Begu Lemwerder Abwechslung am Mittwoch

Ab Mittwoch, 29. Mai, kommen Open-Air-Fans in Lemwerder wieder auf ihre Kosten: Bis Ende Juni spielen fünf Bands aus der Region jeweils mittwochs ab 19 Uhr im Begu-Garten. Der Eintritt ist frei.
27.05.2019, 22:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Georg Jauken

Der jüngste Song eines früheren Konzerts in der Begegnungsstätte (Begu) Lemwerder erschien Anfang 1977 auf einem Album von Fleetwood Mac. Sein Titel – Don‘t Stop – ist zugleich das wichtigste Kennzeichen der Oldenburger Musikband Stingrays. Seit mehr als 50 Jahren zelebriert sie den Sound der 60er-Jahre, und mit jedem Auftritt auf der Freilichtbühne der Begu wächst ihre Fangemeinde in Lemwerder. Am Mittwoch, 29. Mai, ist sie wieder da. Dann eröffnen die Stingrays die Musikreihe „Begu am Mittwoch“. Nach der Devise „umsonst und draußen“ spielen bis Ende Juni fünf Bands aus der Region jeweils mittwochs ab 19 Uhr im Begu-Garten.

Das Repertoire der Stingrays reicht von „Hold tigh“ von Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich über „Baby, Come back“ von den Equals bis zu „Mendocino“ vom Sir Douglas Quintet und „Venus“ von der Gruppe Shocking Blue. Die Vorbilder des Gitarristen und Sängers Harry Houben reichen von Jethro Tull bis zu den Blues-Gitarristen Alvin Lee und Johnny Winter. Das Publikum darf sich auf eine ordentliche Portion Rock‘n‘Roll, Blues und Country gefasst machen.

Am 5. Juni gehört die Freilichtbühne den Musikern von Dacapo Undercover aus Ganderkesee. Auch sie verheißen ein abwechslungsreiches Konzert mit Songs bekannter Interpreten unterschiedlichster Genres. Ihre Musik ist aber überwiegend eine Generation jünger. Das „Long Train Runnin“ der Doobie Brothers gehört bei ihnen schon zu den ältesten Stücken im Repertoire. Dafür enthält es jede Menge Erfolgshits der 80er- und 90er-Jahre – von Roxette („She‘s got nothing on but the radio“) und Cindy Lauper („Time after time“) über Alanis Morissette („Ironic“) und den 4 Non Blondes („What’s up“) bis zu Robbie Williams‘ „Let me entertain you.“ Und genau das wollen auch die Musiker von Dacapo Undercover am 5. Juni in Lemwerder.

Ein Abend mit Funk, Soul und Rock folgt am 12. Juni beim Gastspiel von Port Joanna. Der lässig-luftige Sound der Hamburger Band wird geprägt von der Stimme der Frontfrau Tash. Begleitet wird sie von ihren drei Bandkollegen an Gitarre, Schlagzeug und Bass. Alles ist handgemacht und absolut tanzbar. Noch weniger braucht nur Sänger und Songwriter Ed Sheeran, wenn er nur mit seiner Stimme, Gitarre und Loopstation die größten Säle zum Kochen bringt (aber der kommt nicht nach Lemwerder). Irgendwo dazwischen agiert das Duo „Nothing left 2 lose“: zwei Gitarren, Loopstation, ab und an eine Triangel. Das reicht, um mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem „Summer of Love“ den Sound und das Lebensgefühl dieser Ära zurück auf die Bühne zu bringen – am 19. Juni in der Begu.Hippie-Folk. So nennt das Bremer Duo, das mehrere Jahre in verschiedenen Bandformationen rockend bis schwermetallisch durch die Lande zog, seinen neuen Sound. Auf der Bühne unternimmt es eine akustische Reise durch die Pop- und Rockmusik von der Hippie-Ära über die 80er-Jahre-Popklassiker a la „Black Velvet“ bis in die allerjüngste Vergangenheit. Wer Jefferson Airplane und Janis Joplin mag, wird auf jeden Fall begeistert sein. Nie seit dem Tod von Janis Joplin 1970 hörte sich „Me and Bobby McGee“ rauer und authentischer an, als wenn Sängerin Angelika Stelter den Song interpretiert. Ihren Musikerkollegen Chris Pfeiff (Rockalots, Helliön) hat man auf der Bühne wohl eher selten so leise und zurückhaltend erlebt.

Zum Abschluss am 26. Juni gehört die Freilichtbühne schließlich den Bluesrockern von Jester’s Mind. Das Credo der sechsköpfigen Band aus Lemwerder gilt unverändert: handgemacht, live und ohne doppelten Boden. Zu den Klassikern der Rock- und Pop-Geschichte servieren sie Blues, Country und mehr.

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