Ambulanter Hospizdienst in der Wesermarsch

Unterstützung für Sterbende und ihre Familien

Der ambulante Hospizdienst des Diakonischen Werkes in der Wesermarsch steht schwerstkranken und sterbenden Menschen sowie ihren Angehörigen seit 20 Jahren zur Seite.
05.05.2021, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Gabriela Keller
Unterstützung für Sterbende und ihre Familien

Der ambulante Hospizdienst in der Wesermarsch besteht seit 20 Jahren. Koordinatorin Birgit Eden (von links), Geschäftsführerin Karin Schelling-Carstens und Koordinatorin Monika Spiegelberg sind die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen.

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„Der Patient soll nicht als schwerstkranker, sterbender Mensch in einem Klinikbett liegen, sondern liebevoll umsorgt in einer familiären Umgebung.“ Dieser Ausspruch von Cicely Saunders (1918 bis 2005), der Begründerin der modernen Hospizbewegung, ist Leitmotiv für die Arbeit des ambulanten Hospizdienstes in der Wesermarsch. Seit nunmehr 20 Jahren stehen hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sterbenden und schwerstkranken Menschen und ihren Angehörigen im Landkreis zur Seite - vor allem zu Hause, aber auch in Alten- und Pflegeheimen und in Krankenhäusern.

Sterbenden einen würdigen Abschied in ihrem vertrauten Umfeld, im Kreise von Familienangehörigen und anderen nahe stehenden Menschen, zu ermöglichen, ist das Ziel der ambulanten Hospizarbeit beim Diakonischen Werk Wesermarsch. „Die Würde des Menschen steht immer im Vordergrund einer Begleitung“, heißt es vonseiten des Hospizdienstes. Begleitet würden Sterbende jeden Alters, unabhängig von ihrer kulturellen und gesellschaftlichen Herkunft, ihrer weltanschaulichen oder religiösen Zugehörigkeit.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter helfen durch individuelle Informationen, Beratung und Begleitung die persönliche Lebensqualität zu erhalten und die noch verbleibende Lebenszeit zu gestalten. Sie hören zu, schenken Zeit, sind Ansprechpartner für Ängste und Sorgen, sie teilen traurige aber auch fröhliche Momente mit den Sterbenden und ihren Angehörigen. Den Familien der Patientenbieten sie Entlastung. Hospizarbeit begreife „Sterben als einen Teil des Lebens, als einen Vorgang, der weder verkürzt noch verlängert werden soll.“ Aktive Sterbehilfe werde abgelehnt.

Neben der individuellen Begleitung für Patienten und Angehörige biete der ambulante Hospizdienst öffentliche Vorträge zu den Themen Hospiz, Sterben, Tod und Trauer an. Neben den Koordinatorinnen Birgit Eden und Monika Spiegelberg sowie Geschäftsführerin Karin Schelling-Carstens als hauptamtliche Mitarbeiterinnen bilden die ehrenamtlichen Hospizbegleiter das Rückgrat des ambulanten Dienstes. Für Interessierte, die in der Sterbebegleitung ehrenamtlich mitarbeiten möchten, werden Qualifizierungskurse und fortlaufende Fortbildungen angeboten. Ein neuer Qualifizierungskurs startet am 4. Juni, es sind noch Plätze frei. Interessenten können sich bei Monika Spiegelberg Telefon 044 01 - 70 65 49 oder per E-Mail (spiegelberg@diakonisches-werk-wesermarsch.de) melden. Die Aufwandsentschädigung der Teilnehmer übernimmt der Rotary Club Brake. Der ambulante Hospizdienst des Diakonischen Werkes Wesermarsch arbeitet unentgeltlich und ist auf Spenden angewiesen.

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