Kegeln Spielbetrieb wird eingestellt

Der KSK Ganspe stellt nach 49 Jahren Ende 2019 den Kegelsportbetrieb ein. Der Klub hat noch acht Mitglieder, nur vier von ihnen sind laut Gründungsmitglied Wolfgang Meendsen-Bohlken noch einsatzfähig.
27.06.2019, 15:31
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Von Karsten Hollmann

Ganspe. Der KSK Ganspe stellt nach 49 Jahren Vereinsgeschichte am Ende des Jahres den Kegelsportbetrieb ein. „Im Moment hat der Verein noch acht Mitglieder, davon aber nur vier einsatzfähige Aktive“, gab der mit seinen 78 Jahren älteste KSK-Kegler Wolfgang Meendsen-Bohlken bekannt.

Am 18. August 1970 war in der Gaststätte „Zur Alten Schänke“ in Ganspe der Kegelsportklub „Dwars dör“ mit 14 Mitgliedern aus der Taufe gehoben worden. „Von Beginn an stand für uns fest, uns sportlich zum Wettkampf zu treffen und mindestens 100 Kugeln zu schieben“, teilte Gründungsmitglied Meendsen-Bohlken mit. Vom 1. September 1970 an nahm „Dwars dör“ am Spielbetrieb im Braker Sportkeglerverein teil.

Dort wurde die Mitgliedschaft jedoch zum 31. Mai 1975 wieder gekündigt. Der Klub schloss sich in jenem Jahr mit zwei Mannschaften dem Sportkeglerverein Bremen-Nord an und nannte sich fortan KSK Ganspe. „Beide Mannschaften mussten in der C-Klasse anfangen“, erinnerte sich Wolfgang Meendsen-Bohlken zurück. Das erste Team holte in jeder Klasse den Meistertitel und wurde nach zwei Jahren auch Nordligameister. Somit gelang der Aufstieg in die Nordoberliga, in der sofort die nächste Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die Landesliga Bremen folgte. Durch die Auflösung des Kegelvereins Berne wuchs die Zahl der Aktiven im Jahre 1985 auf 24 an. Später verfügte der KSK dann sogar über bis zu 40 Sportkegler, sodass er mit vier Mannschaften am Ligabetrieb teilnahm. „Auch bei Drei-Bahnen-Wettkämpfen auf Asphalt, Bohle und Schere wurden auf Landesebene durch unsere Kegler gute Ergebnisse erzielt“, blickt Meendsen-Bohlken zurück.

Im Laufe seines Bestehens feierte der Klub 19 Mannschaftsmeisterschaften in der A-, B- und C-Klasse, Nordliga und in der Nordoberliga. Fünf Jahre war der Verein in der Landesliga vertreten. Im Jahre 1983 wurde der KSK Nord-Pokalsieger. Dazu gesellten sich fünf Titel bei den Seniorenmeisterschaften des KV Bremen-Nord. „Damals zählten wir zu den erfolgreichsten Vereinen des Keglervereins Bremen-Nord“, betonte Meendsen-Bohlken.

Die Gansper veranstalteten von 1970 bis 1995 alljährlich das Stedinger Pokalkegeln zu Himmelfahrt, an dem sich bis zu 45 Mannschaften beteiligten. Der Verein war auch einer der Gastgeber des Viererturniers, das jedes Jahr im Wechsel von vier gleichbleibenden Sportkegelvereinen ausgetragen wurde. „Ich war von Anfang an mit Leib und Seele dabei“, erklärte Wolfgang Meendsen-Bohlken, der in seinen 49 Jahren zwölf Vereinsmeistertitel und 14 weitere Podestplätze erzielte. Von 1975 bis 2009 war er ununterbrochen in der ersten Mannschaft vertreten, hiervon 18 Jahre als Mannschaftsführer. „Ich war bei weit über 700 Liga-, Seniorenspielen und Pokalkegeln für den KSK am Start“, informierte der 78-Jährige. Während von den noch aktiven Keglern Erich Trudrung und Rolf Wöbken wohl ihre Laufbahn beenden werden, so denkt Heiko Stelljes über einen Wechsel nach. „Das gesamte Kegeln im Keglerverein Bremen-Nord geht langsam kaputt“, bedauerte Wolfgang Meendsen-Bohlken.

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