Bouleplatz geplant Ein Stück Frankreich in Ganspe

Die Gemeinde Berne könnte einen öffentlichen Bouleplatz geschenkt bekommen. Möglich macht dies ein Projekt des Landkreises Wesermarsch.
02.05.2019, 17:28
Lesedauer: 2 Min
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Von Hannelore Johannesdotter

Berne. Die Gemeinde Berne könnte einen öffentlichen Bouleplatz geschenkt bekommen. Möglich macht dies ein Projekt des Landkreises Wesermarsch, der die Anlage zu 100 Prozent fördern würde. Das Geld würde jeweils zur Hälfte aus dem Programm Leader der noch bis 2020 laufenden Förderperiode und aus dem Topf „Wesermarsch in Bewegung“ zur Verfügung gestellt. In den Genuss der Förderung können alle interessierten Gemeinden kommen.

Der Ausschuss für Gemeindeentwicklung im Rat der Gemeinde Berne wird in seiner nächsten öffentlichen Sitzung am Dienstag, 7. Mai, ab 18 Uhr im Rathaus über das Thema beraten. Die Verwaltung hat für die mögliche Bouleanlage bereits ein Grundstück ins Auge gefasst: den nicht mehr genutzten und sanierungsbedürftigen Bolzplatz an der Ecke Wachtelweg / Bussardstraße in Ganspe.

Wie aus dem Aktionsplan der Gruppe „Wesermarsch in Bewegung“ hervorgeht, sprechen für die Anlage eines Platzes mehrere Gründe. Dazu gehört zum einen ein steigendes Interesse an diesem französischen Kugelsport, der ohne besondere Vorkenntnisse und Voraussetzungen betrieben werden kann. Menschen aller Altersgruppen können das Spiel ausführen – auch Interessierte mit Bewegungseinschränkungen, da die Plätze barrierefrei sind. Schließlich und nicht zuletzt wird das Boulespiel als Möglichkeit betrachtet, ohne Vereinsmitgliedschaft die Geselligkeit pflegen zu können. Einheimische, Gäste und Menschen aus anderen Ländern wie Migranten oder befristete Arbeitnehmer lassen sich in das Spiel integrieren, das nach kurzer Einweisung leicht zu verstehen ist.

Laut der Beschreibung des Projekts soll der Bouleplatz so ausgerüstet werden, dass er sogar die Mindestausstattung für Wettkämpfe erfüllt. Angelegt werden könnten zwei Bahnen von je 12,60 Meter Länge und 3,60 Meter Breite. Denkbar sind weiterhin ein Unterstand, ein Fahrradhalter und Beleuchtung. Zwei Bänke rechts und links der Bahnen stehen für wartende Spieler oder Zuschauer bereit. Gedeckt werden sollen die beiden Bahnen mit einem Mineralgemisch, das aus Naturmaterialien besteht, wasserdurchlässig und staubarm ist. Die Bouleplätze werden mit Rasenkantsteinen als Begrenzung und Umrandung eingefasst. Es gibt Überlegungen, die Plätze in den verschiedenen Gemeinden mit dem Titel „Boule & Bike“ und Flyern mit Karten der Standorte zu bewerben.

Die Gemeinde Berne könnte mit der Anlage des Bouleplatzes am Wachtelweg nicht nur die Erneuerung der Zaunanlage um den ehemaligen Bolzplatz einsparen, die sie selbst mit rund 15 000 Euro kalkuliert. Sie würde auch die Klagen über Lärm auf dem Grundstück und über dessen nicht immer bestimmungsgemäße Nutzung, die seitens der Anwohner wiederholt geäußert wurden, aus der Welt schaffen. „Der Boulesport ist nach Aussage von Fachleuten ein sehr ruhiger Sport“, schreibt die Verwaltung in ihrer Sitzungsvorlage, „und würde der Nachbarschaft am Wachtelweg zugute kommen.“

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