Radball

Für kalte Jahreszeit Laufband angeschafft

Der Radball-Vereinsvorsitzende vom RV Fahr Wohl Warfleth, André Meyer, freut sich schon auf den Urlaub, Konzerte und auf den Sport mit den jungen Mitspielern im Verein.
01.02.2021, 12:53
Lesedauer: 3 Min
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Von Olaf Schnell
Muss man in dieser Zeit ja schon mal zuerst fragen. Wie sieht es bei Ihnen mit der Gesundheit aus?

André Meyer: Gesundheitlich haben wir uns als Familie gut geschlagen und sind alle bisher gut durch die Pandemie gekommen. Die eingeschränkten Kontakte im letzten Jahr haben dann natürlich auch dazu beigetragen, dass keine Erkältung – oder anderweitige Virenerkrankung es bis in unsere Familie geschafft hat.

Jüngst wurden weitere Corona-Maßnahmen beschlossen. Wie ist Ihre Meinung dazu?

Ich finde, dass die beschlossenen Maßnahmen richtig und wichtig sind, um den Verlauf der Pandemie solange zu unterbrechen, bis die nötigen Impfungen flächendeckend in der Bevölkerung angekommen sind. Wir müssen jetzt die nächste Zeit uns alle noch einmal anstrengen, um mit dem eigenen Verhalten den Verlauf der Pandemie und die Anzahl der Erkrankungen auf einer niedrigen Fallzahl zu senken – damit zur Mitte des Jahres auch sinnvolle Lockerungen umgesetzt werden können. Mir ist natürlich auch bewusst, dass ich als Nichtselbständiger mit festem Angestelltenverhältnis bisher sehr gut im finanziellen Rahmen durch die Corona-Zeit gekommen bin.

Sind Sie inzwischen auch schon im Homeoffice?

Ja, natürlich bin ich auch schon im Homeoffice. Wir haben in der Firma die Vorgabe, nicht mit mehr als einer Person im Zwei-Personen-Büro zur gleichen Zeit zu arbeiten. Deswegen habe ich mit meinem Kollegen die Abmachung getroffen, dass wir jeden zweiten Tag im Homeoffice bleiben, damit immer ein Ansprechpartner im Büro bleibt.

Wie lange waren Sie schon nicht mehr in der Sporthalle?

Das letzte Mal, dass wir unter Einhaltung eines Hygiene-Konzeptes unseres Vereins in der SportHalle waren, war im vergangenen Jahr in der Zeit vom 29. August bis 30. November. Davor hatten wir ja bekanntlich schon seit dem 17. März eine Sporthallen-Sperrung.

Haben Sie nun inzwischen ganz die Füße hochgelegt?

Natürlich habe ich nicht die Füße hochgelegt. Da ich schon immer ein agiler Mensch war, der nicht die ganze Zeit im Haus sitzen kann – ohne dass ihm die Decke auf den Kopf fällt – habe ich mich mit unseren Töchtern (Julia und Annika spielen Handball bei der TSV Farge-Rekum) und Vanessa (spielt Fußball bei der SG Ihlpohl/Lesumstotel, Anm, d. Red.) nun ein gemeinsames neues Hobby zugelegt. Wir joggen mehrmals in der Woche auf einem Rundkurs in unserer Umgebung. Damit bleiben wir alle in Form und kommen mal wieder an die frische Luft. Zusätzlich haben wir uns durch die gesparten Urlaubskosten jetzt für die kalte Jahreszeit ein Laufband angeschafft.

Vieles geht nicht mehr. Da muss doch eine schöne Ablenkung her, oder?

Ja, natürlich haben wir in der Zeit der Pandemie viele Sachen am Haus renoviert und den Garten auf Vordermann gebracht. Aber langsam fällt einem wirklich nix mehr ein, was man noch so machen könnte.

Schafft Werder Bremen auch dieses Mal den Klassenerhalt in der Bundesliga?

Ich gehe davon aus, dass Werder es in dieser Saison auf jeden Fall schaffen wird. Ich sehe definitiv, dass andere gefährdete Mannschaften noch schlechter mit der Situation klar kommen.

Wie haben Sie für sich die coronabedingte Pause genutzt?

Neben den Haus-Renovierungen und dem Sport mit der Familie sollte man natürlich nicht unterschätzen, wie viel Zeit für das Homeschooling der Kinder drauf geht.

Wann geht es nach Ihrer Meinung sportlich wieder weiter?

Der Spielbetrieb wurde ja schon im vergangenen März unterbrochen und ist auch noch nicht wieder angelaufen. Realistisch denke ich, dass erst wieder zum Winter 2021 – der Starttermin unserer Saison 2021/2022 ist meist im November – damit gerechnet werden kann, dass es für uns Radballer wieder los geht.

Auf was freuen Sie sich nach der Corona-Pandemie am meisten?

Ich freue mich auf den Urlaub, Konzerte und natürlich auf Sport mit unseren verbliebenen jungen Mitspielern im Verein – und hoffe natürlich, dass die Jungs auch noch Lust haben an unserem Hallensport.

Wie geht es eigentlich Ihren Vereinskollegen – den Schwichtenhövel-Brüdern?

Tja, die leiden natürlich auch unter der Konstellation, dass sie kein Radball mehr spielen können. Aber die Jungs haben sich die Zeit über mit Nutzung von Rollern, BMX-Rädern und Skootern in Form gehalten.

Wie geht es für Sie dann sportlich weiter?

Meine persönlichen sportlichen Ambitionen richten sich nach dem, was nach Öffnung der Sporthalle noch an Mitspielern zur Verfügung steht. Erst dann kann entschieden werden, ob wir noch Mannschaften melden. Es gab natürlich auch im letzten Jahr einige Austritte aus unserem Verein. Diese finanziellen Verluste müssen wir ja auch irgendwie auffangen, da ja die Gebühren für die Landessportbünde, wie zum Beispiel Lizenzen und Versicherungen für den Verein weiter laufen. Da die Schwichtenhövel-Brüder ja leider von der Pandemie auf ihrem Weg zur deutschen Meisterschaft im Viertelfinale aufgehalten wurden, ist ihr Ehrgeiz natürlich nun doppelt vorhanden, um im nächsten Jahr wieder voll angreifen zu können.

Das Gespräch führte Olaf Schnell.

Info

Zur Person

André Meyer (46)

ist verheiratet und hat drei Kinder. Der Radball-Vereinsvorsitzende vom RV Fahr Wohl Warfleth wohnt in Farge-Rekum und arbeitet bei ATLAS Elektronik in Bremen als Nachrichtentechnik-Ingenieur.

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