Wald einen Baumfreund gefunden hat. "Als ich vor ihm saß und gelauscht habe, konnte ich ganz viele Vögel hören", erzählt Petje.

Kessi Frech unterrichtete die Kinder auch in alten Handwerkstechniken. "Da wir viele Fortgeschrittene unter uns haben, machen wir Schnüre aus Brennnesseln", erzählt die Pädagogin.

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