Statistik Wesermarsch Schutz für Geflüchtete

Statistisch sind bislang 623 geflüchtete Menschen im Landkreis Wesermarsch untergekommen. Die Zahl bleibt jedoch unbekannt, denn die Registrierung erfolgt über die Landesaufnahmestelle oder freiwillig.
25.04.2022, 16:00
Lesedauer: 2 Min
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Schutz für Geflüchtete
Von Iris Messerschmidt

Landkreis Wesermarsch. 623 geflüchtete Menschen aus der Ukraine finden derzeit Schutz in der Wesermarsch, jedenfalls ist das die zuletzt vom Landkreis herausgegebene Personenzahl. Die eigentliche Zahl an Flüchtlingen dürfte allerdings höher sein, das räumt auch der Landkreis in einer Pressemitteilung ein. Denn die Registrierung ist – wenn auch für wichtig erachtet – immer noch eine freiwillige.

„Zunächst einmal möchte ich mich bei allen Menschen aus der Wesermarsch für die große Hilfsbereitschaft bedanken. Bei uns werden die geflüchteten Menschen aus den Kriegsgebieten mit offenen Armen empfangen. Mir ist bewusst, dass es für alle Kommunen, alle Hilfsorganisationen und alle haupt- und ehrenamtlichen Kräfte ein wahrer Kraftakt ist und bisher leider weder eine Entspannung noch ein Ende in Sicht ist“, so Landrat Stephan Siefken in einer Erklärung, die der Landkreis herausgegeben hat. Darin ist auch von aktuellen Zahlen die Rede. 

Verlegung über Ostern

Zunächst einmal heißt es allerdings, dass der Landkreis Wesermarsch vonseiten des Landes Niedersachsen darüber unterrichtet wurde, dass es erforderlich sei, über das Osterwochenende Personen in die Kommunen zu verlegen. Für die Wesermarsch erfolgte die konkrete Ankündigung einer Zuweisung von 25 Personen am Sonnabend, 16. April, welche dann am Ostermontag, 18. April, vollzogen wurde. Hintergrund sei, dass die Niedersächsische Landesaufnahmebehörde damit die Aufnahmefähigkeit des bundesweiten Verteilzentrums in Laatzen sicherstellen wollte und dort entsprechende Kapazitäten freigemacht werden mussten.

Aus diesem Grunde handelte es sich um eine Sonderzuweisung an geflüchteten Personen, die mit entsprechend kurzem Vorlauf angekündigt wurde.

Die Unterbringung erfolgte laut Landkreis Wesermarsch in der Stadt Elsfleth sowie den Gemeinden Berne, Butjadingen und Ovelgönne. Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und des Technischen Hilfswerkes (THW) halfen, die Geflüchteten, die in Brake eintrafen, in die jeweiligen Unterkünfte zu geleiten. Nach der Ankündigung der notwendigen Osteraktion durch das Land hatten sich die Verwaltungen der Städte und Gemeinden mit dem Landkreis darüber verständigt, wo noch freie Kapazitäten an Wohnraum zur Verfügung stehen, um bedarfsgerecht reagieren zu können. Durch die Unterstützung der ehrenamtlichen Kräfte konnte dann die Zuweisung der Familien wie geplant umgesetzt werden.

Täglicher Abgleich über Wohnraum

Laut dem Landkreis Wesermarsch gebe es seit Ausbruch des Krieges und der damit im Zusammenhang stehenden Flüchtlingsunterbringung nahezu täglich einen Abgleich der Kommunen und des Landkreises, wo noch Wohnraum geschaffen werden kann, um Personen unterzubringen.

Offiziell in der Wesermarsch aufgenommen wurden laut Landkreis insgesamt bisher 623 geflüchtete Personen. "Hierbei handelt es sich um all jene Personen, die dem Landkreis Wesermarsch vonseiten des Landes Niedersachsen zugewiesen wurden sowie außerdem um Personen, die privat in die Wesermarsch eingereist und bei Bekannten untergekommen sind und sich freiwillig über die Kommunen beim Landkreis haben registrieren lassen", macht der Landkreis deutlich. Nicht erfasst und nicht bekannt sei die Zahl derer, die privat in die Wesermarsch eingereist und untergekommen seien und sich bisher nicht haben freiwillig registrieren lassen.

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