Corona-Impfsprint in Lemwerder

4000 Impfungen gegen Covid 19

Im Rahmen einer großangelegten Impfaktion sind in Lemwerder innerhalb von vier Tagen knapp 4000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Einige Impfwillige nahmen stundenlange Anfahrtswege in Kauf.
10.06.2021, 13:53
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4000 Impfungen gegen Covid 19
Von Barbara Wenke
4000 Impfungen gegen Covid 19

Knapp 4000 Männer und Frauen ließen sich im Rahmen des sogenannten Impfsprints in Lemwerder gegen das Coronavirus impfen.

Christian Kosak

Lemwerder. Knapp 4000 Menschen sind im Rahmen des viertägigen Impfsprints der Gemeinde Lemwerder in der Ernst-Rodiek-Halle gegen das Coronavirus geimpft worden. Das teilt Bürgermeisterin Christina Winkelmann mit. Nachdem das Angebot zunächst nur für Menschen mit Wohnsitz in der Gemeinde gegolten hatte, lud die Verwaltung schon nach kurzer Zeit auch Personen ein, die in Lemwerder arbeiten.

"Die Verwaltung hatte Kontakt zu Unternehmen und Betrieben in der Gemeinde aufgenommen, um deren Mitarbeitenden ein entsprechendes Angebot zu unterbreiten", schreibt die Bürgermeisterin. Allein für die Lürssen Werft seien mehrere Hundert Mitarbeiter geimpft worden. "Die Abstimmung zwischen der Werft und der Verwaltung lief im Vorfeld hervorragend, sodass die Menschen mit unterschiedlichsten Nationalitäten mit Hilfe eingesetzter Dolmetscher gut betreut werden konnten", resümiert Christina Winkelmann. Auch die Zusammenarbeit zwischen Verwaltungsmitarbeitern, den Arztpraxen und der örtlichen Apotheke habe hervorragend funktioniert. "Trotz des hohen Stresslevels waren alle Beteiligten stets freundlich und mit Begeisterung bei der Arbeit", lobt die Verwaltungschefin.

Als die Gemeinde ihr Angebot dann auch für Menschen ohne Wohnsitz oder Arbeitsplatz in Lemwerder öffnete, quoll das Mail-Postfach der Verwaltung über. Innerhalb weniger Stunden liefen laut Christina Winkelmann Tausende Anfragen ein. "Es hatten sich Menschen aus Hamburg, Duisburg, Göttingen und sogar von Norderney registriert, um an der Impfaktion teilzunehmen", so die Bürgermeisterin. "Manche Menschen konnten ihr Glück kaum fassen und brachen am Telefon vor Glück in Tränen aus", teilt Christina Winkelmann mit. Aus Zeitmangel hätten unzählige Anfragen nicht beantwortet werden können, bedauert die Verwaltungschefin.

Da die unter 18-Jährigen noch weitgehend ungeimpft sind, gilt in Lemwerder trotz der vermutet hohen Impfrate weiterhin an speziellen Orten die Pflicht einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Bürgermeisterin Christina Winkelmann weist darauf hin, dass die volle Immunität für mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson Geimpfte erst nach 28 Tagen, also erst Ende Juni, erreicht ist, nicht wie bei anderen Impfstoffen bereits nach zwei Wochen.

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