Vereinbarung unterzeichnet Werfthafen in Elsfleth wird ausgebaggert

Elsfleth (wm). Lange hat es gedauert, nun sind sich die Beteiligten einig: Nach Informationen dieser Zeitung soll noch in diesem Jahr die Ausbaggerung des Hafenbeckens der Elsflether Wert beginnen.
12.10.2013, 00:00
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Von Kreiszeitung Wesermarsch GmbH

Die Kosten betragen rund eine Million Euro. Am Donnerstag haben Werftchef Klaus Wiechmann und der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) eine Vereinbarung unterzeichnet.

„Das ist ein guter Tag“, sagte Björn Thümler, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion. Thümler nahm neben Werftchef Klaus Wiechmann und NLWKN-Direktor Siegfried Popp am Termin teil. Mit der Vereinbarung sei die Existenz der Elsflether Werft gesichert, da nun auch wieder verschiedene Schiffsklassen bedient werden können. „Wir sind froh, dass es endlich geklappt hat und vor allem, weil das NLWKN die notwendigen Mittel noch in diesem Jahr zur Verfügung hat“, betonte Björn Thümler.

Der Politiker hatte sich mehrfach für die zügige Ausbaggerung des Hafens eingesetzt. Bereits im Januar gab es einen Ortstermin mit Vertretern der Politik und der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV). Die WSV ist für die Unterhaltung der Hunte und Teile der Hafeneinfahrt zuständig. Die WSV-Vertreter signalisierten damals, dass sie die Werft unterstützen wollten.

Das Land Niedersachsen ist dafür verantwortlich, dass das Hafenbecken mindestens 4,4 Meter tief ist. Zwischenzeitlich fehlte ein guter Meter. Trotzdem passierte lange nichts, obwohl ein ursprünglicher Vertrag eindeutig regelt: „Das Land trägt zwei Drittel und die Werft ein Drittel der Ausbaggerungskosten.“ Teilweise hatte die Werft den Hafen in Eigenleistung ausgebaggert. Im Juli warnte Klaus Wiechmann jedoch, dass sich dort schon wieder drei Meter Schlick abgelagert hätten (wir berichteten).

Die Vereinbarung regelt nun die Finanzierung und das weitere Vorgehen: Die Elsflether Werft und das Land finanzieren die Ausbaggerung gemeinsam. „Das Projekt soll noch in diesem Jahr vergeben werden“, versicherte Thümler. Wohin der Schlick gelangt, ist noch nicht klar. Das Problem ist, dass das Material wahrscheinlich kontaminiert ist und deswegen auf einer Land-Deponie gelagert werden muss – ein teurer Weg der Entsorgung. Ältere Untersuchungsergebnisse im Hafenbecken deuten das an. Laut Thümler sollen erneut Proben entnommen werden, um detailliert festzustellen, mit welchen Stoffen der Schlick belastet ist.

Auch der Abriss der alten Werkhalle schreitet voran. Der Neubau soll auf demselben Fundament errichtet werden. Mit rund 180000 Euro wird das Land Niedersachsen den Bau unterstützen. 110 Meter lang, 25 Meter breit und 6,50 Meter hoch soll die neue Werkhalle werden.

Für die unterschiedlichen Gewerke – Schlosserei, Rohrlegerei, Dreherei und Schiffbau – wird die Halle in vier Teile gegliedert. Sie ist beheizbar und wird komplett vernetzt. Außerdem befinden sich zukünftig die Büroräume der Vorarbeiter und Meister in der Halle. Damit werden die Arbeitswege verkürzt.

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