Kindergärtnerin in Berne erkrankt 260 Personen in Quarantäne

Im Kindergarten Ganspe hat sich eine Erzieherin mit dem Coronavirus infiziert. Nicht nur sie, sondern auch 260 Kontaktpersonen – Kinder, Eltern und Erzieherinnen – befinden sich jetzt in häuslicher Quarantäne.
24.03.2020, 17:18
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Von Gabriela Keller

Wesermarsch/Landkreis Osterholz. Im Kindergarten Ganspe in der Gemeinde Berne hat sich eine Erzieherin mit dem Coronavirus infiziert. Nicht nur sie, sondern auch 260 Kontaktpersonen – Kinder, Eltern und Erzieherkollegen – befinden sich deshalb jetzt in häuslicher Quarantäne. Das hat der Landkreis Wesermarsch am Dienstag mitgeteilt. Laut Kreissprecher Martin Bolte wurde die betroffene Erzieherin am 17. März, von ihrem Hausarzt für einen Abstrich angemeldet. Am selben Tag sei das Gesundheitsamt über den begründeten Verdacht informiert und die Erzieherin unter häusliche Quarantäne gestellt worden. Am 21. März, sei das positive Testergebnis übermittelt worden. Das Gesundheitsamt habe daraufhin die Kontaktpersonen informiert.

Nach Angaben des Kreissprechers hatte die Erzieherin am 13. März – dem letzten Werktag vor der bundesweiten Schließung der Schulen und Kindergärten am 16. März – noch gearbeitet. „Die Symptome sind bei ihr nach eigener Aussage am Abend des 13. März aufgetreten.“ Laut Martin Bolte müssen alle 260 Kontaktpersonen bis einschließlich 27. März in Quarantäne bleiben. Falls erforderlich, werde die Dauer der Quarantäne verlängert.

Laut Gesundheitsamt des Landkreises Wesermarsch hat sich am Dienstag die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Kreis auf 13 erhöht. Unter den beiden neuen Fällen befindet sich ein Fall, bei dem eine stationäre Betreuung erforderlich ist. Alle weiteren zwölf Fälle werden in häuslicher Quarantäne betreut.

Am Dienstag hat auch der Kreis Osterholz zwei weitere Corona-Fälle gemeldet. Die Personen stammen aus der Stadt Osterholz-Scharmbeck und der Gemeinde Schwanewede. Damit liegen insgesamt 29 bestätigte Fälle im Kreisgebiet vor. Aktuell wurden 112 Kontaktpersonen ermittelt. Es gibt 53 begründete Verdachtsfälle.

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