Stedinger RV Sturmvogel Berne Selbst vom Sieg überrascht

In der zweiten Abteilung des M**-Springens setzte sich Hendrik Sosath auf seinem neunjährigen Oldenburger Hengst Casino Grande ohne Abwurf und in einer Zeit von 62,78 Sekunden die Krone auf.
18.01.2021, 15:59
Lesedauer: 4 Min
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Von Karsten Hollmann

Hendrik Sosath und Jannes Schultewolter vom Stedinger RV Sturmvogel Berne haben beim jüngsten Springturnier des RFV Holle-Wüsting im Rahmen der Urban-ClassX-Serie gleich reihenweise Schleifen eingesammelt. In der zweiten Abteilung des M**-Springens setzte sich Sosath auf seinem neunjährigen Oldenburger Hengst Casino Grande ohne Abwurf und in einer Zeit von 62,78 Sekunden sogar die Krone auf.

„Das hat mich schon ein bisschen gewundert. Ich reite schließlich selten auf Sieg. Aber wir sind ein wenig Galopp geritten. Es ist schön, dass das dann am Ende zum Sieg gereicht hat“, erklärte Hendrik Sosath. Für ihn sei es vor allem wichtig gewesen, zum Üben ein, zwei Wendungen zu absolvieren.

„Ich komme mit meinen guten Pferden hierher, um diese für spätere, höhere Prüfungen aufzubauen. Es ist daher ein gutes Ausbildungsturnier für mich“, betont Sosath. Noch besser in dieser Prüfung unterwegs war Johanna Beckmann vom RFV Germania Marne auf Estaval (0/60,21) als Gewinner der ersten Abteilung.

Die Teilnehmer wurden nach dem Wettbewerb nach Leistung auf beide Abteilungen aufgeteilt, sodass Sosath als zweitbester Starter Sieger der zweiten Abteilung wurde. Auf seinem neunjährigen niederländischen Hengst Ogano verpasste der 33-Jährige mit vier Strafpunkten in 64,22 Sekunden nur um 16 Hundertstel Sekunden eine Platzierung. Auf seinem zehnjährigen Holsteiner Hengst Casalido leitete sich Hendrik Sosath ebenfalls einen Fehler und musste in 70,87 Sekunden mit Rang 34 vorliebnehmen. Jannes Schultewolter verfehlte sowohl auf Corlina (4/65,88) als auch auf Curt M (8/65,99) und Herakles (Aufgabe) eine Platzierung.

Im S-Springen war Hendrik Sosath zudem als Sechster auf seinem 13-jährigen Holsteiner Hengst Casino Berlin OLD platziert. Der Sohn von Gerd Sosath riss dabei keine Stange aus der Verankerung und verpasste in 67,18 Sekunden nur um knapp zwei Sekunden den Sprung auf das Siegertreppchen.

„Wir sind diese Prüfung ganz locker angegangen. Ich wollte nicht voll angreifen“, teilte Hendrik Sosath mit. Er sei mit dem Ergebnis nach einer vierwöchigen Turnierpause über Weihnachten und die Zeit danach sehr zufrieden. Tobias Meyer von der RFG Falkenberg behauptete sich in der höchsten Prüfung der Veranstaltung auf Greatest Boy H (0/61,87). Auf Casino Grande (4/73,02) und Ogano (4/75,60) platzte für Hendrik Sosath in diesem Wettbewerb jeweils mit einem Fehler der Traum von einer Platzierung. „Mit den jungen Pferden hat es noch nicht ganz gereicht“, ließ Hendrik Sosath wissen.

Jannes Schultewolter heimste im M-Springen auf der elfjährigen Oldenburger Stute seines Arbeitgebers Gerd Sosath, Corlina, als Neunter der zweiten Abteilung ohne Abwurf in 66,01 Sekunden eine Schleife ein. Sein Klubkollege Hendrik Sosath belegte hier auf seinem achtjährigen Westfalen-Hengst Comme Prévu (0/64,04) sogar Position sechs in der zweiten Abteilung, die Leonie Pander von der TG Bad Zwischenahn auf Zeelena (0/56,81) zu ihren Gunsten entschied. Alexa Stais aus Südafrika entpuppte sich auf Simona Adelheid Z als Gewinner der ersten Abteilung (0/56,20) als bester Reiterin aller Wettbewerber.

Auch im L-Zwei-Phasen-Springen war Jannes Schultewolter als Achter der ersten Abteilung auf der sechsjährigen Oldenburger Stute Frieda M platziert. Der Bereiter der Familie Sosath blieb in beiden Umläufen ohne Fehler und erreichte im zweiten eine Zeit von 29,92 Sekunden. Auf Casaria und Gestelle M verfehlte Schultewolter dagegen eine Platzierung. Jona Lenja Korries vom RV Rehagen-Hamburg setzte sich in der ersten Abteilung dieser Prüfung auf Voll Süß ohne Abwurf in einer Zeit von 22,63 Sekunden im zweiten Umlauf durch.

In einem weiteren M-Springen mit zwei Sternen bejubelte Hendrik Sosath als Sechster auf Casino Grande (0/66,19) eine zusätzliche Platzierung. Auf Casino Berlin OLD (0/74,69) und Caslido (4/68,87) preschte Sosath dagegen jeweils nicht in die Platzierungen vor. Tobias Bremermann vom RC Bremen-Hanse war auf Quinturo (0/61,92) das Maß der Dinge in dieser Prüfung. Auf Casalido und Ogano blieb Hendrik Sosath zwar im einfachen M-Springen jeweils ohne Fehler, war aber ein bisschen zu langsam, um eine Schleife zu ergattern. Auf Comme Prévu erlaubte sich der 33-Jährige 13 Strafpunkte.

Es triumphierte Stephanie Böhe vom Pferdezucht- und RV Luhmühlen auf Granate P (0/62,38). Hendrik Sosath möchte auch in den kommenden Tagen wieder in Holle-Wüsting starten und hofft deshalb darauf, nicht von der Politik im Zuge der geplanten Verschärfung des Corona-Lockdowns ausgebremst zu werden.

„Der RFV Holle-Wüsting hat schließlich ein hervorragendes Hygienekonzept. Man begegnet sich kaum. Bei jedem Einkaufen habe ich wesentlich mehr Kontakte“, gab der Berufsreiter zu bedenken.

In einer L-Springpferdeprüfung freute sich Jannes Schultewolter auf Vagabond mit 8,3 Zählern als Siebter über eine Platzierung. Hier hatte Tobias Meyer von der RFG Falkenberg auf Cavoiro H OLD mit 9,0 Punkten die Nase vorne. In der A**-Springpferdeprüfung musste Schultewolter hingegen auf Charles (7,5), Baloubreaker (7,4) und Cornett PS (7,0) auf eine Schleife verzichten. Auch hier behielt Tobias Meyer auf Con Sugar H OLD (8,7) die Oberhand über alle Konkurrenten.

In der A-Springpferdeprüfung fand sich Florin Kandzia vom Stedinger RFV Sturmvogel Berne auf ihrer sechsjährigen niederländischen Stute Pippa van der Vogelzang mit der Wertnote von 5,6 Punkten beim Triumph von Friederike Nienaber von der RFG Falkenberg auf Saphir Gold N (7,8) ohne Schleife auf Position 14 wieder.

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